So erkennst du deine Träume und Ziele im Leben

Bestimmt hast du dich schon einmal an einem Punkt in deinem Leben wiedergefunden, an dem du dich gefragt hast: „Soll es das gewesen sein? Wie soll es jetzt und in Zukunft weitergehen?“. Vielleicht stehst du sogar jetzt gerade an einem solchen Punkt? In diesen Momenten ist es hilfreich zu wissen, wie deine Träume und Ziele im Leben aussehen, um die Richtung zu kennen, in die du weitergehen kannst.

Wie sieht es bei dir aus: kennst du deine Träume und Ziele im Leben und verfolgst diese jeden Tag oder lebst du so dahin? Reagierst du eher auf alle Geschehnisse und Umstände als dass du dein Leben aktiv gestaltest? Im heutigen Blogbeitrag möchte ich dir erläutern, warum Träume und Ziele im Leben wichtig sind. Ich teile mit dir 4 tolle Übungen, mit denen du deine eigenen (wieder) entdecken kannst.

Bevor wir ins Thema einsteigen, möchte ich erst einmal klarstellen: es ist auch OK, wenn du zufrieden bist mit deinem Leben, wenn du glücklich bist mit dem was ist und wo du stehst. Nicht jeder Mensch setzt sich große Ziele. Ich bin jedoch überzeugt, dass ein Mensch sein Leben nur selbstbestimmt, frei und glücklich leben kann, wenn er weiß, was seine Ziele sind und wie er diese verwirklichen kann.

„Ich kenne meine Träume und Ziele gar nicht!“

Als ich neulich in einem Instagram-Post dazu aufrief, zu teilen, was einen daran hindert, seine Träume zu leben, bekam ich als häufigste Antwort zu lesen: „Ich kenne meine Träume gar nicht.“ oder „Ich weiß nicht, wohin ich eigentlich will.“ Natürlich: wenn ich gar nicht weiß, in welche Richtung ich gehen will, kann ich auch nicht loslaufen!

Erinnerst du dich? Als wir noch Kinder waren, kannten unsere Träume keine Grenzen. Kein Traum erschien uns zu groß oder gar unerreichbar. Doch wenn wir wachsen, älter werden und beigebracht bekommen, uns anzupassen, bleiben fast all unsere Kindheitsträume gerne mal auf der Strecke. Wir denken nicht mehr an sie. Ja, sie erscheinen uns im Erwachsenenalter nahezu absurd! Dabei gehören Lebensträume zu einem guten, erfüllten Leben dazu, genauso wie z. B. ein gesundes Frühstück, körperliche Fitness oder das Meistern von Herausforderungen. 

Eigentlich sprechen wir hier sogar von der großen Frage nach dem Sinn des Lebens. Diese können wir aber unmöglich in einem Blogpost besprechen – das schaffen die großen und kleinen, neuen und alten Philosophen kaum in einem Buch! Aber ich möchte dir hier und jetzt Impulse mit auf den Weg geben, wie du deine Träume und Ziele im Leben herausfinden und dich (wieder) mit ihnen verbinden kannst.

Kennst du deine Träume und Ziele im Leben?

Warum du Träume und Ziele im Leben brauchst

Viele Menschen setzen sich ihr Leben lang gar keine Ziele und erleben irgendwann einen Schockmoment, nämlich, wenn sie feststellen, was sie alles bereuen, nicht gemacht zu haben. In ihrem Buch “5 Dinge, die Sterbende am meisten bereuen” schildert die australische Autorin und Songwriterin Bronnie Ware, die beruflich mehrere Jahre sterbende Menschen auf ihrem letzten Weg begleitet hat, berührende Geschichten von und Gespräche mit Sterbenden. Das Buch hat mich tief bewegt. Eine Erkenntnis, die demnach häufig von Sterbenden genannt wird, lautet: “Ich wünschte, ich hätte nicht so viel gearbeitet.” Ein Satz von einem älteren Herren namens John hat sich mir besonders eingeprägt:

“Natürlich mochte ich meine Arbeit. Und ich mochte definitiv den Status, den sie mir verschaffte, aber was habe ich jetzt davon? Ich habe weniger Zeit auf das verwendet, was mich im Leben aufrecht hielt…”

Aus dem Buch „5 Dinge, die Sterbende am meisten bereuen“ von Bronnie Ware

Ich finde es unglaublich traurig und schade, wenn diese Erkenntnis einsetzt und einem kaum mehr Lebenszeit oder -Energie übrig bleibt, um sich doch noch ein paar Punkte der „Bucketlist“ (oder wie man frei ins Deutsche übersetzt hat: „Löffelliste“) zu erfüllen. Sicher kennst du den Spruch, dass man an seinem Lebensende wohl nie das bereut, was man getan hat sondern das, was man nicht getan hat. 

Träume und Ziele im Leben zu haben, gibt dir einen Fokus, eine Richtung vor. Zu wissen, was du erreichen willst und vor allem auch warum, also welche Werte für dich darin stecken, bringt dir Klarheit und ja, ein Stück weit den gewissen Lebenssinn.

Ob du dir Ziele im Leben setzt, hängt also davon ab, wie du dein Leben willst. Aktiv, selbstbestimmt, frei – ganz so wie du bist? Es hat etwas mit Authentizität zu tun, weil jeder Mensch anders ist und daher andere Träume hat und andere Ziele verfolgt. Diese dienen als wichtige Wegweiser im Leben. Dabei bestimmst du jedoch immer selbst, welchen Weg du einschlagen willst.

Daher lade ich dich dazu ein, dir klar zu machen, was du von deinem Leben erwartest, welche Träume und Ziele du verfolgen und dir erfüllen möchtest.

„Die Träume großer Träumer werden nie einfach erfüllt, sondern immer weit übertroffen.“

Alfred Lord Whitehead

4 machtvolle Übungen, mit denen du deine Träume und Ziele im Leben erkennen kannst

Jetzt weißt du, warum es wichtig ist, überhaupt Träume und Ziele im Leben zu haben, wenn du ein selbstbestimmtes Leben führen willst. Doch wie kannst du dich mit deinen ganz persönlichen Träumen und Zielen nun verbinden?

Kennst du deine Träume und Ziele im Leben?

Schnapp‘ dir ein Blatt Papier (oder gleich mehrere) und einen Stift, denn wir legen los mit den Übungen, die ich dir versprochen habe:

Übung #1 – Kindheitsträume

Nimm dir einmal ganz bewusst Zeit für dich und erinnere dich an deine Kindheit: welche Träume hattest du? Lachst du heute über sie oder würdest du sie dir heute immer noch gerne erfüllen? Notiere dir, was dir einfällt und fühle in dich hinein, ob die Wünsche immer noch aktuell sind. Vielleicht erkennst du auch, welche Werte, welches WARUM in in ihnen liegt. Kinder kennen in ihren ersten Lebensjahren keine Grenzen des Möglichen. Erlaube dir, auch wieder wie ein Kind zu träumen und blende für diese Übung alle Zweifel und negativen Glaubenssätze wie “Das schaffe ich eh nicht mehr” oder “Dafür bin ich schon zu alt” aus. Ich weiß, dass es schwerfällt, weil unser Hirn anders funktioniert. Es scannt ständig alle Gefahren, die unser Vorhaben bedrohen könnten. Das ist prinzipiell auch nicht verkehrt, aber für diesen Moment und diese Übung darf dein Kopf sich mal entspannen und sorgenfrei träumen…

Übung #2 – Check-In in alle Lebensbereiche

Eine ganz wundervolle Übung zur Reflektion und aber vor allem zur Zielsetzung ist für mich immer das „Wheel of Life“, das Rad des Lebens. Diese Übung ist allerdings auch die zeitaufwändigste.

Wheel of Life - Rad des Lebens, um Träume und Ziele im Leben zu definieren

Das Rad teilt sich in acht Lebensbereiche, die wir uns im nächsten Schritt alle einzeln anschauen.

Zeichne dir zunächst einen solchen Kreis auf ein Blatt Papier, zeichne die acht „Kuchenstücke“ ein und lege für dich fest, welche Lebensbereiche dir wichtig sind. Es gilt: nichts ist in Stein gemeißelt! Du kannst einzelne Lebensbereiche übrigens auch austauschen: wenn du mit Spiritualität (noch) nichts am Hut hast, kannst du es gegen Emotionales Wohlbefinden austauschen. Das Lebensrad soll die Lebensbereiche wiederspiegeln, dir DIR wichtig sind. Wenn du mit meinem Modell arbeiten möchtest, kannst du dir das A4 Blatt kostenlos herunterladen und ausdrucken:

Im weiteren Schritt vergibst du pro Lebensbereich Punkte von 1-10, wobei 10 Punkte bedeuten, dass du in diesem Lebensbereich absolut glücklich bist und dort nichts mehr ändern möchtest! Markiere dir in den Lebensbereichen deine Punktevergabe, du kannst sie auch gerne bis zu deiner vergebenen Punktzahl ausmalen.

In jedem Fall erhälst du nun Stück für Stück einen Überblick darüber, wie es in deinen Lebensbereichen aktuell aussieht. Suche dir den Lebensbereich oder mehrere aus, in denen du nun wirklich etwas verbessern willst. Nehmen wir als Beispiel den Bereich „Beruf & Karriere“ – bist du hier zufrieden? Magst du deinen Job? Spürst du Freude an deiner Arbeit oder stört dich etwas? Was darf sich ändern, was darf besser werden? Schreib es auf und formuliere es als Ziel!

Das Wheel of Life kannst du immer wieder „auspacken“ und neu für dich durchgehen. Es ist eine super hilfreiche Reflektionsübung, aber auch, um dir Gedanken über kurz- und langfristige Ziele zu machen.

Eines noch: sei bitte nachsichtig mit dir, wenn gleich mehrere Lebensbereiche nur wenige Punkte erreichen. Widme dich nach und nach den Problemstellen und beginne dort, wo du am meisten Druck spürst.

Übung #3 – Reise ins hohe Alter

Stelle dir dein Leben im hohen Alter vor: was möchtest du erlebt haben, wo möchtest du sein? Damit meine ich sowohl wo du örtlich sein aber auch wo du im Leben stehen willst. Welche Menschen sind bei dir oder haben dich auf deinem Lebensweg begleitet? Notiere dir deine Gedanken dazu. Blende auch hier so gut es geht deine Zweifel und “Ja, aber…”-Sätze aus, die eventuell in deinem Kopf auftauchen. Wie du deine Träume und Ziele umsetzen und erreichen kannst, ist ein anderes Thema. Darum soll es hier noch nicht gehen. Wir wollen zunächst einmal herausfinden, welche Träume und Ziele du überhaupt hast.

Übung #4 – Was kannst du für dich, aber vor allem für andere tun?

Ich weiß, ich habe vorher im Post gesagt, es geht ganz allein um dich und das ist auch richtig so. Aber hier kommt noch ein wichtiger Tipp: fixiere dich bei der Suche nach deinen Träumen und Zielen nicht nur auf dein eigenes Leben, sondern wage auch den Blick auf „das große Ganze“ – was kannst du erschaffen und für andere Menschen tun? Wie kannst du einen wertvollen Beitrag zu dieser Welt und zum Leben anderer beitragen? Das klingt vielleicht sehr (sehr sehr) spirituell für dich, aber ich glaube fest daran, dass gute Taten vom Leben immer belohnt werden. Und selbst wenn es nicht so wäre: ist es nicht schön zu wissen, dass man jemand anderem eine Freude bereiten konnte?

3 Buchtipps zum Thema Träume und Ziele im Leben

Ich liebe es, mich zu sämtlichen Themen von Büchern inspirieren zu lassen! Also kann ich diesen Blogbeitrag nicht abschließen, ohne dir drei wirklich tolle Bücher zu empfehlen, die dich bei deiner Suche nach deinen Träumen und Zielen begleiten können:

Remo H. Largo – „Das passende Leben“

Eva Wlodarek – „Nimm dir die Freiheit, du selbst zu sein: so entfalten Frauen ihr wahres Potenzial

John Strelecky – „The Big Five For Life – was wirklich zählt im Leben“

Lass mir gerne Feedback da, ob dir die Übungen weiter geholfen haben. Du kannst sie immer mal wieder machen, denn das möchte ich dir zum Abschluss noch mitgeben:

Bei aller Ausrichtung auf deine Träume und Ziele im Leben vergiss dabei eines nicht: sie dürfen sich stest auch verändern! Denn du selbst wirst dich auch immer wieder ändern und neue Erfahrungen machen. Du darfst die Koordinaten deines Reiseziels stets anpassen und dich neu ausrichten. Wichtig ist, dass du auf deiner Reise durchs Leben in dich hinein hörst.

Wenn du nun Lust hast, die Verantwortung und die Kontrolle über deine Lebenszeit zu übernehmen, dann leg am besten sofort los: hol dir HIER meinen kostenlosen 5-Schritte-Plan für deine Auszeit vom Job:

Ich freue mich, wenn ich dich ein Stück auf deiner Reise begleiten und inspirieren kann. Leg los und plane deine Auszeit vom Job!

Deine Bea

Der perfekte Zeitpunkt für ein Sabbatical – gibt es ihn überhaupt?

Menschen, die über eine Auszeit vom Job nachdenken und sich bereits mit den ersten Grundlagen dazu beschäftigt haben, stellen sich häufig die Frage, wann genau

eigentlich der richtige Zeitpunkt für ein Sabbatical ist. Also lass uns gemeinsam schauen, ob wir diesen perfekten Zeitpunkt finden, wie er sich bemerkbar macht und ob es ihn tatsächlich gibt.

Ein Sabbatical kennt kein Alter

Du ahnst es vielleicht schon: die Frage nach dem perfekten Zeitpunkt kann man wohl kaum pauschal beantworten. Jeder Mensch und jede Biografie sieht anders aus: manchen ist eine freie Zeit nach der Schule, Ausbildung oder dem Studium sehr wichtig, um erst einmal „etwas fürs Leben zu lernen“, wie man so schön sagt. Andere sagen, sie wollen erst einmal den Einstieg ins Berufsleben meistern, berufliche Erfahrungen sammeln und das erste richtige Geld verdienen. Wieder andere geben ihr Leben lang Vollgas, um dann gemächlich in den Ruhestand zu segeln und langsam die Zügel locker zu lassen.

Genauer betrachtet, gibt es die unterschiedlichsten Möglichkeiten je nach Alter eine Auszeit im weitesten Sinne zu machen. Für alle zwischen 18 und 30 Jahre eignet sich zum Beispiel ein sogenanntes Work-Holiday-Visum perfekt, um nach Ausbildung oder Studium erst einmal eine Art Auszeit einzulegen. Wie der Name schon andeutet, handelt es sich hierbei um eine Kombination von Arbeiten und Urlaub, um ferne Länder zu bereisen. Alle Details zum Working-Holiday-Visum findest du bei den Experten zum Thema unter working-holiday-visum.de.

Auch ein Austauschjahr, Freisemester oder Auslandssemester bieten dir Möglichkeiten, den Traum von einer Auszeit nicht auf später verschieben zu müssen.

Wer bereits seit einigen Jahren in Festabstellung arbeitet und gerade eine Familie gründen will, nutzt gerne auch die Elternzeit als perfekten Zeitpunkt für eine gemeinsame Auszeit. Dass die Elternzeit tatsächlich ein bewährtes Sabbatical-Modell ist, habe ich bereits im Blogbeitrag Welche Sabbatical-Modelle gibt es? näher beleuchetet.

Viele Arbeitnehmer*innen entscheiden sich nach einigen Jahren Berufserfahrung und mit einer gesicherten, unbefristeten Festanstellung in der Tasche für eine Auszeit vom Job. Sie sind vielleicht die klassischen Sabbatical-Nehmer*innen.

Angestellte im Alter ab 60 Jahren nutzen die Möglichkeit eines Sabbaticals gerne als früheren Einstieg in den Ruhestand. Das Prinzip der Altersteilzeit ähnelt beispielsweise sehr dem Teilzeit-Modell, für das sich viele Sabbaticalanwärter*innen entscheiden, so übrigens auch ich.

Du siehst: das Sabbatical kennt kein Alter. Möglichkeiten eine Auszeit zu machen, ergeben sich in jeder Lebenslage und im jedem Alter! Aber wenn es am Zeitpunkt also nicht liegt, woran kann ich dann bemessen, ob die Zeit reif ist für eine Auszeit?

Der Moment, in dem eine Auszeit eine echte Option wird

Bestimmt kennst du diese Situation aus deinem eigenen Leben, aus dem Bekanntenkreis oder sogar aus Filmen und TV-Serien: jemand trifft eine wirklich einschneidende Entscheidung, z. B. seinen Job hinzuschmeißen, um die sieben Weltmeere mit einem Segelboot zu erkunden. Es gibt ziemlich genau zwei Reaktionen anderer Menschen auf solche Entscheidungen:

  1. Wow, total krass und verrückt! Sowas könnte ICH ja nie machen…
  2. Wow, total krass und verrückt! Das mache ich jetzt auch!

Der amerikanische Schriftsteller und Philosoph Henry David Thoreau hat einmal gesagt:

„Nur der Tag bricht an, für den wir wach sind.“

Henry David Thoreau, Autor von „Walden“ u. a.

Ich denke, seine Worte sind absolut zutreffend: wir sehen nur die Möglichkeiten, die wir bereit sind, zu sehen. Ich denke auch, dass Menschen, die auf die 1. Weise reagieren, einfach (noch) nicht sehen, dass auch sie die Verwirklichung ihrer Träume vor ihre beruflichen Verpflichtungen stellen könnten. Sie sehen es nicht, also scheint es für sie auch nicht möglich zu sein. Sie verlieren sich in Ausreden und Rechtfertigungen, warum sie das nie könnten. Viele tun dies übrigens ganz unbewusst. Es ist vielmehr ihr antrainiertes Muster.

Menschen, die auf die 2. Weise reagieren und sagen „Klasse, das mache ich jetzt auch!“ sind bereit, den gleichen Weg einzuschlagen und eine einschneidende Entscheidung zu treffen. Sie sehen die Chance und nehmen ihre Möglichkeiten wahr. Das macht sie nicht besser als die erste Gruppe, aber es macht sie zu Menschen, die bereit für Veränderungen sind. Was heißt das nun für unsere Suche nach dem perfekten Zeitpunkt für ein Sabbatical?

Nun ja, Menschen, die erkennen, dass sie bereit für eine Veränderung, reif für eine Auszeit vom Arbeitsalltag sind, sind meistens auch bereit ins Handeln zu kommen. Sie sind gewillt, ungemütliche Hürden und Herausforderungen zu meistern, um ihrem Traum von einer Auszeit näherzukommen. Man könnte auch sagen, sie sind sich ihrer Lage bewusst, erkennen eine gewisse Unzufriedenheit in ihrem Leben. Sie wissen auch, dass sie selbst etwas an ihrer Lage ändern können. Sie kennen ihre Schmerzpunkte. Im Blogbeitrag 9 triftige Gründe für ein Sabbatical habe ich bereits einige dieser Schmerzpunkte aufgezählt. Vielleicht erkennst du auch dich in einem oder mehreren Punkten wieder?

Eine 2016 in Deutschland durchgeführte Studie kam zu dem Schluss, dass vor allem das Bedürfnis nach Zeit für sich selbst, Reisen und die Selbstfindung Gründe für Arbeitnehmer*innen sind, um ein Sabbatical einzulegen. Ich habe dir die TOP 6 Beweggründe noch einmal veranschaulicht:

Wenn du dir die genannten Gründe anschaust, dürfte dir eins auffallen: ihnen allen liegt eine Unzufriedenheit oder ein dringendes Bedürfnis zu Grunde.

Der Wunsch nach einer Rückkehr zu sich selbst, zum eigenen Lebenssinn und der Befriedigung der eigenen Bedürfnisse, z. B. nach einer längeren Reise, stehen eindeutig hoch im Kurs! Ein akutes Zeichen, dass eine Auszeit bitter nötig ist, ist übrigens auch eine angeschlagene mentale Gesundheit. Nicht verwunderlich also, dass die Überwindung bzw. das Abwenden eines Burnouts, einem Gefühl des Ausgebranntseins, unter den TOP 6 Beweggründen zu finden ist.

Gibt es ihn denn nun: den perfekten Zeitpunkt für ein Sabbatical?

Ich sage: Nein, es gibt keinen perfekten Zeitpunkt für ein Sabbatical. Der perfekte Zeitpunkt für ein Sabbatical, lässt sich nicht an Zeit bemessen. Es gibt kein perfektes Alter, keine perfekte Station im Arbeitsleben, keine perfekte Lebensplanung. Der perfekte Zeitpunkt ist gekommen, wenn du dich bereit dazu fühlst und dein Herz, Körper und Verstand sich nach einer Auszeit sehnen. Die unterschiedlichen Gründe, die wir uns bereits angeschaut haben, sind perfekte Wegweiser zur Beantwortung deiner Frage nach dem perfekten Zeitpunkt.

Wie du vielleicht aus eigener Erfahrung schon weißt, gibt es für nichts einen „perfekt geplanten Zeitpunkt“. Das höre ich auch oft von Freunden und Bekannten, die eine Familie gründen, ein Haus kaufen oder einen großen Umzug planen wollen. Das Leben hält sich an keinen Plan, denn:

„Leben ist das, was passiert, während du damit beschäftigt bist, andere Pläne zu machen.“

John Lennon

Daher meine Herzensempfehlung für dich: wenn DU dich reif fühlst für eine Auszeit vom Alltag, dann ist genau JETZT der richtige Zeitpunkt für dich. Egal, wo du in deinem Leben stehst und welches Alter du hast.

Die Frage ist doch viel eher: bist du bereit loszugehen und deinen Herzenswunsch wahrzumachen? Falls du diese Frage schon mit einem lauten JA beantworten kannst, lege ich dir meinen kostenlosen 5-Schritte-Plan für deine Auszeit vom Job sehr ans Herz. Du kannst ihn dir HIER herunterladen und sofort mit deiner Planung loslegen:

Schreib doch gerne in die Kommentare, ob du dich JETZT bereit fühlst für eine Auszeit vom Job! Welche Beweggründe dienen dir als Wegweiser? Willst du auf einen bestimmten Zeitpunkt warten oder hörst du auf dein Herz und legst jetzt los?

Ich freue mich auf den Austausch mit dir!

Deine Bea

5 Tipps, wie du dein Sabbatical locker finanzieren kannst

Im Blogbeitrag „Wie viel kostet ein Sabbatical?“ haben wir uns bereits angeschaut, was du bei der finanziellen Planung deiner Auszeit vom Job berücksichtigen solltest. Ausgehend von dem, was du in dieser Zeit unternehmen möchtest,

solltest du nun eine ungefähre Ahnung haben, welche Kosten auf dich zukommen. Lies gerne noch mal in den Beitrag rein, denn heute teile ich mit dir 5 Tipps, wie du dein Sabbatjahr ganz easy finanzieren kannst.

Mit „Finanzierung“ ist übrigens und unmissverständlich KEIN KREDIT gemeint. Bitte mach nicht den Fehler und leihe dir Geld für eine Weltreise oder was auch immer du vorhast. Ich möchte dir stattdessen zeigen, wie du fokussiert und mit einem klaren Ziel vor Augen, LOCKER Geld zur Seite legen kannst. So steht deiner persönlichen Auszeit nichts mehr im Wege und du musst nach deiner Rückkehr keine Schulden und Zinsen zurück zahlen. Du willst die 5 Tipps für die Finanzierung deines Sabbaticals erfahren? Dann lass uns loslegen!

Übrigens: alle Links im Text zu anderen Seiten und Produkten sind nur Empfehlungen von mir und keine bezahlte Werbung.


Tipp #1: Kenne deine Finanzen!

Klaro, ohne Status Quo Analyse brauchen wir gar nicht erst anfangen. Das solltest du über deine Finanzen wissen:

  1. Wie hoch sind deine monatlichen Einnahmen und Ausgaben aktuell? (Stichwort Haushaltsbuch!)
  2. Wie hoch sind deine aktuellen Rücklagen für Notfälle (auch Notgroschen genannt)?
  3. Hast du weitere Rücklagen, z. B. auf einem Sparbuch, Tagesgeldkonto oder gar auf dem Girokonto?
  4. Wie viel Geld kannst du nach Abzug aller Fixkosten jeden Monat zusätzlich zur Seite legen?
  5. Wie viel Geld wirst du für dein Sabbatical, deine Auszeit, benötigen? Was hast du geplant?
  6. Kannst du während deines Sabbatjahres mit Einkommen rechnen? (Welches Sabbatical Modell wählst du?)

Wenn du deine aktuelle finanzielle Situation kennst, kannst du auch für deine Zukunft besser planen. Das gilt übrigens generell und nicht nur für diejenigen, die sich den Traum vom Sabbatical erfüllen wollen.

Tipp #2: Fang mit dem (richtigen!) Sparen an!

Okay, du kennst deine Ausgangsposition und weißt, wo es finanziell hingehen soll. Wenn zwischen deinem IST und deinem SOLL noch eine Lücke klafft, gilt es, diese zu schließen. Soll heißen: jetzt kommt der Teil mit dem Sparen.

Wie Sababtical finanzieren
Wie kann ich mein Sabbatical finanzieren? Mit dem richtigen Sparen fällt es dir leichter!

Obwohl die Deutschen oftmals als risikoscheue Sparer bekannt sind und sich seit der Corona-Pandemie noch einmal zusätzlich die Sparquoten erhöhen, hat Sparen an sich echte Imageprobleme. Ja, Sparen ist langweilig – Kohle sinnlos zum Fenster rauswerfen aber bekloppt. Nun sparen wir ja nicht „einfach so“, sondern weil wir uns eine wundervolle und vielleicht einmalige Auszeit vom Job schaffen und gestalten wollen.

Behalte deine Ausgaben im Blick

Deine Nr. 1 Stellschraube beim Sparen sind immer deine Ausgaben. Wenn du deinen Status Quo kennst, weißt du auch, wofür dein Geld eigentlich so drauf geht. Ich bin bestimmt nicht die erste, die dir erklärt, dass der tägliche Latte Macchiato to go und das belegte Brötchen vom Bäcker Ausgaben sind, die du mal überdenken solltest. Die gängigen Spartipps für den Alltag wiederholen sich eigentlich immer, daher möchte ich dir hier einen Blogbeitrag von der großartigen Natascha Wegelin aka Madame Moneypenny ans Herz legen: Die besten Spartipps.

Wenn du einen bestimmten Betrag im Monat übrig hast, empfehle ich dir außerdem, diesen nicht auf deinem Girokonto liegen zu lassen. Ich kann davon ein Lied singen: es dümpelt so ein fester Betrag auf dem Konto dahin, den man niemals anrühren möchte. Und manchmal, hoppla, passiert es doch, dass man mal 20, 50, 100€ davon abzwackt. Macht nichts, nächsten Monat ist der Betrag wieder voll. Oder doch nicht?

Lege dir ein extra „Sabbatical Konto“ an

Wirklich sicher vor dir selbst und Spontankäufen sparst du dein Geld am besten auf einem separaten Sparkonto, wie einem Tagesgeldkonto. Ein Tagesgeldkonto ist nichts anderes, als ein Konto, von dem keine Überweisungen oder Lastschriften abgehen und auf dem man teilweise sogar noch ein klitzekleines bisschen Zinsen (bis zu 0,4%) bekommt. Klar, damit baust du kein Vermögen auf, aber darum geht es uns hier auch nicht. Das Geld auf deinem Tagesgeldkonto ist sicher vor Spontankäufen oder unerwarteten Abbuchungen. Trotzdem kommst du innerhalb eines Tages an das Geld ran, es ist also weiterhin schnell verfügbar für dich. Bei vielen Girokonten gibt es ein Tagesgeldkonto gleich mit dazu. Ansonsten empfehle ich dir den Tagesgeld-Vergleich von Finanztip. Wenn du noch kein Tagegeldkonto hast, wirst du hier auf jeden Fall fündig.

Übrigens gibt es einige Onlinebanken (für das mobile Banking via Smartphone), die das Einrichten von Unterkonten, sog. Pockets oder Places, ermöglichen. Das Prinzip funktioniert so: du hast zu deinem Girokonto mehrere Unterkonten, die du anlegen kannst, um verschiedene Sparziele zu erreichen. Ich selbst nutze dafür zusätzlich zum Girokonto ein separates Konto bei der Tomorrow Bank. Hier habe ich mehrere Pockets angelegt, um mein Geld sicher zu parken sowie um Sparziele wie den Notgroschen, Geld für mein Sabbatical oder Urlaubsgeld zu überblicken und zu erreichen. Ähnliche Anbieter sind N26 oder auch Vivid.

Glaub mir, wenn du deine monatliche Sparrate an jedem Monatsanfang auf dein Tagesgeld- oder Sparkonto überweist, hast du als erstes dich und deine Träume bezahlt und zusätzlich ein gutes Gefühl dabei. Aus den Augen, aus dem Sinn! So trickst du ein kleines bisschen dich selbst aus…

Vorsicht bei Festgeld und Investitionen an der Börse

Wenn du dich mit dem Thema Finanzen schon intensiver beschäftigt hast, denkst du vielleicht sogar daran, dein Geld für ein Sabbatical auf ein Festgeldkonto zu packen. Je nachdem wie lang deine Wartezeit für deine Auszeit noch dauert, kann das sogar Sinn machen. Auf einem Festgeldkonto legst du eine bestimmte Summe, z. B. 5000€, für einen festen Zinssatz an. Hierbei solltest du aber unbedingt die Laufzeit beachten. Wenn du vertraglich vereinbarst, dass du dein Geld 3 Jahre lang anlegst, dann kommst du auch nicht eher an dieses Geld ran, sollte sich dein Leben anders entwickeln als du es geplant hast. Auf einem Festgeldkonto solltest du also nur Geld parken, welches du wirklich absolut nicht für Notfälle brauchen könntest.

Auch vom Investieren deines Geldes in Aktien oder ETF würde ich persönlich abraten. Wenn es um Investitionen an der Börse geht, kannst du zwar schnell Geld gewinnen, aber ganz schnell auch wieder verlieren. Lass dich vom aktuellen Aktienhype nicht nervös machen. Wenn du langfristig, z. B. für die Altersvorsorge, anlegen willst, dann tu das. Mit langfristig meine ich übrigens nicht ein Jahr, wie manche „Finanz-YouTuber“ sondern 10, 15, 20 Jahre oder länger. Für kurzfristige Ziele wie ein Sabbatical würde ich mein Geld niemals investieren. Schließlich willst du dein Erspartes zu einem bestimmten Zeitpunkt verfügbar haben. Gehe hier also lieber den sicheren statt den renditestarken Weg.

Jetzt, wo du weißt, wie du am besten Sparen kannst, geht es darum, motiviert am Ball zu bleiben!

Tipp #3: Setze dir emotionale Ziele!

Stell dir vor, du bist Bogenschütze und möchtest deine Zielscheibe treffen. Aber, was und wo ist dein Ziel eigentlich? Ohne Ziel weißt du als Bogenschütze nicht, wohin du deinen Pfeil schießen sollst, du kennst die Entfernung nicht, weißt nicht, wie groß deine Zielscheibe ist und welche möglichen Hindernisse und Hürden (Windstärke, Sichtweite, Flugbahn des Pfeils etc.) du beachten musst. Wenn du eine Zielscheibe vor Augen hast, kannst du dich darauf konzentrieren.

Jetzt packen wir noch eine Ladung Emotionen on top: stell dir vor, du bist Bogenschütze und musst das Auge deiner Zielscheibe treffen, um dein Überleben und das deiner liebsten Menschen zu sichern. Jetzt wäre es nicht mehr nur „ganz nice“, die Zielscheibe zu treffen. DU WILLST SIE JETZT AUCH TREFFEN! Und du willst verdammt noch mal mitten ins Zentrum der Zielscheibe treffen!

Keine Angst, ich will aus dir keinen Bogenschützen machen. Ich will dir aber verdeutlichen, was der Unterschied ist zwischen

  • Ein Ziel oder kein Ziel zu haben
  • Ein Ziel zu haben, das ganz nett wäre
  • Ein Ziel zu haben, das man auf jeden Fall und ohne Kompromisse erreichen will, weil alles andere inakzeptabel ist.

Na, fühlst du die Emotionen? Zurück zum Thema Sabbatical: willst du einfach mal frei haben und schauen, was so passiert? Dann ist das völlig legitim, du läufst aber Gefahr, etwas ziellos umher zu steuern. Wäre es für dich ganz nett, wenn du in deiner Auszeit vom Job, ein bisschen reisen könntest? Super, das ist ja schon mal ein Anhaltspunkt!

Visualisiere deine Ziele

Wenn du aber bereits weißt, dass du dein Sabbatical nutzen willst, weil du endlich diese Reise nach Australien, diese Ausbildung zum Ernährungscoach oder was auch immer machen willst, weil du es nicht auf „später“ verschieben kannst, weil niemand weiß, wann und was „später“ einmal ist, dann hast du dein Ziel mit einer gewaltigen Portion Emotionen verknüpft. Es gibt für dich keinen Kompromiss: mit „ein bisschen reisen“ wirst du es nicht nach Australien schaffen. Mit „ein bisschen weiterbilden“ wirst du am Ende kein ausgebildeter Ernährungscoach sein.

Daher rate ich dir: kenne deine Ziele und verknüpfe sie mit Emotionen. Was ich damit meine, ist folgendes: stelle dir vor, wie es sich anfühlt, dein Ziel erreicht zu haben. Stell dir vor, du stehst am Strand des Pazifischen Ozeans, atmest australische Seeluft, schnorchelst am Grand Barrier Reef und verbringst eine unglaubliche Nacht unter dem endlosen Sternenhimmel des Outbacks. Wie fühlt sich das an? Solche „Gedankenreisen“ nennt man auch Visualisieren. Nimm dir ruhig regelmäßig 5-10 Minuten Zeit, schließe deine Augen und stell dir vor, du bist bereits da, wo du in deinem Sabbatical sein willst.

Alternativ kannst du für die Reise nach Australien oder die Ausbildung zum Ernährungscoach jedes beliebige Ziel einsetzen, welches du dir für dein Sabbatical vorgenommen hast. Die Emotionen, die du mit diesem Ziel verknüpfst, halten dich bei der Stange! So fällt es dir leichter, Geld zu sparen und zur Seite zu legen. Denn du weißt jetzt, auf welchen Moment du dich so sehr freuen kannst. Du sparst nicht für irgendeinen Zeitpunkt für irgendjemanden, sondern für dich und deine Auszeit.

Wenn du noch Inspiration für deine Auszeit vom Job brauchst, dann lass dich von 111 Ideen inspirieren, die ich für dich zusammengestellt habe!

Tipp #4: Erhöhe deine Einnahmen!

Ich habe dir bereits Tipps genannt bzw. verlinkt, wie du deine Ausgaben im Blick behältst und verringern kannst. Aber irgendwann ist mit dem Reduzieren der Ausgaben Schluss. Miete, Lebensmittel, Versicherungen stellen Ausgaben dar, auf die wir nicht verzichten können, um zu leben. Daher geht es jetzt an die Einnahmen!

Vielleicht fragst du dich, wie du neben deinem Job noch andere Einnahmen generieren sollst. Tja, ich bin eine große Verfechterin von „Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg!“. Überlege dir daher, was du zusätzlich zu Geld machen kannst.

Meiner Meinung nach hast du hier zwei Möglichkeiten:

  1. Mache aus materiellen Dingen, die ihre Aufgabe bei dir erledigt haben und die du nicht mehr brauchst, Geld!
  2. Mache aus dir und deinen Talenten Geld!

Zu Punkt 1: miste deinen Kleiderschrank aus, leere dein Bücher- und DVD-Regal, plündere deinen eigenen Keller und schau, was du verkaufen kannst. Das müssen keine teuren Schätze sein. Gerade Dinge, die wir irgendwo verstaut und ewig nicht mehr benutzt haben, sammeln sich doch ständig irgendwo an. Positiver Nebeneffekt: ausmisten ist wie Balsam für die Seele. Also raus und weg mit dem Zeug!

Zu Punkt 2: kannst du ein Instrument spielen und andere darin sogar unterrichten? Kennst du dich mit PHP und SQL aus? Dann biete anderen doch deine Kenntnisse und Hilfe gegen Bezahlung an. Über Nebenjobs habe ich im Beitrag zu den Sabbatical-Kosten bereits geschrieben. Daher hier nur in Kürze: überlege dir, ob du ein Nebengewerbe anmelden kannst. Selbst wenn es „nur“ Affiliate Marketing ist. Auch so kommt zusätzliches Geld rein.

Und nicht vergessen: das zusätzliche Geld wandert natürlich sofort auf das separate Spar- oder Tagesgeldkonto. Denn wir sparen für uns und unsere Auszeit vom Job. Aus den Augen, aus dem Sinn – du weißt schon.

Und last but not least…

Tipp #5: Dranbleiben!

Mit den Tipps #1 bis #4 bist du schon gut aufgestellt. Das nützt aber alles nichts, wenn du am Ende nicht dran bleibst.

Am besten automatisierst du Vorgänge wie das Sparen, d. h. du richtest dir einen Dauerauftrag für deine Sparquote ein. Dein „Sabbatical-Geld“ ist dir sicher, wenn du es rechtzeitig woanders parkst. Du solltest bei der Reduzierung deiner Ausgaben auch nicht zu verbissen sein. Natürlich sollst du dein Leben auch im Hier und Jetzt genießen. Richte dir unbedingt auch ein Budget ein, welches du jeden Monat „auf den Kopf kloppen“ darfst. So hast du trotz Sparen nicht das Gefühl, auf Lebensqualität und Spaß verzichten zu müssen.

Tipp #3 halte ich für unglaublich wichtig – daher: erlaube dir, zu träumen. Träume von deinen Träumen, stell dir vor, wie es sich anfühlt, wenn sie sich erfüllen. Das hält deine Motivation hoch und du weißt, warum du überhaupt sparst oder dich über mehrere Jahre nur zu 75% bezahlen lässt, obwohl du 100% Arbeitszeit leistest. Deine Zeit wird kommen!

Nutze die Wartezeit auf dein Sabbatical für alles Organisatorische drum herum. Informiere dich über Reiserouten oder grundlegendes Wissen für die Weiterbildung, die du machen möchtest. Nur bleib auf jeden Fall dran!


Ich hoffe, ich konnte dir mit diesen 5 Tipps zur Finanzierung deines Sabbaticals weiterhelfen. Hast du weitere Tipps und Tricks auf Lager, wie man ein Sabbatjahr finanzieren kann? Dann teile diese gerne in den Kommentaren!

Leg los und plane deine Auszeit vom Job!

Deine Bea

Wie viel kostet ein Sabbatical?

Die Idee, eine Pause vom Alltag einzulegen, klingt toll, oder? Wahrscheinlich fallen dir früher oder später auch jede Menge Sachen ein, die du eigentlich schon immer mal machen wolltest. Und vielleicht stellst du dir nach

einem gehörigen Brainstorming die Frage aller Fragen…“Wie viel kostet mich mein Sabbatical eigentlich?!“ Es ist super wichtig, sich darüber bereits in der Planungsphase Gedanken zu machen! Also lass uns einen Blick auf die Kosten für deine Auszeit werfen.

Da wir Menschen beim Thema Geld oftmals etwas emotionaler werden, als wir es eigentlich müssten, habe ich noch eine wichtige Message für dich:

Eventuell wirst du beim Weiterlesen gleich über größere Summen an Kosten stolpern. Lass‘ dich davon bitte nicht abschrecken. Die Erinnerungen und die Erfahrungen, die du während deines Sabbaticals sammeln wirst, sind unbezahlbar. Unbezahlbar.

Was steht auf deiner Bucketlist?

Wenn wir uns anschauen wollen, wie viel Geld du für dein Sabbatical einplanen musst, sollte dir zumindest im Groben klar sein, was du eigentlich alles unternehmen und erleben willst. Also, was steht auf deiner Bucketlist? Denn eine Weltreise erfordert eine ganz andere Rücklagensumme als eine 3-monatige Ausbildung oder 6 Monate Auszeit, um eine Nebentätigkeit aufzubauen.

Mach‘ dir also klar: wofür will ich meine freie Zeit nutzen? Wenn du den Grund für dein Sabbatical weißt, hast du immerhin schon eine ungefähre Ahnung, was dich auch finanziell erwartet. So kannst du die Kosten für dein Sabbatical schon genauer auflisten.

Wie viel kostet eine Weltreise?

Für die Lieblingsbeschäftigung der Auszeitnehmer, nämlich das Bereisen sämtlicher Länder dieser Erde, habe ich mal ein wenig Recherche betrieben. Das Ergebnis: für 1 Jahr Weltreise musst du 10.000 € bis 15.000 € einplanen.

Woher ich diese Zahlen nehme? Von Erfahrungen anderer Blogger, vornehmlich von Reisebloggern. Wichtig ist hierbei natürlich der Reisestandard, mit dem du dich identifizieren kannst. Muss es für dich immer ein 3-Sterne-Hotel sein oder schläfst du lieber im Schlafsack und Zelt? Bist du lieber als Backpacker größtenteils zu Fuß, mit dem Rad oder gar mit einem Campervan unterwegs? Wie viel Geld willst du pro Monat, Woche, Tag ausgeben? Das klingt alles viel zu abstrakt und schwer kalkulierbar? Das ist es auch. Schließlich hat jede*r andere Bedürfnisse und Vorlieben. Dennoch gibt es zahlreiche, hilfreiche Blogs, die dir dabei helfen, deine Reisefinanzierung zu kalkulieren. Die meisten Infos zum Thema Weltreise habe ich hier gefunden:

www.geh-mal-reisen.deHier gibt es eine Übersicht über die Kosten einer Weltreise sowie Tools & Tipps für die finanzielle Planung.
www.wetraveltheworld.de11 Reiseblogger verraten dir in einem Beitrag, wie teuer ihre jeweilige Reise war. Super, um eine ungefähre Einschätzung deiner persönlichen Vorhaben zu erhalten, da jede*r Blogger*in auf andere Art und Weise unterwegs war.

Beim Thema Reisen kann es keine festen Kosten geben, die für alle gleich zutreffen. Plane deine Reise, mach dir Gedanken, worauf du auch verzichten und wo du sparen könntest, aber auch was du dir unbedingt selbst ermöglichen willst. Die Kunst hierbei ist wahrscheinlich, nicht zu kleinlich zu werden. Denn du weißt ja, das Leben geschieht, während wir dabei sind, Pläne zu schmieden.

Vergiss deine Fixkosten nicht!

Bei aller Vorfreude auf deine Auszeit und auf das, was du vorhast, solltest du auf keinen Fall deine Fixkosten vergessen. Dazu zählen nicht nur deine Fixkosten, die eventuell weiterhin zu Hause anfallen, wie Miete, Versicherungsbeiträge, Kreditraten usw., sondern auch die Fixkosten, die dich bei deinem Vorhaben begleiten werden. Das können monatliche Beiträge zur Auslandskrankenversicherung sein oder auch Spritkosten, wenn du mit dem Campervan unterwegs bist.

Wenn du keine Ahnung hast, wie hoch deine jetzigen Fixkosten im Alltag sind, rate ich dir dringend dazu, diese einfach mal zusammenzustellen. Dabei helfen herkömmliche Haushaltsbücher, in denen du handschriftlich deine monatlichen Einnahmen und (wahrscheinlich hauptsächlich) Ausgaben einträgst. Es gibt jedoch auch zahlreiche Excel-Vorlagen im World Wide Web. Wenn du deine Fixkosten eher auf dem Smartphone tracken willst, empfehle ich dir kostenlose Apps wie Haushaltsbuch Money Manager, Monefy oder SayMoney. Wenn es etwas detaillierter haben willst, ist die App Finanzguru vielleicht etwas für dich. Bei den meisten Onlinebanking Portalen gibt es übrigens auch die Möglichkeit, deine monatlichen Ausgaben in Kategorien einzuteilen. Das hilft bei der Führung eines Haushaltsbuches ungemein!

Du findest, die Themen Fixkosten und Haushaltsbuch klingen öde? Mag sein, das gehört aber dazu, wenn du keine böse finanzielle Überraschung erleben willst, weil du aus Versehen die jährliche Abbuchung der KFZ-Steuer oder eines Versicherungsbeitrages vergessen hast. Es lohnt sich also!

Finde das passende Sabbatical-Modell

Die Auswahl des passenden Sabbatical-Modells hängt nicht nur damit zusammen, wie lange deine Auszeit dauern soll. Was du unternehmen möchtest, wie viel dich das kostet und wie du dir deine perfekte Auszeit finanzieren kannst, spielen ebenfalls eine wichtige Rolle. Du siehst, es hängt alles eng zusammen!

Während du beim Teilzeit-Modell davon ausgehen kannst, auch während deiner Freizeitphase monatlich Geld von deinem Arbeitgeber zu erhalten, bekommst du in 3 Monaten unbezahltem Sonderurlaub natürlich keinen Lohn. Sei ehrlich zu dir selbst und schätze deine finanziellen Möglichkeiten realistisch ein. Leider haben die wenigsten Menschen große finanzielle Rücklagen übrig, um mal eben eine Weltreise zu bezahlen.

Wähle das Modell, mit dem du deine Auszeit vom Job realisieren möchtest, mit Bedacht aus. Es bringt nichts, auf Teufel komm raus eine mehrere Monate andauernde Auszeit zu nehmen, in der du finanziell aber kaum über die Runden kommst. Für ein Sabbatical entscheidet man sich meistens nicht von heute auf morgen. Nimm‘ dir die Zeit, die du für die richtige Planung und vielleicht auf fürs Sparen benötigst.

Kannst du mit weiteren Einnahmen rechnen?

Wenn du weißt, wie hoch die Ausgaben für deine Vorhaben und deine Fixkosten sind, hast du schon einmal einen guten Überblick darüber, wie viel dein Sabbatical kostet. Du kennst also ungefähr die Summe, die du verfügbar haben oder noch ansparen musst, um dir deine perfekte Auszeit finanzieren zu können.

Nun gibt es Menschen, die schaffen es immer, irgendwie zu Geld zu kommen. Damit meine ich keine illegalen Tricks sondern Menschen, die einfach machen.

Du willst unbedingt nach Australien, aber dein Erspartes reicht gerade einmal für Hin- und Rückflug und für ca. 2 Wochen Aufenthalt? Dann mach‘ ein Work & Travel daraus! Du arbeitest während deines Auslandaufenthaltes, verdienst dir so dein Geld vor Ort und lernst die Kultur, Sprache und Leben der Menschen wahrscheinlich viel besser kennen als jede*r Tourist*in. Informiere dich im Netz über Möglichkeiten, in deinen Wunschländern für dein Reisegeld zu arbeiten, z. B. auf www.auslandsjob.de.

Wenn du generell nicht davon abgeneigt bist, während deines Sabbaticals nebenher etwas zu arbeiten, kommt vielleicht auch die Arbeit als Freelancer*in für dich in Frage, also als freie*r Mitarbeiter*in. Beliebt ist auch die Arbeit als Virtual Assistant, auch VA genannt. Davon hast du noch nie etwas gehört? Es handelt sich hierbei um Aufträge, die du als VA für andere Leute, Unternehmen, Firmen etc. ausführst, z. B. die Betreuung des Social Media Kanals, die Erstellung einer Webseite, das Schreiben von Texten oder das Schneiden von Videos und Podcasts. So kannst du bequem von überall aus arbeiten, entsprechende Kenntnisse, Talent, notwendige Technik und Internetzugang vorausgesetzt. Achtung! Du brauchst hierfür ggf. eine Gewerbeanmeldung und kannst diese Tätigkeit nicht einfach „schwarz“ ausführen. Wenn du mehr darüber erfahren willst, stöbere mal bei www.fernarbeit.net, www.virtual-assistant-woman.de oder www.freelance.de.

Wenn du während deiner Auszeit durch Arbeit zusätzlich Geld verdienst, eröffnen sich dir noch einmal ganz andere Möglichkeiten. Und das Wichtigste: du sammelst Erfahrungen und Erinnerungen, die dich am Ende reicher machen.

Fazit: Planung ist die halbe Miete!

Tja, wie viel kostet ein Sabbatical nun? Ich hoffe, du bist nicht enttäuscht, weil ich dir keine Tabelle aufgezeigt habe, in denen du sämtliche Sabbatical-Vorhaben und die exakten dazugehörigen Kosten aufgelistet findest. Das funktioniert so einfach nämlich nicht!

Vielleicht fällt es dir schwer, die genauen Kosten deines Sabbaticals aufzuschlüsseln. Klar, hinterher ist man immer schlauer. Mein Rat an dich lautet dennoch:

  • Mach dir genaue Gedanken dazu, was auf deiner Bucketlist steht
  • Informiere dich über die anzunehmenden Kosten
  • Wähle dein Sabbatical-Modell mit Bedacht aus
  • Beurteile deine finanziellen Möglichkeiten realistisch und ehrlich
  • Schau, ob du neben eventuell Erspartem oder Lohnauszahlung während deiner Freistellung noch andere Einnahmen erwarten kannst.

Gut vorbedacht, ist halb gemacht! Werde bei deiner Planung aber auch nicht zu kleinlich. Schätze Kosten lieber großzügiger als zu knapp. So erfreust du dich am Ende eher noch über Reserven als dass du in finanzielle Not gerätst. Lass dich von hohen Summen, die du erst noch ansparen musst, nicht entmutigen. Das richtige Mindset und Tricks, wie du deine Sparziele ganz sicher erreichen kannst, spielen hierbei eine wichtige Rolle.

Leg‘ los und plane deine Auszeit vom Job!

Deine Bea

9 triftige Gründe, warum du ein Sabbatical einlegen solltest

Wenn der Wunsch nach einem Sabbatical in uns heranwächst, kann das viele unterschiedliche Gründe haben. Dem einen sind die Gründe

bewusst, der anderen eher nicht und es wird erst einmal nach einem „guten Grund“ für eine berufliche Auszeit gesucht. Dieser Beitrag liefert dir daher 9 triftige Gründe für ein Sabbatical.

Grund #1: Raus aus dem Hamsterrad

Achja, das gute alte Hamsterrad. Viele von uns wissen gar nicht so richtig, wie sie da reingeraten sind und nicht alle haben ein Problem mit diesem Hamsterrad. Wenn du hier bist, weil du nach der Pause-Taste in deinem Leben suchst, dann hast du aber höchstwahrscheinlich ein Problem damit und willst raus aus dem Arbeitsalltag.

Stell‘ dir mal vor, es ist Montag – und du musst nicht hin! Kein Sonntagabend, an dem du gedanklich schon die Herausforderungen der kommenden Woche durchgehst, kein Montagmorgen, an dem du dich nach dem 3. Mal Drücken der Snooze-Taste aus den Federn quälst, kein Termindruck, keine Deadlines – einfach nur der Morgen eines neuen Tages. Nicht mehr und nicht weniger.

Richtig gelesen: es ist durchaus ein triftiger Grund, ein Sabbatical einzulegen, wenn du einfach nur mal deine Ruhe haben willst. Du musst kein fancy Vorhaben geplant haben, vielleicht ergibt sich das ein oder andere von allein. Ich behaupte, einfach mal bewusst runterzufahren, ja sich gar zu langweilen, kann uns nur dabei helfen, unsere Gedanken zu sortieren und die Tage wieder bewusst zu erleben. Genau dafür eignet sich ein Sabbatical.

Grund #2: Die Welt bereisen

Der wohl berühmteste Grund und das, woran die meisten Menschen auch denken, wenn sie „Sabbatical“ hören. Auch mir wurden Fragen gestellt wie „Ach, du willst wohl eine Weltreise machen?!“ oder „Wo willst du überall hin?!“

Nun, egal ob Weltreise oder „nur“ auf einen anderen Kontinent oder „nur“ in ein anderes Land oder gar „nur“ durch Deutschland: Reisen ist einer der am häufigsten genannten Gründe, warum sich Menschen für ein Sabbatical entscheiden. Quasi, als Erweiterung des Jahresurlaubs. Bei einem gesetzlichen Urlaubsanspruch von 20 Tagen bei einer 5-Tage-Woche erscheint eine Reise nach Australien, Argentinien, in die USA oder nach Südafrika auch nicht wirklich lohnenswert. Kaum angekommen in der neuen Welt, hat man das Abreisedatum direkt schon vor Augen und den Stress, den man sich macht, um möglichst viel von Land, Leuten und Kultur entdecken zu können, dürfte wohl kaum zur Erholung beitragen.

„Der Reisende sieht Dinge, die ihm unterwegs begegnen. Der Tourist sieht das, was er sich vorgenommen hat, zu sehen.“

G. K. Chesterton

Ein Sabbatical ist daher perfekt geeignet, wenn du für eine längere Zeit auf Reisen gehen willst, ganz ohne Zeitdruck.

Grund #3: Zeit für Partnerschaft, Familie & Freunde

Es gibt Situationen in unserem Leben, die will man einfach mit besonderen Menschen teilen. Wie oft sagen wir zu unserer Partnerin/unserem Partner „Ich finde, wir sollten uns mal wieder so richtig Zeit für uns nehmen.“?

Zwischen all den Verpflichtungen des Alltags kommen gerade die Menschen, die uns am wichtigsten sind, oftmals zu kurz. Es können natürlich auch Familienangehörige und Freunde sein, denen man gezielt mehr Zeit widmen will, z. B. durch einen längeren Besuch oder weil man jemanden auf seinem letzten Weg begleiten will. Oder aber du erwartest mit deiner Partnerin/deinem Partner Nachwuchs! Was gibt es Schöneres, als die ersten Lebensmonate gemeinsam bewusst zu erleben?!

Ein paar gemeinsame Wochen, also Zeit die man bewusst miteinander verbringt, hat schon viele Beziehungen jeglicher Art bereichert. Und diese Erinnerungen sind wertvoller als jede Erinnerung an eine weitere stressige Woche zwischen Job und Alltag zu Hause. Für solch eine Auszeit lohnt sich ein Sabbatical allemal!

Grund #4: Gesundheitliche Prävention

Beim Thema Vorbeugung gegen mentale Erkrankungen kann man gar nicht laut genug werden. Ich erlebe es selbst im Jahr 2021 so häufig, dass die Themen Burnout, Angststörung, Depression totgeschwiegen werden. Bei dienstlichen Besprechungen ist es fast schon „schick“ geworden, sich in den ersten 5 Minuten erst einmal auszutauschen, wer am Tisch aktuell dem größten Stress ausgesetzt ist. Als wäre es ein Wettrennen ins Burnout.

Schluss damit! Wenn du merkst, dass dir der Kopf jeden Tag schmerzt, weil er so voll von Verpflichtungen, Terminen, Aufgaben, Sorgen, Ängsten und Zweifeln ist, ist es höchste Zeit, die Handbremse zu ziehen. Komm zurück ins Hier und Jetzt und lass dich von deinen Gedanken und äußeren Einflüssen nicht hetzen.

„Es scheint ein Gesetz des Lebens zu sein, dass wir uns dann am meisten bereichern, wenn wir uns selbst geben, ganz und gar und aus freien Stücken.“

David Dunn

Psychisch bedingte Fehlzeiten nehmen laut Statistiken immer mehr zu. Doch niemandem ist geholfen, wenn Angestellte, Kolleg*innen, Mitarbeiter*innen wochenlang, ja monatelang ausfallen, um sich von einer mentalen Erkrankung zu erholen.

Gesundheitliche Vorsorge ist einer der dringendsten Gründe (für Arbeitnehmer*innen als auch für Vorgesetzte!) für ein Sabbatical als Auszeit vom Stress und für mehr körperliche und mentale Erholung.

Grund #5: Private oder berufliche Weiterbildung

Du schleichst seit Wochen gedanklich um eine Weiterbildung, ein Coaching oder ähnliches Fortbildungsprogram herum? Dann zögerst du wahrscheinlich noch, weil du ja eigentlich gar keine Zeit dafür hast. Getreu dem Motto: „Wie soll ich das noch in meiner Woche zeitlich unterbringen?!“.

Tja, wie wäre es mit einer beruflichen Auszeit, um dich voll und ganz auf die Weiterbildung konzentrieren zu können? Egal, ob du ein Life-Coaching oder Mentoring Programm wahrnehmen möchtest, dir langfristig eine Nebentätigkeit aufbauen möchtest und dafür eine besondere Ausbildung benötigst oder du eine berufliche Weiterbildung wahrnehmen willst, um dir Aufstiegschancen im Job zu sichern: etwas Neues zu lernen und sich weiterzuentwickeln, ist unbezahlbar! Lebenslanges Lernen ist die Devise! Das einzige, was du benötigst, ist die Willenskraft und natürlich ausreichend Zeit dafür.

Die Vorteile einer Weiterbildung, die dir auch im Job zu gute kommt, wird auch dein Arbeitgeber nicht leugnen können. Schon hast du ganz nebenbei ein gutes Argument für die Genehmigung des Sabbaticals.

Grund #6: Träume, Projekte & Ziele verwirklichen

Jeder Mensch hat einen oder mehrere Träume in seinem Leben. Aber nur einige Menschen schaffen es, diese Träume wahr werden zu lassen. Die anderen begnügen sich mit Ausreden und Rechtfertigungen, warum es jetzt gerade einfach nicht passt und was ihnen sonst noch so im Wege steht. Das Schlimmste, was passieren kann, ist doch eines Tages zu erkennen, dass wir nie gewagt haben zu träumen und nie versucht haben, unsere Träume zu verwirklichen!

„Wenn man träumt, soll man auf nichts verzichten.“

Honoré de Balzac, frz. Schriftsteller und Philosoph

Lass mich Honorés Worte noch mal frei übersetzen: DREAM BIG!

Einer meiner größten Träume ist es, Elefanten in freier, afrikanischer Wildbahn zu erleben und vor Ort etwas zu ihrem Artenschutz beizutragen. Da puckert mein Herz sofort schneller, wenn ich daran denke! Hast du auch so einen Traum?

Viele Lebensträume sind automatisch mit längeren Reisen verbunden, für die der Jahresurlaub einfach nicht ausreicht, z. B.:

  • die Route 66 mit dem Motorrad fahren
  • einen Van ausbauen und damit Europa bereisen
  • den Jakobsweg wandern
  • die Polarlichter sehen
  • den Mount-Everest besteigen
  • eine Safari erleben
  • und vieles mehr!

Wenn du Träume hast, die auf deiner Bucket-List unter den Top5 stehen, dann hör‘ auf nach Ausreden zu suchen. Mach‘ sie wahr, sei proaktiv und verschiebe sie nicht auf dieses ominöse „Später“, von dem niemand so genau weiß, wann es denn eigentlich eintritt. Wer weiß, ob du „später“ überhaupt noch die Möglichkeit hast, deinen Wünschen und Träumen nachzugehen?

Grund #7: Ehrenamtliche Arbeit & Soziales Engagement

Wir alle sind Bewohner*innen dieser Erde und somit trägt jede*r von uns eine gewisse Verantwortung dafür, diese Erde am Leben zu erhalten und etwas zurück zu geben. Um diesem Bedürfnis nachzukommen, ist eine berufliche Auszeit super geeignet.

Es gibt viele Möglichkeiten, dich ehrenamtlich zu engagieren. Das kann ganz regional in deinem Ort, in deiner Stadt sein, z. B. im Tierheim, bei der Tafel oder einer (über-)regionalen Natur- und Umweltschutzorganisation, z. B. bei den NaturFreunden Deutschlands.

Dein Ehrenamt kannst du aber auch gleich mit einer Reise in ferne Länder verbinden. Es gibt viele Organisationen, die Auslandspraktika und Freiwilligenarbeit weltweit vermitteln. Du hast die Wahl:

  • Betreue Kinder in Südafrika
  • Unterstütze ein Straßenkinderprojekt in Ghana
  • Sei dabei, wenn in Ecuador eine ökologische Farmwirtschaft entsteht
  • Leiste einen Beitrag zum Schutz von Meeresschildkröten, Delfinen und Haien in Sri Lanka
  • Setze dich für die Erhaltung der Wildtiere Afrikas ein
  • und und und…

Weitere Infos dazu findest du bei u. a. bei Rainbow Garden Village und Manatapu. Hier wirst du bereits ab der Buchung, vor Ort und bis zu deiner Rückkehr nach Deutschland betreut.

Egal, ob du lokal aktiv werden willst oder ob es dich tausende Kilometer in die Ferne zieht: etwas für andere Menschen, für Umwelt und Tiere zu tun, wird auch dich selbst bereichern.

Grund #8: Zur Ruhe kommen & Klarheit finden

„Wenn der Mensch zur Ruhe gekommen ist, dann wirkt er.“

Francesco Petrarca

Es muss dir nicht so schlecht gehen, dass deine mentale Gesundheit gefährdet ist, um ein Sabbatical einzulegen. Wie gesagt, Vorsorge ist immer besser als Nachsorge. Es spricht also nichts dagegen, wenn du dir ein Sabbatical gönnst, um einfach mal zur Ruhe zu kommen.

In deiner Auszeit könntest du eine Fastenkur in einem ausgewiesenen Wellness Hotel machen. Reinigt Körper und Seele, so heißt es! Oder du legst eine mehrwöchige Pause in einem Yoga Treatment ein. Auch hier hast du wieder die Wahl, diese Pause in Deutschland, in den österreichischen Alpen oder gar auf Bali zu genießen. So ein bisschen wie in „Eat, Pray, Love“ vielleicht.

Tu Dinge, die zu deinem Wohlbefinden beitragen, dich erden und dir schließlich die Erholung und Klarheit bringen, die du brauchst, um Energie aufzutanken und im Anschluss weiter durchstarten zu können!

Grund #9: Neue (berufliche) Wege ausloten

Ganz klar: du hast neben deiner jetzigen Festanstellung eigentlich noch andere Ideen, wie dein Leben verlaufen könnte. Eine Kündigung kommt dir aber so endgültig vor? Dann kann ein Sabbatical quasi als „Kündigung light“ dir überhaupt erst einmal den Freiraum und das Gefühl vermitteln, wie es sich anfühlt, sich privat und/oder beruflich mit etwas ganz anderem zu befassen.

Du kannst die Auszeit nutzen, um einfach ins Fühlen zu kommen oder aber schon aktiv daran arbeiten, neue berufliche Wege einzuschlagen. Vielleicht ist es der Einstieg in eine völlig andere Branche, der Sprung in die Selbständigkeit oder gar der Umzug in ein anderes Land verbunden mit einem Neustart? Streck‘ die Fühler aus, denn auch dafür ist ein Sabbatical bestens geeignet.

Puh, das waren jede Menge gute Gründe für ein Sabbatical, oder nicht?! Ganz egal, welcher Grund für dich ausschlaggebend ist: du bist hier, weil du in dir den Wunsch nach einer Auszeit verspürst. Ich kann dir nur ans Herz legen, diesem Wunsch nachzuspüren. Er kommt sicher nicht von ungefähr…

Diese Liste erhebt natürlich keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Wenn du einen ganz anderen Grund für ein Sabbatical verspürst, lass es mich doch gerne in Form eines Kommentars wissen!

Was auch immer dein Beweggrund ist: leg‘ los und plane deine Sabbatical!

Deine Bea

Welche Sabbatical Modelle gibt es und welches passt am besten zu mir?

Hat sich erst einmal der Gedanke an eine berufliche Auszeit in unserem Kopf festgesetzt, taucht relativ schnell die Frage auf, wie sich das Ganze in der Realität eigentlich umsetzen lässt.

Welche Möglichkeiten und Sabbatical Modelle es gibt, um eine Auszeit mit dem Arbeitgeber zu vereinbaren, erfährst du in diesem Blogartikel. Außerdem schauen wir gemeinsam, welches Modell sich für dich eignet.

Eine ernüchternde Botschaft vorweg:

In Deutschland besteht nach aktuellem Stand nur für Angestellte im öffentlichen Dienst einen Rechtsanspruch auf ein Sabbatical. Dennoch solltest du dich als Angestellte*r in der privaten Wirtschaft davon nicht entmutigen lassen, denn viele Unternehmen und Firmen, kleine wie große, haben mittlerweile die Vorteile des Angebots erkannt und bieten von sich aus unterschiedliche Möglichkeiten an.

Diese Sabbatical-Modelle haben sich in den letzten Jahren etabliert:

  1. Teilzeit-Modell (der Klassiker!)
  2. Zeit(wert)konten (gegebenenfalls mit Fondssparen)
  3. Unbezahlter Sonderurlaub bzw. unbezahlte Freistellung
  4. Elternzeit
  5. Kündigung

Die Praxis zeigt, dass diese Modelle nicht in Stein gemeißelt sind. Soll heißen: manche kombinieren ihre Elternzeit mit einigen Wochen unbezahltem Sonderurlaub. Ich möchte dir dennoch die jeweiligen Modelle genauer vorstellen und bin mir sicher, dass du relativ schnell ein Gefühl dafür bekommst, welches für dich passen könnte.

Los geht’s!

Das Teilzeit-Modell

Der Klassiker unter den Sabbatical-Modellen und auf Grund der vielen Vorteile für Arbeitnehmer und Arbeitgeber auch das Modell, für das ich mich entschieden habe. Die Grundidee ist folgende: du einigst dich mit deinem Arbeitgeber auf einen festgelegten Zeitraum bestehend aus einer Arbeitsphase und einer Freizeitphase. Du gehst sozusagen in Vorleistung mit deiner Arbeit und kannst dich dafür im Anschluss einige Zeit ausruhen. Die Aufteilung könnte so aussehen: 4 Jahre Gesamtlaufzeit, davon 3 Jahre Ansparen und 1 Jahr Freizeit.

Der Name des Modells ist hierbei Programm: hast du bisher in Vollzeit gearbeitet, schließt du mit deinem Arbeitgeber einen Vertrag darüber, zukünftig auf dem Papier nur noch in Teilzeit zu arbeiten. „In echt“ arbeitest du weiterhin in Vollzeit, bekommst aber nur einen Teilzeit-Lohn ausgezahlt. Die Differenz überlässt du zunächst deinem Arbeitgeber auf einem Langzeitkonto, denn davon wirst du auch während deiner Freistellungsphase bezahlt.

Das sähe in Zahlen z. B. so aus:

Vereinbarter ZeitraumAnsparphaseFreizeitphase
1 Jahr mit 75% Lohnauszahlung9 Monate3 Monate
2 Jahre mit 50% Lohnauszahlung1 Jahr1 Jahr
9 Jahre mit 75% Lohnauszahlung6 Jahre3 Jahre
So könnte die Berechnung von Ansparphase (Arbeitsphase) und Freizeitphase (Freistellung) aussehen

Die Rechnung kannst du beliebig spinnen: die Zeiträume können gekürzt oder gestreckt werden bis am Ende furchtbar krumme %-Zahlen bezüglich deiner Lohnauszahlung zustande kommen. Wenn du dein Sabbatical kurzfristig planen willst und auf 50% deines Lohns verzichten kannst, spricht nichts gegen das 1. Beispiel. Willst du aber vielleicht 3 Jahre für eine Weltreise einplanen und 9 Jahre Ansparzeit kriegst du mit Planung schon rum oder du willst 3 Jahre Freistellung vor deinem Renteneintritt erzielen, dann ist das 3. Beispiel vielleicht das Richtige.

Wenn du einmal grob ausrechnen willst, wie dein ganz persönliches Teilzeit-Modell aussehen könnte, empfehle ich dir diesen Zeitwertrechner (<< Klick!) oder den Rechner von PensTime (<< Klick!).

Der größte Vorteil des Teilzeit-Modells besteht darin, dass dein Arbeitsvertrag als solcher bestehen bleibt und du keine Aussetzer bei der Zahlung der Sozialversicherungsbeiträge hast. Denn auch während deiner Freistellung erhältst du den wie vereinbart verringerten Lohn und zahlst -wie dein Arbeitgeber auch – in die gesetzliche Rentenversicherung und Krankenversicherung ein. Für die Sicherheitsliebhaber unter uns also genau das Richtige. Behalte dennoch im Auge, wie viel du von deinem Lohn wirklich entbehren kannst, um deine monatlichen Fixkosten weiterhin abdecken und zusätzliche Rücklagen bilden zu können.

Zeit(wert)konten (gegebenenfalls mit Fondssparen)

Die Zeit(wert)konten kreuzen eventuell auch als Langzeit- oder Arbeitszeitkonten deinen Weg. Egal, wie du sie bezeichnen magst, dahinter steckt folgendes Prinzip:

Überstunden, die du zusätzlich zu deiner regulär vereinbarten Arbeitszeit leistest, landen auf diesem Konto. Viele Arbeitgeber bieten solch ein Modell von sich aus für ihre Mitarbeiter*innen an, um z. B. später einen früheren Übergang in die Rente zu ermöglichen. Oftmals wird dein Zeitguthaben in einen Geldwert übertragen und mit Verzinsung (z. B. über einen Fondssparplan) angelegt. Meistens ist es auch möglich, Sonderzahlungen wie Urlaubs- oder Weihnachtsgeld, aber auch nicht in Anspruch genommene Urlaubstage auf diesem Zeitwertkonto zu lagern.

Ziel ist natürlich, dass du in deiner Freistellungsphase vom angesparten Zeitguthaben bezahlt wirst. So kannst du dir, ähnlich wie beim Teilzeit-Modell, ziemlich bequem deine Auszeit finanzieren. Die Einzahlungen in die Sozialversicherung bleiben bei diesem Modell ebenfalls erhalten.

Unbezahlter Sonderurlaub bzw. unbezahlte Freistellung

Der Name Sonderurlaub sagt es bereits: zu deinem gesetzlichen Urlaubsanspruch kannst du beim Arbeitgeber zusätzlich freie Tage beantragen. Einen Anspruch auf Sonderurlaub, um sich zu erholen, hat man jedoch nicht, denn dazu dient ja der jährliche Erholungsurlaub. Einige Arbeitgeber sind allerdings bereit, ihren Mitarbeiter*innen eine längere unbezahlte Freistellung einzuräumen.

Beim Sonderurlaub gibt es allerdings auch einiges zu beachten:

  • Während des Sonderurlaubs ruht das Arbeitsverhältnis.
  • Du musst nicht deiner Arbeitspflicht nachkommen, der Arbeitgeber zahlt dir allerdings auch keinen Lohn (Nichts. Nada. Zero. Nüscht!)
  • Wenn du keinen Lohn erhältst, findet auch keine Einzahlung in die Sozialversicherung statt.
  • Bei Sonderurlaub, der länger als 1 Monat andauert, wirst du für die zusätzliche Dauer (bei 2 Monaten Sonderurlaub also 1 Monat) von der Sozialversicherung abgemeldet und musst dich selbst darum kümmern.
  • Bei gewährtem Sonderurlaub verringert sich dein Anspruch auf deinen gesetzlichen Jahresurlaub. Nimmst du 2 Monate unbezahlten Sonderurlaub, wird dein Urlaubsanspruch auf nur noch 10 Monate des Jahres angerechnet.

Ich schätze, dass sich der unbezahlte Sonderurlaub als Sabbatical-Modell vor allem eignet, wenn du kürzere Auszeiten möglich machen möchtest, z. B. zur Verlängerung der Elternzeit (s. unten). Für wirklich längere Auszeiten wäre mir persönlich der komplette Verzicht auf Lohn und der Ausfall der Einzahlungen in die Sozialversicherung einfach zu groß. Aber da hat jede*r ein anderes Sicherheitsbedürfnis.

Elternzeit als Sabbatical-Modell

Warum nicht den Anspruch auf Elternzeit nutzen, um gemeinsam als frisch gebackene Familie zu verreisen?

Der klare Vorteil: werdende Eltern haben ein Recht auf Elternzeit! Rein rechtlich gesehen, muss der Arbeitgeber eine Freistellung vom Job für bis zu 3 Jahre ermöglichen. Während der Elternzeit besteht ein besonderer Kündigungsschutz, allerdings wird diese Freistellung nicht vom Arbeitgeber finanziert. Die Zahlung des Elterngeldes ist hierzulande eine Sozialleistung und wird vom Staat übernommen. Die garantierte Zahlung des Elterngeldes liegt derzeit bei maximal 14 Monaten, wenn die sogenannten Partnermonate genommen werden. Grundlage für die Berechnung des Elterngeldes ist die Höhe des letzten Nettoeinkommens.

Es lohnt sich also, mit der Partnerin/dem Partner rechtzeitig die Möglichkeit einer gemeinsamen Familienauszeit (und wie das Ganze finanziert werden soll) zu besprechen.

Wie bereits erwähnt, nutzen viele die Elternzeit für eine gemeinsame Auszeit vom Arbeitsalltag. Mit Hilfe der Partnermonate und zusätzlichen Resturlaubstagen, Überstunden oder unbezahlte Sonderurlaub kann man die gemeinsame Auszeit außerdem noch verlängern. Solche Kombinationen sind keine Seltenheit und können ganz individuell mit dem Arbeitgeber abgesprochen werden.

Kündigung

Endstation Kündigung. Zugegeben, dieses „Modell“ ist wohl eher die absolute Notfall-Möglichkeit und für dich, da du ja eigentlich nur eine Pause einlegen möchtest, vielleicht keine Option. Für mich war sie das auch nicht.

ABER: die Kündigung kann durchaus sinnvoll für dich sein. Nämlich wenn du

  • sowieso bereits innerlich gekündigt hast, mit deinem Job unzufrieden und unglücklich bist und dir die Wiederkehr nach einer Auszeit auch nicht mehr vorstellen magst
  • von deinem Arbeitgeber kein Entgegenkommen hinsichtlich eines Sabbaticals erwarten kannst
  • ausreichend finanzielle Rücklagen hast, um deine monatlichen Ausgaben mehrere Monate selbst abzudecken.

Eine Kündigung will ein gut überlegter Schritt sein. Gleichzeitig solltest du dir ehrlich die Frage beantworten, ob du nach einer Auszeit überhaupt weiter in deinem Job arbeiten willst oder dich sowieso komplett umorientieren willst.

Welches Sabbatical-Modell ist nun „das Richtige“?

Welches Modell nun am besten passt, hängt natürlich dem, was dein Arbeitgeber anbietet, auch davon ab, was du in deiner Auszeit vorhast. Für eine Weltreise wirst du sicherlich mindestens 1 Jahr oder besser noch länger einplanen. Für eine Auszeit, um einfach mal durchzuatmen oder um eine private Weiterbildung wahrnehmen zu können, reichen vielleicht schon wenige Monate Freistellung aus.

Informiere dich hierzu am besten in der zuständigen Personalabteilung, ob es bereits ein gängiges Sabbatical-Modell gibt, welches Kolleg*innen vor dir genutzt haben. Falls dies nicht der Fall ist, solltest du dir Gedanken machen, welches der hier aufgezählten Modelle, dir am ehesten zusagt, ehe du das Gespräch mit deinen Vorgesetzten suchst.

Nicht ohne schriftliche Vereinbarung!

Egal, für welches Modell letztendlich dein Herz schlägt, achte unbedingt darauf, dass du mit deinem Arbeitgeber einen Vertrag bzw. eine Zusatzvereinbarung triffst. Auf mündliche Absprachen solltest du dich nicht verlassen, zumal es sich bei der Ansparphase um einen längeren Zeitraum handeln kann, in dem auch Unverhofftes eintreten kann. Du weißt ja: das Leben ist das, was stattfindet, während du Pläne schmiedest.

Für welches Modell wirst du dich nun entscheiden? Bist du dir noch unsicher, welche Variante zu dir und deinem Vorhaben passt? Hast du vielleicht sogar eine ganz andere Lösung gefunden, deine Auszeit zu realisieren? Lass es mich wissen!

Falls du bereits ein Gefühl hast, welches Modell für dich infrage kommt, kann ich nur sagen:

Go for it! – Plane dein Sabbatical, deine Auszeit vom Job!

Deine Bea

Think Twice – Cause It’s Another Day For You And Me…im Arbeitsalltag

Von Kindheit an werden wir gefragt, was wir einmal werden möchten. Gilt „glücklich und frei“ eigentlich als zulässige Antwort? In der Schule werden wir darauf getrimmt, bestmöglich aufgestellt zu sein, um nach Ausbildung oder Studium einen

guten Job mit einem guten Gehalt zu erlangen. Und irgendwann sitzen wir nach einigen Jahren im Job an unserem Schreibtisch oder fragen uns auf dem Weg zur Arbeit „Ist es das jetzt eigentlich gewesen?“

Well, think twice – cause it’s another day for you and me – im Arbeitsalltag.

Was willst du mal werden?

Wie lautete deine Antwort als Kind auf die Frage „Was willst du mal werden?“ Hattest du einen typisch „kindischen“ Berufswunsch à la Feuerwehrmann oder –frau, Ballett-Tänzer*in, Arzt oder Ärztin oder gar Rockstar, Prinz*essin und Rennfahrer*in?! Meine Antwort lautete eine Zeit lang Autorin oder Schauspielerin. Nicht weil ich damit reich und berühmt geworden wäre, sondern weil ich schon als Kind eine blühende Fantasie hatte, gerne andere Rollen spielen und damit Menschen zum Lachen bringen konnte. (Damn, ich glaube immer noch, mit einer ordentlichen Schippe Selbstvertrauen und gutem Zuspruch hätte aus mir wirklich eine Schauspielerin werden können, eine sehr lustige noch dazu.)

Hast du dich einmal gefragt, warum man auf die Frage „Was willst du werden, wenn du groß bist?“ nicht mit einer der folgenden Antworten rechnet?

  • Ich möchte ein glücklicher Mensch werden, der freie Entscheidungen treffen kann.
  • Ich möchte ein Mensch sein, der anderen Menschen und allen Lebewesen auf der Erde hilft und sein Bestes gibt, diesen Planeten am Leben zu erhalten.
  • Ich möchte den ganzen Tag nur Dinge tun, die mir Spaß machen und mir nicht sagen lassen müssen, was ich zu tun oder zu lassen habe.

Denn wenn wir einen genaueren Blick auf die oben genannten Berufswünsche werfen, stecken in ihnen doch eigentlich die oben genannten Wünsche, oder nicht?

Ich behaupte, kein Kind der Welt würde antworten „Ich möchte nach meiner Ausbildung/meinem Studium einen einigermaßen gut bezahlten Job erhalten, dem ich 5 Tage die Woche nachgehe, um mich dann am Wochenende und im Jahresurlaub davon zu erholen.“

So kindisch und naiv manche Berufswünsche auch geklungen haben, frage ich mich:

Wann haben wir eigentlich aufgehört, unserem Wunsch nach Freiheit nachzugehen und einen Job zu finden, der sowohl unseren Talenten als auch unseren Wertevorstellungen entspricht?

Seit Beginn meiner Berufsausbildung im Jahr 2006 arbeite ich an ein und derselben Arbeitsstätte. Getreu dem (groß-)mütterlichen Credo „Lerne was Vernünftiges, dann bekommst du einen gut bezahlten Job!“ habe ich genau das getan. Nach Abschluss der Berufsausbildung und der sich anschließenden Berufsbegleitenden Fernweiterbildung, die im weitesten Sinne einem Fernstudium ähnelt, habe ich seit 2015 eine stellvertretende Leitungsposition inne.

Und ich liebe meinen Job – das tue ich wirklich! …aber? Ja, aber…

Der Kampf gegen den inneren Schweinehund

Vielleicht kennst du das auch: du entdeckst ein neues Hobby, nimmst dir vor, mehr Sport zu treiben oder endlich das Buch zu lesen, das seit Wochen geduldig auf deinem Nachttisch darauf wartet, von dir entdeckt zu werden. Völlig motiviert trittst du deinem inneren Schweinehund entgegen und startest in der neuen Woche (denn ab Montag wird alles anders!) voll durch, schaffst 1-2 Workouts oder liest die ersten 10 Seiten und fühlst dich super!

Ja und dann? Dann kickt der berufliche Alltag rein und nach einem anstrengenden Arbeitstag landest du am Abend völlig ausgelaugt auf der Couch. Klare Sache: heute hast du nun wirklich keine Zeit, geschweige denn Energie mehr für Sport oder Lesen. Also Essen bestellen und Netflix an, Hauptsache runterkommen vom stressigen Tag. Nach 2 Stunden wachst du auf, hast von Netflix nicht viel mitbekommen außer der vorsichtigen Rückfrage, ob du eigentlich noch guckst, und schlurfst ins Bett.

„Hallo, I bims. 1 innerer Schweinehund!“

(nicht schon wieder diese fiese Kerl!)

I FEEL YOU! So ähnlich geht es mir leider auch oft.

Verzeih‘ mir also die kleine textliche und sinnbildliche Abwandlung des Phil Collins Klassikers „Another Day in Paradise“ im Titel dieses Blogartikels, aber es war einfach zu passend: leben wir im Paradies? Oder funktionieren wir nur noch im Arbeitsalltag?

Doch wie wäre es, wenn wir aus diesem alltäglichen Trott ausbrechen könnten? Einfach eine gewisse Zeit lang frei sein, das ausprobieren und machen, was wir seit Tagen, Wochen, Monaten und vielleicht sogar jahrelang vor uns herschieben; wenn wir vergessen, welcher Wochentag eigentlich ist, unseren Körper und Geist mal so richtig zur Ruhe kommen lassen und dadurch die Klarheit Einzug hält. Klarheit darüber, wer wir sind, wo wir stehen und wo es zukünftig hingehen soll.

Klingt das gut für dich? Für mich klingt es wunderbar! Meine Augen leuchten wenn ich von Menschen lese, die eine berufliche Auszeit einlegen und in dieser Zeit das erleben, was ich gerade beschrieben habe. Für mich steht fest: das will ich auch! Einfach mal die Pause-Taste betätigen. Ich bin dann mal weg, wie Hape Kerkeling seinen Bestseller-Roman so schön titelte.

„Das Leben bewegt sich sehr, sehr schnell. Wenn du nicht gelegentlich anhälst und dich umschaust, könntest du es verpassen.“

aus dem Film „Ferris macht blau“

Wenn auch du diese Taste drücken willst, habe ich eine gute Nachricht für dich. Das, was du brauchst, ist ein Sabbatical, eine berufliche Auszeit.

Um mit weiteren Worten von Phil Collins‘ Song „Another Day In Paradise“ zu enden: Just Think About It.

Plane dein Sabbatical, deine Auszeit vom Job!

Deine Bea

Eine kleine Zeitrechnung

Kennst du das? Es ist Montagmorgen und der Freitag noch so weit entfernt. Aber wird schon, wir hangeln uns einfach irgendwie durch die Woche und freuen uns auf das

Wochenende, wenn wir endlich wieder frei über unsere Zeit verfügen können. Was glaubst du, wie viel Zeit pro Woche kannst du dir wirklich frei nach deinem Belieben einteilen? Darauf werfen wir einen Blick im folgenden Blogpost.

Wie viel Zeit habe ich (hast du) pro Woche übrig für Dinge, die mich (dich) erfüllen, die mir (dir) Spaß bereiten und mein (dein) Leben wirklich bereichern und lebenswert machen? Und hast du auch manchmal das Gefühl, die Zeit rast nur so an dir vorbei?

„Die Zeit vergeht nicht schneller als früher,

aber wir laufen eiliger an ihr vorbei.“

George Orwell

Ist es nicht verrückt, dass Zeit immer eine Konstante ist und wir sie trotzdem so unterschiedlich wahrnehmen? Überlege einmal und schätze ruhig mal aus dem Bauch heraus, wie viel Zeit du dir für die Dinge nimmst, die dir wirklich wichtig sind im Leben. So Pi-mal-Daumen würde ich sagen: zu wenig!

Über wie viele Stunden pro Woche kann ich frei entscheiden?

Ich wollte es genauer wissen und habe dazu einfach mal eine kleine Rechnung aufgestellt…

Keine Angst – du kannst deinen Taschenrechner wegpacken. Ich rechne dir das an meinem Beispiel vor:

Eine Woche hat 7 Tage zu jeweils 24 Stunden. Ergibt? 168 Stunden.

Für ausreichend Erholung brauche ich im Idealfall ca. 7 Stunden Schlaf. Bleiben bei 7 Tagen (bzw. Nächten) also noch 119 freie Stunden in der Woche übrig.

Freie Stunden? Quatsch, es fehlt ja noch meine 40h Arbeitswoche! Überstunden lassen wir mal weg, denn diese kann ich zum Glück abbummeln. Zusätzlich addieren wir zur regulären Wochenarbeitszeit aber für jeden Arbeitstag 1h Arbeitsweg hinzu. Da waren es nur noch 74 Stunden zur freien Verfügung.

Hach und dann wären da noch die Zeitfresser wie Haushalt, Einkaufen und Kochen. So gern ich unsere Hündin auch habe, die Erfüllung ihrer Bedürfnisse ist unter der Woche nicht immer leicht im eng getakteten Zeitplan unterzukriegen. All die Zeitfresser einzeln und im Detail aufzulisten, würde wahrscheinlich zu weit gehen. Also hoffe ich, du bist einverstanden, wenn ich mal grob schätze, dass für Haushalt (Staubsaugen, Staubwischen, Geschirrspüler einräumen, Geschirr abwaschen, Wäsche waschen, Wäsche aufhängen, Aufräumen, Auto putzen, Auto auftanken…), Kochen und den Hund ausführen, pro Tag ca. 3h einzurechnen sind. Die Zeiten variieren natürlich, es gibt Tage, da kochen wir nicht, Tage, an denen wir 3h mit dem Hundekind unterwegs sind und Tage, an denen die Küche mehrere Stunden lang geputzt wird und die Wäsche nicht nur aufgehangen und abgenommen sondern direkt auch zusammengelegt und sortiert wird.

Wie dem auch sei, unser Fazit lautet: nach Abzug der alltäglichen Zeitfresser bleiben 53 Stunden übrig.

53 Stunden von 168 Stunden pro Woche, in denen ich meine Zeit völlig frei und nicht fremdgesteuert einteilen kann. Anders ausgedrückt: knappe 32% meiner Zeit, die mir jede Woche zur Verfügung steht, kann ich wirklich frei und ohne Verpflichtungen verbringen und selbst gestalten.

Diese Zeit steht mir zur Verfügung für gemeinsame Stunden mit meiner Frau, mit unseren Familien und Freunden, für Hobbies und Sport. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass 68% meiner Woche fremdbestimmt sind vom Job und den alltäglichen Verpflichtungen, die unser Lebensstil so mit sich bringt. Verrückt, oder?

Was bedeutet dies nun?

Du magst jetzt vielleicht anmerken, dass ich hochgerechnet aufs Jahr die Urlaubstage vergessen habe. Damit hast du natürlich Recht. Aber ganz ehrlich, bei 52 Wochen im Jahr stehen uns in Deutschland knapp 3 Wochen Urlaub (20 Tage) mindestens zu. Die Glücklichen unter uns Angestellten bekommen ein paar Urlaubstage drauf. Die Selbständigen, für die es gut läuft, nehmen sich vielleicht auch mehr Freizeit zur Erholung. Und die Erholung für 49 Wochen Arbeit kann – da sind wir uns sicher einig – in 3 Wochen Urlaub kaum eintreten. So groß die Vorfreude auf die Urlaubszeit das ganze Jahr über auch anhalten mag.

„Wenn die Zeit kommt, in der man könnte,

ist die Zeit vorüber, in der man kann.“

Marie von Ebner-Eschenbach

Für mich persönlich steht fest: bis zum Renteneintritt mit 67 Jahren kann das so nicht weitergehen! Ich bin schon lange kein Fan mehr von „Das mache ich später – wenn ich alt und reich bin“. Wann ist dieses Später eigentlich, von dem alle da immer reden? Was, wenn ich dieses Später nie erreiche? Was, wenn ich das, was ich auf später schiebe, dann gar nicht mehr machen kann?

Ich habe meine Entscheidung getroffen und bei meinem Arbeitgeber eine berufliche Auszeit, ein Sabbatical, angefragt. Zu meinem großen Glück hat mein Arbeitgeber trotz mangelnder Erfahrung in der Handhabung des Ganzen ohne längeres Zögern zugestimmt. Mein Sabbatical wird am 01.09.2023 beginnen und mir 9 Monate Freizeit bescheren. Das sind übrigens 274 Tage, die ich völlig frei von sämtlichen (nicht frei von allen) Verpflichtungen verbringen kann.

Was nimmst du aus der Stunden-Rechnung für dich mit? Wie würde deine persönliche Stunden-Rechnung aussehen? Teile es gerne in den Kommentaren oder denke im Stillen für dich darüber nach.

Wenn du dich von der Fremdbestimmung deiner wertvollen Lebenszeit befreien und auf die Pause-Taste drücken möchtest, dann trau‘ dich und plane dein eigenes Sabbatical!

Deine Bea

Was ist ein Sabbatical?

Wenn wir an ein Sabbatical denken, fallen uns hunderte Möglichkeiten ein, was wir alles unternehmen, erleben, aktiv machen möchten.

Und uns fällt ein, was wir nicht mehr machen möchten: nämlich arbeiten. Zumindest in unserem gewohnten Job. Was das mit der Defintion und Bedeutung des Begriffs „Sabbatical“ zu tun hat, erfährst du in diesem Blogartikel.

Bestimmt hast du dich bereits auf anderen Seiten über den Begriff des Sabbaticals informiert. Zum Grundstock dieses Blogs gehört aber natürlich noch einmal eine Definition des Ganzen, vor allem, da die berufliche Auszeit unter vielen Bezeichnungen und in unterschiedlichen Facetten hier und da auftaucht.

Der Begriff „Sabbatical“ selbst, stammt übrigens vom hebräischen Wort „Schabbat“ ab, was so viel bedeutet wie aufhören oder ruhen. Sicher kennst du auch den Begriff „Sabbat“, die Bezeichnung des 7. Tages im Judentum, dem Ruhetag. Du merkst also, das Ganze hat irgendwas damit zu tun, seine sonst den Alltag bestimmende Arbeit ruhen zu lassen.

Ursprung des Sabbaticals als berufliche Auszeit

Geprägt wurde der Begriff übrigens an den US-amerikanischen Universitäten. Ein Sabbatical stellt dort ein Forschungs- oder Freisemester dar. In diesem Zeitraum widmet man sich als Professor*in, wie der Namen vermuten lässt, vorwiegend der intensiven Forschung statt der sonst üblichen Lehrtätigkeit. Das Gehalt wird trotzdem weiterhin gezahlt.

Von den Unis der USA hat es das Sabbatical also auch in andere Beschäftigungsbereiche geschafft. Doch was versteht man denn hierzulnage und vor allem außerhalb von Hochschulen darunter?

Schauen wir uns mal ein paar Definitionen des Sabbaticals an, die das Internet so ausspuckt:

„Das Sabbatical oder Sabbatjahr ist ein Arbeitszeitmodell für längeren Sonderurlaub.“

Wikipedia trifft ganz schnörkellos den Nagel auf den Kopf,

Autsch, jetzt zitiert sie tatsächlich Wikipedia! Nimm’s mir bitte nicht übel, aber mal ehrlich, genauer kann man es nicht formulieren.

Die Definition laut Wikipedia lässt nämlich direkt einen wichtigen Bestandteil herausahnen: es geht beim Sabbatical nicht einfach um eine Unterbrechung der Arbeitstätigkeit jenseits von rechtlichen Regelungen. Nein, es handelt sich um ein Arbeitszeitmodell. Bitte merken, darauf komme ich gleich noch mal zu sprechen!

„(neben dem jährlichen Erholungsurlaub) einmal in einem längeren Zeitraum gewährte längere Freistellung.“

Auch in den Duden hat das Sabbatical bereits Einzug gehalten.

Hier wird es schon konkreter: es handelt sich also um einen wirklich längeren Zeitraum der Freistellung, als es im herkömmlichen Urlaub vorgesehen ist. In Deutschland liegt der gesetzliche Mindestanspruch an Jahresurlaub bei einer Vollzeitanstellung in einer aktuell bei 20 Tagen. Uff, bei durchschnittlich 260 Arbeitstagen bei einer 5-Tage-Woche ist das nicht viel.

„Eine zeitliche zusammenhängende Phase (un-)bezahlten Urlaubs, auch als Sabbatjahr, Langzeiturlaub, Sonderurlaub bezeichnet; nicht selten bis zu einem Jahr, der teilweise oder ganz u. a. durch Ansparen von Urlaubsansprüchen möglich wird.“

Die detaillierteste Erläuterung liefert uns hier das Gabler Wirtschaftslexikon.

Eine feine Zusammenfassung aller wichtigen Komponenten bietet uns das Gabler Wirtschaftslexikon. Der Zusammenhang von Sabbatical, die Ausdehnung des regulären Jahresurlaubs und einem gesonderten Arbeitszeitmodell wird hier am deutlichsten.

Denn knapp gesagt: die berufliche Auszeit muss irgendwo herkommen, also irgendwie verdient werden und sie muss rechtlich geregelt sein.

Kein (seriöser) Arbeitgeber wird dir sagen „Mensch, du brauchst mal ne Pause! Ich stelle dich 6 Monate frei, zahle dir weiterhin deinen Lohn und freue mich, dich danach erholt wiederzusehen.“ So einfach ist es leider nicht. Für die Freistellung müssen wir selbst etwas tun.

Der Vorteil eines Sabbaticals gegenüber einer Kündigung ist zum einen der problemlose Wiedereinstieg in das Arbeitsleben nach der Auszeit, zum anderen aber auch (je nach gewähltem Modell) die Fortzahlung von Sozialbeiträgen wie Kranken- und Arbeitslosenversicherung sowie Renten-und Pflegeversicherung. Du verlierst bei diesem Modell keine Einzahlungszeiten.

Welche unterschiedlichen Möglichkeiten es gibt, ein Sabbatical mit dem Arbeitgeber auszuhandeln, kannst du HIER nachlesen.

Fassen wir zusammen:

Ein Sabbatical ist also eine Erweiterung des Jahresurlaubes auf Grundlage eines gesonderten Arbeitszeitmodells. Die berufliche Auszeit kann sich dabei von ein paar Wochen bis zu einem Zeitraum von etwa einem Jahr erstrecken.

Einen Anspruch auf ein Sabbatical gibt es jedoch nicht. Dennoch sind sich viele Arbeitgeber, egal ob im öffentlichen und privaten Sektor, der vielen Vorteile bewusst. Fragen lohnt sich also!

Du siehst, ein Sabbatical ist eine super Möglichkeit, aus dem Alltagstrott mit 9 to 5 Job auszubrechen. Perfekt, um einmal das bisherige (Arbeits-) Leben Revue passieren zu lassen und das bisherige Tun aus einer anderen Perspektive heraus zu betrachten. Es gibt die unterschiedlichsten Gründe, warum Menschen ein Sabbatical einlegen. Vielleicht hast du auch deinen Beweggrund schon gefunden? Wenn nicht, lies gerne hier weiter…

Bis dahin: trau dich‘, plane dein eigenes Sabbatical!

Deine Bea