Sylkes Sabbatical Story: „Wenn die Entscheidung klar ist, gibt es kein Hindernis mehr!“

Willkommen zur zweiten Sabbatical Story im Podcast!

In den Sabbatical Stories unterhalte ich mich mit Menschen, die bereits ein Sabbatical absolviert haben oder den Vertrag schon in der Tasche haben, zu ihrem ganz persönlichen Weg in die berufliche Auszeit. Ein Sabbatical Erfahrungsbericht sozusagen.

Meine heutige Gästin ist Sylke aus Berlin. Als Schuldirektorin hat sie die Entscheidung für ein Sabbatical lange mit sich herum getragen, ehe sie den Mut und die innere Überzeugung gefunden hat, den entsprechenden Antrag einzureichen. Wir sprechen über ihren Weg dorthin, was sie Lehrer*innen mit auf den Weg geben will, die sich für eine berufliche Auszeit interessieren und was Sylke für ihre einjährige Auszeit ab Sommer 2022 plant.

Hör dir die Podcastfolge an und lass dich inspirieren:

Wir sprechen im Podcast kurz über das Finanz Mentoring von Madame Moneypenny aka Natascha Wegelin. Mehr dazu erfährst du hier: https://madamemoneypenny.de/mentoring/

Du willst Sylke kontaktieren und dich mit ihr austauschen? Dann schreibe ihr eine Email an sylke.rohloff@web.de

Du willst auch einmal im Podcast von deiner persönlichen Sabbatical Story erzählen? Dann schreib mir doch gerne an hallo@ichmussmalraus.de und dem Betreff „Sabbatical Story“. Ich freue mich auf deine Geschichte!

5 Sabbatical Glaubenssätze, die du ab sofort hinter dir lassen kannst

Als ich anfangen habe, mich mit einem Sabbatical als Möglichkeit für eine berufliche Auszeit zu beschäftigen, sind mir natürlich auch sofort ein paar Sätze eingefallen, warum das Ganze sowieso nichts wird und vor allem nichts für mich ist.

Heute weiß ich, dass es sich hierbei eigentlich nur um negative Glaubenssätze handelte und sie auf keinen Fall der Wahrheit entsprechen müssen. Für den Fall, dass auch dich diese negativen Gedanken, Zweifel und Unsicherheiten zu Beginn plagen, habe ich dir heute mal 5 der typischen Sabbatical Glaubenssätze mitgebracht und vor allem, wie du dich ab sofort von ihnen lösen und endgültig verabschieden kannst.

Du hörst lieber zu statt selbst zu lesen? Dann hör dir die Podcastfolge zum Blogbeitrag:

Was sind eigentlich Glaubenssätze?

Zu Beginn möchte ich dir den Begriff „Glaubenssatz“ erst einmal erläutern – für den Fall, dass du dich bisher noch nicht so intensiv mit ihnen beschäftigt hast.

Glaubenssätze sind nichts anderes, als tiefe, innere Überzeugungen, die wir so mit uns herumtragen. Das können positive Überzeugungen sein, wie z. B. “Ich bin sehr sportlich” oder auch “Neue Bekanntschaften zu machen, fällt mir leicht”. Glaubenssätze können aber auch negative Überzeugungen sein, wie z. B. “Ich bin total unsportlich” oder “Ich bin nicht gut darin, neue Bekanntschaften zu machen”. Und schon wenn du diese beiden unterschiedlichen Varianten liest, positiv und negativ, fällt dir vielleicht schon auf, wie unterschiedlich sie sich auf dich und dein Befinden auswirken. Stimmst du eher dem positiven oder eher dem negativen Glaubenssatz zu?

Glaubenssätze jeglicher Art, positive wie negative, kommen durch unsere eigenen Erfahrungen zustande. So führen positive Erfahrungen und Verknüpfungen in unserem Gehirn eben oft zu positiven Glaubenssätzen und negative Erlebnisse festigen sich als negative Überzeugungen.

Dazu kommt, dass wir als Kind vor allem viele “Weisheiten” (mehr oder weniger…) von unserem unmittelbaren Umfeld (Eltern, Großeltern, Lehrer*innen, Erzieher*innen und andere Bezugspersonen) übernehmen, vielleicht sogar auch die Glaubenssätze von ihnen.

Leider schleppen die meisten von uns einen ganzen Batzen an negativen Glaubenssätzen mit uns herum, ohne dass wir uns ihrer Präsenz bewusst sind. Das Problem daran ist, dass diese negativen Überzeugungen uns mit Angst, Unsicherheiten und Zweifel zurücklassen, uns also entsprechend handeln lassen bzw. hindern sie uns daran, überhaupt ins Handeln zu kommen.

Genau so gibt es beim Thema Sabbatical immer wieder Vorbehalte und Glaubenssätze, die viele davon abhalten, sich näher mit dem Thema zu beschäftigen. Das Ergebnis? Sie gehen gar nicht erst los und nehmen die Chancen, die sich ihnen bieten überhaupt nicht wahr!

Und das darf sich ab sofort ändern!

Glaubenssatz #1 – „Ein Sabbatical zu machen bedeutet, eine Weltreise oder zumindest eine längere Reise zu unternehmen!

Diese allgemeine Überzeugung scheint weit verbreitet zu sein, denn auch ich wurde sofort nach Bekanntgabe meiner beruflichen Auszeit gefragt “Wo solls denn hingehen in deinem Sabbatical? Machst du eine Weltreise?”. Meine Antwort lautete stets: „Ich werde auch verreisen, aber nicht nur!“.

Es ist natürlich Quatsch anzunehmen, dass ein Sabbatical ausschließlich dazu da ist, um auf eine Weltreise zu gehen. Ich sage immer gerne: ein Sabbatical kann mehr sein als nur ein langer, teurer Urlaub 😉

Nur weil sehr viele Menschen ihre berufliche Auszeit mit Reisen verbringen, musst du das nicht auch tun. Und du musst ein Sabbatical schon gar nicht für dich abschreiben, wenn du nicht verreisen willst!

Stattdessen solltest du dir bewusst machen: du allein bestimmst darüber, wie du deine Auszeit verbringen möchtest. Mach dir daher zu Beginn deiner Sabbatical Planung klar, was du für dich brauchst, was du machen willst. Die Planung deiner beruflichen Auszeit beginnt daher ganz bei dir und deinen Bedürfnissen. Lass dich nicht stressen von den Erwartungen anderer Menschen und der allseits bekannten FOMO (Fear of missing out, dt. die Angst, etwas zu verpassen). You do you, that’s it.

Glaubenssatz #2 – „Ein Sabbatical ist nur was für risikofreudige Abenteurer und Draufgänger.“

Zugegeben: diese Überzeugung schließt ein bisschen an an Glaubenssatz #1 an, oder? Aber ich wiederhole es gerne noch mal: du musst keine riesigen Abenteuer planen in deiner Auszeit!

Aber wenn wir uns diesen Glaubenssatz mal genauer anschauen, bringt er auch noch eine andere Überzeugung mit sich: nämlich den Zweifel daran, ob man selbst so abenteuerlustig ist, ein Sabbatical einzulegen. Fühlst du es?

Mich haben am Anfang dieser Idee so Sätze verfolgt wie „Das ist nichts für dich! Das traust du dich eh nicht!“ und andere. Ich hatte schlichtweg Angst vor diesem Schritt, raus aus dem sicheren Alltagstrott. Jammern ist immer einfach, Veränderung immer schwer.

Dabei besteht in vielerlei Hinsicht heutzutage überhaupt kein Risiko mehr, mit Hilfe eines Sabbatical Modells, also eines Arbeitszeitmodells, eine berufliche Auszeit umzusetzen. Ein Sabbatical ist sogar relativ safe, also genau das Richtige für Sicherheitsbedürftige wie ich es bin und du vielleicht auch. Denn immerhin triffst du mit deinem Arbeitgeber ja bewusst die Vereinbarung, nach deiner Auszeit wieder in den Job zurückzukehren. Das verschafft nicht nur deinem Arbeitgeber die Versicherung, dass er dich als Mitarbeiter*in nicht verliert und es verschafft DIR die Sicherheit, dass du deinen Job und damit deine Haupteinnahmequelle nicht verlierst. Sicherer geht’s doch kaum, oder?

Also, glaubst du immer noch, dass ein Sabbatical nur was für risikofreudige Abenteurer ist oder ob es auch etwas für dich sein kann?

Glaubenssatz #3 – „Die weltweite Lage ist mir aktuell zu unsicher, also ist es unsinnig jetzt ein Sabbatical zu planen.“

Die Corona-Pandemie hat unsere Welt und unseren Alltag gehörig durcheinander gebracht und auch heute, im November 2021 ist unser Leben von sämtlichen Maßnahmen und Regelungen eingeschränkt. Natürlich hat es im Frühjahr 2020 und seitdem auch zahlreiche Sabbatical-Anwärter getroffen: sie konnten ihre Reise nicht antreten, vielleicht drohte sogar auf einmal der Jobverlust. Corona hat viele (Reise-) Pläne völlig zunichte gemacht!

Hat das jemand kommen sehen? Natürlich nicht. Können wir ausschließen, dass so etwas in den nächsten Jahren nicht noch einmal geschieht? Natürlich nicht.

Et kütt, wie et kütt sacht der Kölner so schön und so ist es!

Ganz ehrlich: es kann immer was schiefgehen, immer was passieren und dazwischen kommen, ob es nun eine Pandemie ist oder eine Krankheit oder irgendein anderes einschneidendes Lebensereignis.

Wie so oft im Leben heißt es dann, sich darauf zu konzentrieren, was wir selbst ändern und kontrollieren können. Du kannst manche Umstände bei deiner Sabbatical Planung bewusst beeinflussen, wie z. B. welchen Zeitraum du dir dafür aussuchst, wie lange deine Auszeit andauern soll oder natürlich, was du unternehmen möchtest.

Andere Einflüsse, wie eine Pandemie oder irgendeine andere (globale oder regionale) Katastrophe, kannst du nicht vorhersehen oder beeinflussen. Also verabschiede dich von dem Gedanken, dass du alle Details vorab planen kannst. 

Sei dir stattdessen sicher: sollte etwas deinen Plan durchkreuzen, wirst du trotzdem eine Lösung finden. Ich glaube daran, dass DU das kannst. Daraus besteht doch schließlich das Leben, oder? Finde Lösungen, handele proaktiv und konzentriere dich auf das, worauf du einen Einfluss hast. Alles andere kommt eben wie es kommt.

Glaubenssatz #4 – „Ein Sabbatical ist teuer.“ oder „Ein Sabbatical kann ich mir nicht leisten.“

Auch dieser Glaubenssatz bezieht sich im Grunde darauf, dass viele Menschen mit einem Sabbatical eine längere Reise oder gar eine Weltreise verbinden.

Aber auch andere Faktoren spielen beim Thema Kosten und Finanzierung eine Rolle: z. B. der Gedanke daran, dass du je nach Arbeitszeitmodell zwar recht hohe Ausgaben hast, z. B. durchs Reisen oder weil du in deiner Auszeit an einem Coaching teilnehmen möchtest, aber ggf. nur ein reduziertes oder sogar gar kein Gehalt bekommst.

Um dir hiervor die Angst zu nehmen, möchte ich dir erst einmal sagen, dass du den Faktor Kosten super vorab planen kannst! Es lohnt sich, hier wirklich genau hinzusehen und im Voraus zu planen, vor allem auch rechtzeitig. Das fängt schon dabei an, dich für das passende Sabbatical Modell zu entscheiden: frag dich, ob du während deiner Auszeit auf Einkommen verzichten kannst oder nicht.

Zusätzlich hängen die Kosten natürlich davon ab, was du eigentlich vorhast in deinem Sabbatical. Wenn du weißt, wo der Schuh drückt und was du machen möchtest, planst du eben auch die Kosten realistisch vorab. Du merkst also schon, ein Sabbatical muss nicht zwangsläufig teuer sein. DU hast es ja in der Hand: nirgendwo steht geschrieben, wie viel Geld du für deine Auszeit ausgeben musst!

Mehr zum Thema Kosten eines Sabbaticals und wie du dir diese easy leisten kannst, findest ebenfalls hier auf dem Blog.

Glaubenssatz #5 – „Ein Sabbatical ist nur was für Singles.“ oder auch „Es ist schwer, als Paar ein Sabbatical ermöglicht zu bekommen.“

Dieser Glaubenssatz beschäftigt wahrscheinlich alle Paare da draußen bzw. dich, wenn du in einer Beziehung bist und über eine Auszeit für dich nachdenkst.

Es ist natürlich rational betrachtet völliger Unsinn, dass nur Singles ein Sabbatical ohne Probleme planen können. Als Gegenargument könntest du hier anführen “Alleine verreisen ist blöd, also mache ich alleine kein Sabbatical.“ Merkste?

Im Prinzip kannst du diese beiden Glaubenssätze wie folgt auflösen: Zum Einen kannst du natürlich auch allein ein Sabbatical machen, einfach nur für dich! Das tue ich übrigens auch, obwohl ich verheiratet bin. Der Grund ist, dass ich mir selbst als individueller Mensch ein paar Lebensträume verwirklichen will, die absolut und ganz allein meine Lebensträume sind. Zum anderen können Paare bestmöglich versuchen, eine gemeinsame Auszeit organisiert zu bekommen, auch wenn sie unterschiedliche Arbeitgeber haben.

In beiden Fällen ist die Kommunikation das A und O. Sprich rechtzeitig mit deinem Partner/deiner Partnerin über deinen Traum von einer Auszeit. Besprecht die Möglichkeiten. Vielleicht findet ihr sogar auch einen Zwischenweg: Zeit für sich selbst und Zeit für gemeinsame Unternehmungen.

Fazit:

Bei allen Zweifeln, Unsicherheiten und Ängsten, die dich bisher von der Planung deines Sabbaticals in Form von negativen Glaubenssätzen zurückgehalten haben, gilt: du kannst sie hinter dir lassen.

  1. Tu, was du tun willst und löse dich von dem Glauben, dass ein Sabbatical aus einer langen, teuren Reise bestehen muss.
  2. Sei mutig und wage den Schritt in die berufliche Auszeit, denn du wirst nicht tief fallen können. Du hast ja vor, in deinen Job zurückzukehren.
  3. Befreie dich von der Vorstellung, dass du alle kleinen und großen Katastrophen vorhersehen kannst und denke stets lösungsorieniert, nicht problemorientiert.
  4. Plane deine Auszeit und was sie insgesamt kosten soll rechtzeitig und realistisch.
  5. Sprich mit deinem Partner/deiner Partnerin über deinen Traum vom Sabbatical. Kommuniziere, ob du allein unterwegs sein willst oder ob ihr etwas zusammen unternehmen möchtet.

Dir fallen noch weitere (negative) Glaubenssätze zum Thema Sabbatical ein? Dann schreib sie mir doch gerne in Form eines Kommentars oder per Email an hallo@ichmussmalraus.de.

Wenn du jetzt Lust hast, mit der Planung deiner ganz persönlichen achtsamen Auszeit loszulegen, dann sichere dir die kostenlose Teilnahme am GRATIS MINI KURS „Dein Weg ins Sabbatical“ und melde dich kostenlos dafür an.

Monis Sabbatical Story: „Ich wäre bereit gewesen für die Kündigung!“

Willkommen zur allerersten Sabbatical Story im Podcast!

In den Sabbatical Stories unterhalte ich mich mit Menschen, die bereits ein Sabbatical absolviert haben oder den Vertrag schon in der Tasche haben, zu ihrem ganz persönlichen Weg in die berufliche Auszeit. Ein Sabbatical Erfahrungsbericht sozusagen.

Endlich erwartet dich nun meine allererste Gästin im Ich muss mal raus Podcast: Moni ist ebenfalls Sabbatical Expertin und informiert auf ihrem liebevoll gestalteten Instagram Account @sabbaticalfemales vor allem über die Themen Alleine reisen als Frau sowie Fernreisen. Dabei teilt sie unglaublich viele inspirierende und hilfreiche Tipps, also schau unbedingt einmal bei ihr vorbei, wenn dich das näher interessiert!

In diesem Interview quatschen wir über ihre Beweggründe, eine Auszeit einzulegen, über die Macht des Prinzips “Einfach loslegen” und über eines von Monis Lieblingsthemen: das Alleinereisen. Viel Spaß beim Anhören!

Du willst auch einmal im Podcast von deiner persönlichen Sabbatical Story erzählen? Dann schreib mir doch gerne an hallo@ichmussmalraus.de und dem Betreff „Sabbatical Story“. Ich freue mich auf deine Geschichte!

Eine kleine Zeitrechnung

Kennst du das? Es ist Montagmorgen und der Freitag noch so weit entfernt. Aber wird schon, wir hangeln uns einfach irgendwie durch die Woche und freuen uns auf das

Wochenende, wenn wir endlich wieder frei über unsere Zeit verfügen können. Was glaubst du, wie viel Zeit pro Woche kannst du dir wirklich frei nach deinem Belieben einteilen? Darauf werfen wir einen Blick im folgenden Blogpost.

Wie viel Zeit habe ich (hast du) pro Woche übrig für Dinge, die mich (dich) erfüllen, die mir (dir) Spaß bereiten und mein (dein) Leben wirklich bereichern und lebenswert machen? Und hast du auch manchmal das Gefühl, die Zeit rast nur so an dir vorbei?

„Die Zeit vergeht nicht schneller als früher,

aber wir laufen eiliger an ihr vorbei.“

George Orwell

Ist es nicht verrückt, dass Zeit immer eine Konstante ist und wir sie trotzdem so unterschiedlich wahrnehmen? Überlege einmal und schätze ruhig mal aus dem Bauch heraus, wie viel Zeit du dir für die Dinge nimmst, die dir wirklich wichtig sind im Leben. So Pi-mal-Daumen würde ich sagen: zu wenig!

Über wie viele Stunden pro Woche kann ich frei entscheiden?

Ich wollte es genauer wissen und habe dazu einfach mal eine kleine Rechnung aufgestellt…

Keine Angst – du kannst deinen Taschenrechner wegpacken. Ich rechne dir das an meinem Beispiel vor:

Eine Woche hat 7 Tage zu jeweils 24 Stunden. Ergibt? 168 Stunden.

Für ausreichend Erholung brauche ich im Idealfall ca. 7 Stunden Schlaf. Bleiben bei 7 Tagen (bzw. Nächten) also noch 119 freie Stunden in der Woche übrig.

Freie Stunden? Quatsch, es fehlt ja noch meine 40h Arbeitswoche! Überstunden lassen wir mal weg, denn diese kann ich zum Glück abbummeln. Zusätzlich addieren wir zur regulären Wochenarbeitszeit aber für jeden Arbeitstag 1h Arbeitsweg hinzu. Da waren es nur noch 74 Stunden zur freien Verfügung.

Hach und dann wären da noch die Zeitfresser wie Haushalt, Einkaufen und Kochen. So gern ich unsere Hündin auch habe, die Erfüllung ihrer Bedürfnisse ist unter der Woche nicht immer leicht im eng getakteten Zeitplan unterzukriegen. All die Zeitfresser einzeln und im Detail aufzulisten, würde wahrscheinlich zu weit gehen. Also hoffe ich, du bist einverstanden, wenn ich mal grob schätze, dass für Haushalt (Staubsaugen, Staubwischen, Geschirrspüler einräumen, Geschirr abwaschen, Wäsche waschen, Wäsche aufhängen, Aufräumen, Auto putzen, Auto auftanken…), Kochen und den Hund ausführen, pro Tag ca. 3h einzurechnen sind. Die Zeiten variieren natürlich, es gibt Tage, da kochen wir nicht, Tage, an denen wir 3h mit dem Hundekind unterwegs sind und Tage, an denen die Küche mehrere Stunden lang geputzt wird und die Wäsche nicht nur aufgehangen und abgenommen sondern direkt auch zusammengelegt und sortiert wird.

Wie dem auch sei, unser Fazit lautet: nach Abzug der alltäglichen Zeitfresser bleiben 53 Stunden übrig.

53 Stunden von 168 Stunden pro Woche, in denen ich meine Zeit völlig frei und nicht fremdgesteuert einteilen kann. Anders ausgedrückt: knappe 32% meiner Zeit, die mir jede Woche zur Verfügung steht, kann ich wirklich frei und ohne Verpflichtungen verbringen und selbst gestalten.

Diese Zeit steht mir zur Verfügung für gemeinsame Stunden mit meiner Frau, mit unseren Familien und Freunden, für Hobbies und Sport. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass 68% meiner Woche fremdbestimmt sind vom Job und den alltäglichen Verpflichtungen, die unser Lebensstil so mit sich bringt. Verrückt, oder?

Was bedeutet dies nun?

Du magst jetzt vielleicht anmerken, dass ich hochgerechnet aufs Jahr die Urlaubstage vergessen habe. Damit hast du natürlich Recht. Aber ganz ehrlich, bei 52 Wochen im Jahr stehen uns in Deutschland knapp 3 Wochen Urlaub (20 Tage) mindestens zu. Die Glücklichen unter uns Angestellten bekommen ein paar Urlaubstage drauf. Die Selbständigen, für die es gut läuft, nehmen sich vielleicht auch mehr Freizeit zur Erholung. Und die Erholung für 49 Wochen Arbeit kann – da sind wir uns sicher einig – in 3 Wochen Urlaub kaum eintreten. So groß die Vorfreude auf die Urlaubszeit das ganze Jahr über auch anhalten mag.

„Wenn die Zeit kommt, in der man könnte,

ist die Zeit vorüber, in der man kann.“

Marie von Ebner-Eschenbach

Für mich persönlich steht fest: bis zum Renteneintritt mit 67 Jahren kann das so nicht weitergehen! Ich bin schon lange kein Fan mehr von „Das mache ich später – wenn ich alt und reich bin“. Wann ist dieses Später eigentlich, von dem alle da immer reden? Was, wenn ich dieses Später nie erreiche? Was, wenn ich das, was ich auf später schiebe, dann gar nicht mehr machen kann?

Ich habe meine Entscheidung getroffen und bei meinem Arbeitgeber eine berufliche Auszeit, ein Sabbatical, angefragt. Zu meinem großen Glück hat mein Arbeitgeber trotz mangelnder Erfahrung in der Handhabung des Ganzen ohne längeres Zögern zugestimmt. Mein Sabbatical wird am 01.09.2023 beginnen und mir 9 Monate Freizeit bescheren. Das sind übrigens 274 Tage, die ich völlig frei von sämtlichen (nicht frei von allen) Verpflichtungen verbringen kann.

Was nimmst du aus der Stunden-Rechnung für dich mit? Wie würde deine persönliche Stunden-Rechnung aussehen? Teile es gerne in den Kommentaren oder denke im Stillen für dich darüber nach.

Wenn du dich von der Fremdbestimmung deiner wertvollen Lebenszeit befreien und auf die Pause-Taste drücken möchtest, dann trau‘ dich und plane dein eigenes Sabbatical!

Deine Bea

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