Der perfekte Zeitpunkt für ein Sabbatical – gibt es ihn überhaupt?

Menschen, die über eine Auszeit vom Job nachdenken und sich bereits mit den ersten Grundlagen dazu beschäftigt haben, stellen sich häufig die Frage, wann genau

eigentlich der richtige Zeitpunkt für ein Sabbatical ist. Also lass uns gemeinsam schauen, ob wir diesen perfekten Zeitpunkt finden, wie er sich bemerkbar macht und ob es ihn tatsächlich gibt.

Ein Sabbatical kennt kein Alter

Du ahnst es vielleicht schon: die Frage nach dem perfekten Zeitpunkt kann man wohl kaum pauschal beantworten. Jeder Mensch und jede Biografie sieht anders aus: manchen ist eine freie Zeit nach der Schule, Ausbildung oder dem Studium sehr wichtig, um erst einmal „etwas fürs Leben zu lernen“, wie man so schön sagt. Andere sagen, sie wollen erst einmal den Einstieg ins Berufsleben meistern, berufliche Erfahrungen sammeln und das erste richtige Geld verdienen. Wieder andere geben ihr Leben lang Vollgas, um dann gemächlich in den Ruhestand zu segeln und langsam die Zügel locker zu lassen.

Genauer betrachtet, gibt es die unterschiedlichsten Möglichkeiten je nach Alter eine Auszeit im weitesten Sinne zu machen. Für alle zwischen 18 und 30 Jahre eignet sich zum Beispiel ein sogenanntes Work-Holiday-Visum perfekt, um nach Ausbildung oder Studium erst einmal eine Art Auszeit einzulegen. Wie der Name schon andeutet, handelt es sich hierbei um eine Kombination von Arbeiten und Urlaub, um ferne Länder zu bereisen. Alle Details zum Working-Holiday-Visum findest du bei den Experten zum Thema unter working-holiday-visum.de.

Auch ein Austauschjahr, Freisemester oder Auslandssemester bieten dir Möglichkeiten, den Traum von einer Auszeit nicht auf später verschieben zu müssen.

Wer bereits seit einigen Jahren in Festabstellung arbeitet und gerade eine Familie gründen will, nutzt gerne auch die Elternzeit als perfekten Zeitpunkt für eine gemeinsame Auszeit. Dass die Elternzeit tatsächlich ein bewährtes Sabbatical-Modell ist, habe ich bereits im Blogbeitrag Welche Sabbatical-Modelle gibt es? näher beleuchetet.

Viele Arbeitnehmer*innen entscheiden sich nach einigen Jahren Berufserfahrung und mit einer gesicherten, unbefristeten Festanstellung in der Tasche für eine Auszeit vom Job. Sie sind vielleicht die klassischen Sabbatical-Nehmer*innen.

Angestellte im Alter ab 60 Jahren nutzen die Möglichkeit eines Sabbaticals gerne als früheren Einstieg in den Ruhestand. Das Prinzip der Altersteilzeit ähnelt beispielsweise sehr dem Teilzeit-Modell, für das sich viele Sabbaticalanwärter*innen entscheiden, so übrigens auch ich.

Du siehst: das Sabbatical kennt kein Alter. Möglichkeiten eine Auszeit zu machen, ergeben sich in jeder Lebenslage und im jedem Alter! Aber wenn es am Zeitpunkt also nicht liegt, woran kann ich dann bemessen, ob die Zeit reif ist für eine Auszeit?

Der Moment, in dem eine Auszeit eine echte Option wird

Bestimmt kennst du diese Situation aus deinem eigenen Leben, aus dem Bekanntenkreis oder sogar aus Filmen und TV-Serien: jemand trifft eine wirklich einschneidende Entscheidung, z. B. seinen Job hinzuschmeißen, um die sieben Weltmeere mit einem Segelboot zu erkunden. Es gibt ziemlich genau zwei Reaktionen anderer Menschen auf solche Entscheidungen:

  1. Wow, total krass und verrückt! Sowas könnte ICH ja nie machen…
  2. Wow, total krass und verrückt! Das mache ich jetzt auch!

Der amerikanische Schriftsteller und Philosoph Henry David Thoreau hat einmal gesagt:

„Nur der Tag bricht an, für den wir wach sind.“

Henry David Thoreau, Autor von „Walden“ u. a.

Ich denke, seine Worte sind absolut zutreffend: wir sehen nur die Möglichkeiten, die wir bereit sind, zu sehen. Ich denke auch, dass Menschen, die auf die 1. Weise reagieren, einfach (noch) nicht sehen, dass auch sie die Verwirklichung ihrer Träume vor ihre beruflichen Verpflichtungen stellen könnten. Sie sehen es nicht, also scheint es für sie auch nicht möglich zu sein. Sie verlieren sich in Ausreden und Rechtfertigungen, warum sie das nie könnten. Viele tun dies übrigens ganz unbewusst. Es ist vielmehr ihr antrainiertes Muster.

Menschen, die auf die 2. Weise reagieren und sagen „Klasse, das mache ich jetzt auch!“ sind bereit, den gleichen Weg einzuschlagen und eine einschneidende Entscheidung zu treffen. Sie sehen die Chance und nehmen ihre Möglichkeiten wahr. Das macht sie nicht besser als die erste Gruppe, aber es macht sie zu Menschen, die bereit für Veränderungen sind. Was heißt das nun für unsere Suche nach dem perfekten Zeitpunkt für ein Sabbatical?

Nun ja, Menschen, die erkennen, dass sie bereit für eine Veränderung, reif für eine Auszeit vom Arbeitsalltag sind, sind meistens auch bereit ins Handeln zu kommen. Sie sind gewillt, ungemütliche Hürden und Herausforderungen zu meistern, um ihrem Traum von einer Auszeit näherzukommen. Man könnte auch sagen, sie sind sich ihrer Lage bewusst, erkennen eine gewisse Unzufriedenheit in ihrem Leben. Sie wissen auch, dass sie selbst etwas an ihrer Lage ändern können. Sie kennen ihre Schmerzpunkte. Im Blogbeitrag 9 triftige Gründe für ein Sabbatical habe ich bereits einige dieser Schmerzpunkte aufgezählt. Vielleicht erkennst du auch dich in einem oder mehreren Punkten wieder?

Eine 2016 in Deutschland durchgeführte Studie kam zu dem Schluss, dass vor allem das Bedürfnis nach Zeit für sich selbst, Reisen und die Selbstfindung Gründe für Arbeitnehmer*innen sind, um ein Sabbatical einzulegen. Ich habe dir die TOP 6 Beweggründe noch einmal veranschaulicht:

Wenn du dir die genannten Gründe anschaust, dürfte dir eins auffallen: ihnen allen liegt eine Unzufriedenheit oder ein dringendes Bedürfnis zu Grunde.

Der Wunsch nach einer Rückkehr zu sich selbst, zum eigenen Lebenssinn und der Befriedigung der eigenen Bedürfnisse, z. B. nach einer längeren Reise, stehen eindeutig hoch im Kurs! Ein akutes Zeichen, dass eine Auszeit bitter nötig ist, ist übrigens auch eine angeschlagene mentale Gesundheit. Nicht verwunderlich also, dass die Überwindung bzw. das Abwenden eines Burnouts, einem Gefühl des Ausgebranntseins, unter den TOP 6 Beweggründen zu finden ist.

Gibt es ihn denn nun: den perfekten Zeitpunkt für ein Sabbatical?

Ich sage: Nein, es gibt keinen perfekten Zeitpunkt für ein Sabbatical. Der perfekte Zeitpunkt für ein Sabbatical, lässt sich nicht an Zeit bemessen. Es gibt kein perfektes Alter, keine perfekte Station im Arbeitsleben, keine perfekte Lebensplanung. Der perfekte Zeitpunkt ist gekommen, wenn du dich bereit dazu fühlst und dein Herz, Körper und Verstand sich nach einer Auszeit sehnen. Die unterschiedlichen Gründe, die wir uns bereits angeschaut haben, sind perfekte Wegweiser zur Beantwortung deiner Frage nach dem perfekten Zeitpunkt.

Wie du vielleicht aus eigener Erfahrung schon weißt, gibt es für nichts einen „perfekt geplanten Zeitpunkt“. Das höre ich auch oft von Freunden und Bekannten, die eine Familie gründen, ein Haus kaufen oder einen großen Umzug planen wollen. Das Leben hält sich an keinen Plan, denn:

„Leben ist das, was passiert, während du damit beschäftigt bist, andere Pläne zu machen.“

John Lennon

Daher meine Herzensempfehlung für dich: wenn DU dich reif fühlst für eine Auszeit vom Alltag, dann ist genau JETZT der richtige Zeitpunkt für dich. Egal, wo du in deinem Leben stehst und welches Alter du hast.

Die Frage ist doch viel eher: bist du bereit loszugehen und deinen Herzenswunsch wahrzumachen? Falls du diese Frage schon mit einem lauten JA beantworten kannst, lege ich dir meinen kostenlosen 5-Schritte-Plan für deine Auszeit vom Job sehr ans Herz. Du kannst ihn dir HIER herunterladen und sofort mit deiner Planung loslegen:

Schreib doch gerne in die Kommentare, ob du dich JETZT bereit fühlst für eine Auszeit vom Job! Welche Beweggründe dienen dir als Wegweiser? Willst du auf einen bestimmten Zeitpunkt warten oder hörst du auf dein Herz und legst jetzt los?

Ich freue mich auf den Austausch mit dir!

Deine Bea

9 triftige Gründe, warum du ein Sabbatical einlegen solltest

Wenn der Wunsch nach einem Sabbatical in uns heranwächst, kann das viele unterschiedliche Gründe haben. Dem einen sind die Gründe

bewusst, der anderen eher nicht und es wird erst einmal nach einem „guten Grund“ für eine berufliche Auszeit gesucht. Dieser Beitrag liefert dir daher 9 triftige Gründe für ein Sabbatical.

Grund #1: Raus aus dem Hamsterrad

Achja, das gute alte Hamsterrad. Viele von uns wissen gar nicht so richtig, wie sie da reingeraten sind und nicht alle haben ein Problem mit diesem Hamsterrad. Wenn du hier bist, weil du nach der Pause-Taste in deinem Leben suchst, dann hast du aber höchstwahrscheinlich ein Problem damit und willst raus aus dem Arbeitsalltag.

Stell‘ dir mal vor, es ist Montag – und du musst nicht hin! Kein Sonntagabend, an dem du gedanklich schon die Herausforderungen der kommenden Woche durchgehst, kein Montagmorgen, an dem du dich nach dem 3. Mal Drücken der Snooze-Taste aus den Federn quälst, kein Termindruck, keine Deadlines – einfach nur der Morgen eines neuen Tages. Nicht mehr und nicht weniger.

Richtig gelesen: es ist durchaus ein triftiger Grund, ein Sabbatical einzulegen, wenn du einfach nur mal deine Ruhe haben willst. Du musst kein fancy Vorhaben geplant haben, vielleicht ergibt sich das ein oder andere von allein. Ich behaupte, einfach mal bewusst runterzufahren, ja sich gar zu langweilen, kann uns nur dabei helfen, unsere Gedanken zu sortieren und die Tage wieder bewusst zu erleben. Genau dafür eignet sich ein Sabbatical.

Grund #2: Die Welt bereisen

Der wohl berühmteste Grund und das, woran die meisten Menschen auch denken, wenn sie „Sabbatical“ hören. Auch mir wurden Fragen gestellt wie „Ach, du willst wohl eine Weltreise machen?!“ oder „Wo willst du überall hin?!“

Nun, egal ob Weltreise oder „nur“ auf einen anderen Kontinent oder „nur“ in ein anderes Land oder gar „nur“ durch Deutschland: Reisen ist einer der am häufigsten genannten Gründe, warum sich Menschen für ein Sabbatical entscheiden. Quasi, als Erweiterung des Jahresurlaubs. Bei einem gesetzlichen Urlaubsanspruch von 20 Tagen bei einer 5-Tage-Woche erscheint eine Reise nach Australien, Argentinien, in die USA oder nach Südafrika auch nicht wirklich lohnenswert. Kaum angekommen in der neuen Welt, hat man das Abreisedatum direkt schon vor Augen und den Stress, den man sich macht, um möglichst viel von Land, Leuten und Kultur entdecken zu können, dürfte wohl kaum zur Erholung beitragen.

„Der Reisende sieht Dinge, die ihm unterwegs begegnen. Der Tourist sieht das, was er sich vorgenommen hat, zu sehen.“

G. K. Chesterton

Ein Sabbatical ist daher perfekt geeignet, wenn du für eine längere Zeit auf Reisen gehen willst, ganz ohne Zeitdruck.

Grund #3: Zeit für Partnerschaft, Familie & Freunde

Es gibt Situationen in unserem Leben, die will man einfach mit besonderen Menschen teilen. Wie oft sagen wir zu unserer Partnerin/unserem Partner „Ich finde, wir sollten uns mal wieder so richtig Zeit für uns nehmen.“?

Zwischen all den Verpflichtungen des Alltags kommen gerade die Menschen, die uns am wichtigsten sind, oftmals zu kurz. Es können natürlich auch Familienangehörige und Freunde sein, denen man gezielt mehr Zeit widmen will, z. B. durch einen längeren Besuch oder weil man jemanden auf seinem letzten Weg begleiten will. Oder aber du erwartest mit deiner Partnerin/deinem Partner Nachwuchs! Was gibt es Schöneres, als die ersten Lebensmonate gemeinsam bewusst zu erleben?!

Ein paar gemeinsame Wochen, also Zeit die man bewusst miteinander verbringt, hat schon viele Beziehungen jeglicher Art bereichert. Und diese Erinnerungen sind wertvoller als jede Erinnerung an eine weitere stressige Woche zwischen Job und Alltag zu Hause. Für solch eine Auszeit lohnt sich ein Sabbatical allemal!

Grund #4: Gesundheitliche Prävention

Beim Thema Vorbeugung gegen mentale Erkrankungen kann man gar nicht laut genug werden. Ich erlebe es selbst im Jahr 2021 so häufig, dass die Themen Burnout, Angststörung, Depression totgeschwiegen werden. Bei dienstlichen Besprechungen ist es fast schon „schick“ geworden, sich in den ersten 5 Minuten erst einmal auszutauschen, wer am Tisch aktuell dem größten Stress ausgesetzt ist. Als wäre es ein Wettrennen ins Burnout.

Schluss damit! Wenn du merkst, dass dir der Kopf jeden Tag schmerzt, weil er so voll von Verpflichtungen, Terminen, Aufgaben, Sorgen, Ängsten und Zweifeln ist, ist es höchste Zeit, die Handbremse zu ziehen. Komm zurück ins Hier und Jetzt und lass dich von deinen Gedanken und äußeren Einflüssen nicht hetzen.

„Es scheint ein Gesetz des Lebens zu sein, dass wir uns dann am meisten bereichern, wenn wir uns selbst geben, ganz und gar und aus freien Stücken.“

David Dunn

Psychisch bedingte Fehlzeiten nehmen laut Statistiken immer mehr zu. Doch niemandem ist geholfen, wenn Angestellte, Kolleg*innen, Mitarbeiter*innen wochenlang, ja monatelang ausfallen, um sich von einer mentalen Erkrankung zu erholen.

Gesundheitliche Vorsorge ist einer der dringendsten Gründe (für Arbeitnehmer*innen als auch für Vorgesetzte!) für ein Sabbatical als Auszeit vom Stress und für mehr körperliche und mentale Erholung.

Grund #5: Private oder berufliche Weiterbildung

Du schleichst seit Wochen gedanklich um eine Weiterbildung, ein Coaching oder ähnliches Fortbildungsprogram herum? Dann zögerst du wahrscheinlich noch, weil du ja eigentlich gar keine Zeit dafür hast. Getreu dem Motto: „Wie soll ich das noch in meiner Woche zeitlich unterbringen?!“.

Tja, wie wäre es mit einer beruflichen Auszeit, um dich voll und ganz auf die Weiterbildung konzentrieren zu können? Egal, ob du ein Life-Coaching oder Mentoring Programm wahrnehmen möchtest, dir langfristig eine Nebentätigkeit aufbauen möchtest und dafür eine besondere Ausbildung benötigst oder du eine berufliche Weiterbildung wahrnehmen willst, um dir Aufstiegschancen im Job zu sichern: etwas Neues zu lernen und sich weiterzuentwickeln, ist unbezahlbar! Lebenslanges Lernen ist die Devise! Das einzige, was du benötigst, ist die Willenskraft und natürlich ausreichend Zeit dafür.

Die Vorteile einer Weiterbildung, die dir auch im Job zu gute kommt, wird auch dein Arbeitgeber nicht leugnen können. Schon hast du ganz nebenbei ein gutes Argument für die Genehmigung des Sabbaticals.

Grund #6: Träume, Projekte & Ziele verwirklichen

Jeder Mensch hat einen oder mehrere Träume in seinem Leben. Aber nur einige Menschen schaffen es, diese Träume wahr werden zu lassen. Die anderen begnügen sich mit Ausreden und Rechtfertigungen, warum es jetzt gerade einfach nicht passt und was ihnen sonst noch so im Wege steht. Das Schlimmste, was passieren kann, ist doch eines Tages zu erkennen, dass wir nie gewagt haben zu träumen und nie versucht haben, unsere Träume zu verwirklichen!

„Wenn man träumt, soll man auf nichts verzichten.“

Honoré de Balzac, frz. Schriftsteller und Philosoph

Lass mich Honorés Worte noch mal frei übersetzen: DREAM BIG!

Einer meiner größten Träume ist es, Elefanten in freier, afrikanischer Wildbahn zu erleben und vor Ort etwas zu ihrem Artenschutz beizutragen. Da puckert mein Herz sofort schneller, wenn ich daran denke! Hast du auch so einen Traum?

Viele Lebensträume sind automatisch mit längeren Reisen verbunden, für die der Jahresurlaub einfach nicht ausreicht, z. B.:

  • die Route 66 mit dem Motorrad fahren
  • einen Van ausbauen und damit Europa bereisen
  • den Jakobsweg wandern
  • die Polarlichter sehen
  • den Mount-Everest besteigen
  • eine Safari erleben
  • und vieles mehr!

Wenn du Träume hast, die auf deiner Bucket-List unter den Top5 stehen, dann hör‘ auf nach Ausreden zu suchen. Mach‘ sie wahr, sei proaktiv und verschiebe sie nicht auf dieses ominöse „Später“, von dem niemand so genau weiß, wann es denn eigentlich eintritt. Wer weiß, ob du „später“ überhaupt noch die Möglichkeit hast, deinen Wünschen und Träumen nachzugehen?

Grund #7: Ehrenamtliche Arbeit & Soziales Engagement

Wir alle sind Bewohner*innen dieser Erde und somit trägt jede*r von uns eine gewisse Verantwortung dafür, diese Erde am Leben zu erhalten und etwas zurück zu geben. Um diesem Bedürfnis nachzukommen, ist eine berufliche Auszeit super geeignet.

Es gibt viele Möglichkeiten, dich ehrenamtlich zu engagieren. Das kann ganz regional in deinem Ort, in deiner Stadt sein, z. B. im Tierheim, bei der Tafel oder einer (über-)regionalen Natur- und Umweltschutzorganisation, z. B. bei den NaturFreunden Deutschlands.

Dein Ehrenamt kannst du aber auch gleich mit einer Reise in ferne Länder verbinden. Es gibt viele Organisationen, die Auslandspraktika und Freiwilligenarbeit weltweit vermitteln. Du hast die Wahl:

  • Betreue Kinder in Südafrika
  • Unterstütze ein Straßenkinderprojekt in Ghana
  • Sei dabei, wenn in Ecuador eine ökologische Farmwirtschaft entsteht
  • Leiste einen Beitrag zum Schutz von Meeresschildkröten, Delfinen und Haien in Sri Lanka
  • Setze dich für die Erhaltung der Wildtiere Afrikas ein
  • und und und…

Weitere Infos dazu findest du bei u. a. bei Rainbow Garden Village und Manatapu. Hier wirst du bereits ab der Buchung, vor Ort und bis zu deiner Rückkehr nach Deutschland betreut.

Egal, ob du lokal aktiv werden willst oder ob es dich tausende Kilometer in die Ferne zieht: etwas für andere Menschen, für Umwelt und Tiere zu tun, wird auch dich selbst bereichern.

Grund #8: Zur Ruhe kommen & Klarheit finden

„Wenn der Mensch zur Ruhe gekommen ist, dann wirkt er.“

Francesco Petrarca

Es muss dir nicht so schlecht gehen, dass deine mentale Gesundheit gefährdet ist, um ein Sabbatical einzulegen. Wie gesagt, Vorsorge ist immer besser als Nachsorge. Es spricht also nichts dagegen, wenn du dir ein Sabbatical gönnst, um einfach mal zur Ruhe zu kommen.

In deiner Auszeit könntest du eine Fastenkur in einem ausgewiesenen Wellness Hotel machen. Reinigt Körper und Seele, so heißt es! Oder du legst eine mehrwöchige Pause in einem Yoga Treatment ein. Auch hier hast du wieder die Wahl, diese Pause in Deutschland, in den österreichischen Alpen oder gar auf Bali zu genießen. So ein bisschen wie in „Eat, Pray, Love“ vielleicht.

Tu Dinge, die zu deinem Wohlbefinden beitragen, dich erden und dir schließlich die Erholung und Klarheit bringen, die du brauchst, um Energie aufzutanken und im Anschluss weiter durchstarten zu können!

Grund #9: Neue (berufliche) Wege ausloten

Ganz klar: du hast neben deiner jetzigen Festanstellung eigentlich noch andere Ideen, wie dein Leben verlaufen könnte. Eine Kündigung kommt dir aber so endgültig vor? Dann kann ein Sabbatical quasi als „Kündigung light“ dir überhaupt erst einmal den Freiraum und das Gefühl vermitteln, wie es sich anfühlt, sich privat und/oder beruflich mit etwas ganz anderem zu befassen.

Du kannst die Auszeit nutzen, um einfach ins Fühlen zu kommen oder aber schon aktiv daran arbeiten, neue berufliche Wege einzuschlagen. Vielleicht ist es der Einstieg in eine völlig andere Branche, der Sprung in die Selbständigkeit oder gar der Umzug in ein anderes Land verbunden mit einem Neustart? Streck‘ die Fühler aus, denn auch dafür ist ein Sabbatical bestens geeignet.

Puh, das waren jede Menge gute Gründe für ein Sabbatical, oder nicht?! Ganz egal, welcher Grund für dich ausschlaggebend ist: du bist hier, weil du in dir den Wunsch nach einer Auszeit verspürst. Ich kann dir nur ans Herz legen, diesem Wunsch nachzuspüren. Er kommt sicher nicht von ungefähr…

Diese Liste erhebt natürlich keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Wenn du einen ganz anderen Grund für ein Sabbatical verspürst, lass es mich doch gerne in Form eines Kommentars wissen!

Was auch immer dein Beweggrund ist: leg‘ los und plane deine Sabbatical!

Deine Bea