„Auf nach Neuland – mit Schulkindern und Bulli ein Jahr lang durch Europa“

von Monika Rech-Heider

Ich liebe es, Berichte von reiselustigen Abenteurern zu lesen. Egal, ob sie via Couchsurfing kostengünstig sämtliche Länder der Welt erkunden oder auf einem Fahrrad durch den afrikanischen Busch radeln. In solchen Reiseberichten steckt so viel mehr als die typischen „Reiseinformationen“, die man vielleicht erwartet. Mich interessieren die Geschichten und die Abenteuer, die unvorhergesehen auf all diesen Reisen geschehen. Weil am Ende immer alles anders kommt, als man es eigentlich geplant hatte. So ging es auch Monikas Familie. Aber lest selbst…


Darum geht’s:

Eine fünfköpfige Familie lässt den stressigen Alltagstrott in Deutschland hinter sich und startet mit dem Bulli (ein kultiger, quietschgrüner VW T3) eine einjährige Reise durch Europa. So viel in aller Kürze.

Monika, die auch auf dem Blog www.aufnachneuland.eu fleißig über ihre Reise und Abenteuer geschrieben hat, holt uns da ab, wo die meisten von uns überhaupt anfangen: im stressigen Alltag, gefangen zwischen beruflichen und privaten To-Do-Listen. Sie schreibt:

„Wir hatten doch alles, um glücklich und zufrieden zu sein. Wie also konnte es sein, dass wir uns so leer fühlten, kraftlos, machtlos, wie einbalsamiert und zu einem runzligen Abbild unserer selbst mumifiziert? Wir hatten eben alles. Alles außer Zeit. Und die haben wir uns genommen!“

aus „Auf nach Neuland“ von Monika Rech-Heider

Das Gefühl kommt dir so oder so ähnlich bekannt vor? Mir auch!!

Zwischen sämtlichen Terminen, die eine fünfköpfige Familie unter der Woche so wahrzunehmen hat (Kindergarten, Schule, Abgabefristen im Job, Kickbox-Training, Hausaufgaben und Leistungsdruck in der Schule) beschließen Monika und ihr Mann Andi: Damit ist jetzt Schluss!

Sie setzen sich an die Planung und Organisation ihres Vorhabens. Ziemlich schnell entsteht dabei eine Checkliste, die sie dankenswerter Weise auch an die Leser*innen des Buches weitergeben. Von Träume zulassen über die Finanzplanung und Herausforderungen, die geklärt werden müssen (haben die Kinder überhaupt Bock auf ein Jahr Auszeit und Reisen? Was machen wir mit der Schulpflicht? Welche Versicherungen brauchen wir?) bis hin zum schönsten Punkt auf der Checkliste: die Vorfreude.

Von der Reise selbst, die natürlich ganz anders beginnt, als die Familie sich das vorgestellt hatte, schreibt Monika auf so angenehm authentische und humorvolle Art und Weise, dass man nur so über die Seiten fliegt. Dabei stören auch die Zeitsprünge vom Beginn der Reise hin zum letzten Tag der einjährigen Auszeit nicht – im Gegenteil, sie machen neugierig auf alles, was die Familie dazwischen erlebt und gesehen hat. Und das ist eine ganze Menge…

Wer mehr zu Monika und ihrer Familie wissen möchte, wird hier fündig:

Das Buch ist nicht nur für alle, die über ein Sabbatical mit Kindern nachdenken eine absolute Leseempfehlung (ich, 33, verheiratet, kinder- aber nicht hundelos, kein Bulli, aber ein selbst ausgebauter Opel Vivaro, fand es sehr lesenswert!) sondern generell für alle, die davon träumen, mit einem Van, Wohnmobil oder Wohnwagen auf eigene Faust zu reisen. Monika berichtet von all den schönen, unbezahlbaren Momenten, die eine solche Reise mit sich bringen kann – aber ebenso von allen Situationen, in die einen das Leben völlig unvorbereitet katapultiert. Das Beste: am Ende geht es immer irgendwie weiter.

Kennst du das Buch bzw. den Blog oder hast du selbst einen Buchtipp, den man gelesen haben sollte? Teile es in den Kommentaren! Ich freue mich auf deine Nachricht!

Deine Bea