„Frühstück mit Elefanten“ von Gesa Neitzel

Kleiner Disclaimer vorweg:

Bevor es mit diesem Buchtipp, den ich dir wirklich von Herzen empfehle, losgeht, muss ich ein Geständnis loswerden…ich bin ein großer, wirklich großer Fan von Elefanten. Für mich gibt es keine schöneren, anmutigeren, liebenswerteren Tiere auf diesem Planeten. Schon im Kindesalter entwickelte sich meine grenzenlose Liebe zu den „Dickhäutern“. Das lag vermutlich am Disney-Klassiker „Dumbo“, der mich stets zuverlässlich zu Tränen rührte und den ich so oft auf VHS Kassette schaute bis der Film an einigen Stellen an Bild- und Tonqualität einbüßen musste. Meine Liebe zu Elefanten hält bis heute (und bis in alle Ewigkeit!!) an. Seit 3 Jahren spende ich in Form einer Patenschaft an Elefantenschutzprojekte der Organisation Pro Wildlife.

Logisch also, dass ich beim Titel „Frühstück mit Elefanten“ sofort hellhörig wurde und das Buch lesen musste!


Darum geht’s:

Die Autorin Gesa Neitzel hat Sehnsucht. Tagein, tagaus geht sie ihrem geregelten Arbeitsalltag als Fernsehredakteurin im großen, lauten Berlin nach und träumt sich schon während der U-Bahn-Fahrt zur Arbeit an andere Orte. Nach einem Afrika-Urlaub reift in ihr jedoch ein Gedanke: nämlich, wie es wohl wäre, alles stehen und liegen zu lassen und eine Ranger-Ausbildung im afrikanischen Busch anzutreten. Die Entscheidung ist ihr letztendlich nicht leicht gefallen, oft verunsichert sie die eigene Angst vor dem großen Schritt. Sie weiß nicht so recht, was sie in Afrika erwartet, aber eines weiß sie gewiss:

Ich will raus aus der Stadt. Ich will Holz hacken und Lagerfeuer machen und Stockbrot über den Flammen rösten. Ich will mich auf einfache Freuden und naturbewusste Lebensweisen besinnen und ich will nicht länger in dieser Blase leben, in der Unzufriedenheit mit Konsum betäubt wird.

aus „Frühstück mit Elefanten“ von Gesa Neitzel

Sie kündigt ihren Job, schreibt einen Verlag an, um ihre Idee, die Ranger-Ausbildung für ein Buch schreibend zu begleiten, vorzustellen, bekommt den Zuschlag und finanziert sich so einen Teil der mehrmonatigen Ausbildung, bricht ihre Zelte in Deutschland ab und startet ins wohl größte Abenteuer ihres Lebens.

Gesa berichtet nicht nur vom Alltag im Camp und den Ausbildungsinhalten, ihren Mitschüler*innen und den Ausbildern. Sie berichtet vor allem auch von den magischen Momenten, die sie erlebt. Vom Leben im Einklang mit der Natur (Aufstehen zum Sonnenaufgang, einer langen Mittagspause auf Grund der Hitze, Lagerfeuer am Abend aka „Busch-TV“), von Begegnungen mit Elefanten (natürlich!) und anderen Tieren Afrikas, aber auch davon, wie sie einzelne Augenblicke viel bewusster wahrnimmt als vor wenigen Wochen in Berlin. So findet sie fernab der eigentlichen Heimat eine ganz neue Heimat.


Das Buch ist eine Empfehlung für alle, die eine Sehnsucht nach Afrika verspüren, aber genauso für alle, die überlegen, „den großen Schritt“ zu wagen. Ja, Gesa hat ihren Job in Berlin gekündigt. Aber vielleicht reichen dir auch ein paar Wochen oder Monate Auszeit in Afrika? Gesas Buch ist eine wirklich tolle Inspiration und Motivation, seinen Träumen nachzugehen und dem Alltagsgrau zu entfliehen.

Was Gesa heute so treibt, kannst du auf ihren Webseiten und auf ihrem Instagram-Kanal verfolgen:

Mittlerweile gibt es bereits ein 2. Buch von ihr: „The Wonderful Wild: was ich von Afrikas Wildnis fürs Leben lernte“, welches ich auch uneingeschränkt allen empfehlen kann, die mehr vom Leben und von den Lehren des afrikanischen Buschs lesen wollen.

Wie steht’s mit dir? Kennst du das Buch bereits? Wäre so eine Auszeit in Afrika etwas für dich? Lass es mich gerne wissen!

Deine Bea