Wie viel kostet ein Sabbatical?

Die Idee, eine Pause vom Alltag einzulegen, klingt toll, oder? Wahrscheinlich fallen dir früher oder später auch jede Menge Sachen ein, die du eigentlich schon immer mal machen wolltest. Und vielleicht stellst du dir nach

einem gehörigen Brainstorming die Frage aller Fragen…“Wie viel kostet mich mein Sabbatical eigentlich?!“ Es ist super wichtig, sich darüber bereits in der Planungsphase Gedanken zu machen! Also lass uns einen Blick auf die Kosten für deine Auszeit werfen.

Da wir Menschen beim Thema Geld oftmals etwas emotionaler werden, als wir es eigentlich müssten, habe ich noch eine wichtige Message für dich:

Eventuell wirst du beim Weiterlesen gleich über größere Summen an Kosten stolpern. Lass‘ dich davon bitte nicht abschrecken. Die Erinnerungen und die Erfahrungen, die du während deines Sabbaticals sammeln wirst, sind unbezahlbar. Unbezahlbar.

Was steht auf deiner Bucketlist?

Wenn wir uns anschauen wollen, wie viel Geld du für dein Sabbatical einplanen musst, sollte dir zumindest im Groben klar sein, was du eigentlich alles unternehmen und erleben willst. Also, was steht auf deiner Bucketlist? Denn eine Weltreise erfordert eine ganz andere Rücklagensumme als eine 3-monatige Ausbildung oder 6 Monate Auszeit, um eine Nebentätigkeit aufzubauen.

Mach‘ dir also klar: wofür will ich meine freie Zeit nutzen? Wenn du den Grund für dein Sabbatical weißt, hast du immerhin schon eine ungefähre Ahnung, was dich auch finanziell erwartet. So kannst du die Kosten für dein Sabbatical schon genauer auflisten.

Wie viel kostet eine Weltreise?

Für die Lieblingsbeschäftigung der Auszeitnehmer, nämlich das Bereisen sämtlicher Länder dieser Erde, habe ich mal ein wenig Recherche betrieben. Das Ergebnis: für 1 Jahr Weltreise musst du 10.000 € bis 15.000 € einplanen.

Woher ich diese Zahlen nehme? Von Erfahrungen anderer Blogger, vornehmlich von Reisebloggern. Wichtig ist hierbei natürlich der Reisestandard, mit dem du dich identifizieren kannst. Muss es für dich immer ein 3-Sterne-Hotel sein oder schläfst du lieber im Schlafsack und Zelt? Bist du lieber als Backpacker größtenteils zu Fuß, mit dem Rad oder gar mit einem Campervan unterwegs? Wie viel Geld willst du pro Monat, Woche, Tag ausgeben? Das klingt alles viel zu abstrakt und schwer kalkulierbar? Das ist es auch. Schließlich hat jede*r andere Bedürfnisse und Vorlieben. Dennoch gibt es zahlreiche, hilfreiche Blogs, die dir dabei helfen, deine Reisefinanzierung zu kalkulieren. Die meisten Infos zum Thema Weltreise habe ich hier gefunden:

www.geh-mal-reisen.deHier gibt es eine Übersicht über die Kosten einer Weltreise sowie Tools & Tipps für die finanzielle Planung.
www.wetraveltheworld.de11 Reiseblogger verraten dir in einem Beitrag, wie teuer ihre jeweilige Reise war. Super, um eine ungefähre Einschätzung deiner persönlichen Vorhaben zu erhalten, da jede*r Blogger*in auf andere Art und Weise unterwegs war.

Beim Thema Reisen kann es keine festen Kosten geben, die für alle gleich zutreffen. Plane deine Reise, mach dir Gedanken, worauf du auch verzichten und wo du sparen könntest, aber auch was du dir unbedingt selbst ermöglichen willst. Die Kunst hierbei ist wahrscheinlich, nicht zu kleinlich zu werden. Denn du weißt ja, das Leben geschieht, während wir dabei sind, Pläne zu schmieden.

Vergiss deine Fixkosten nicht!

Bei aller Vorfreude auf deine Auszeit und auf das, was du vorhast, solltest du auf keinen Fall deine Fixkosten vergessen. Dazu zählen nicht nur deine Fixkosten, die eventuell weiterhin zu Hause anfallen, wie Miete, Versicherungsbeiträge, Kreditraten usw., sondern auch die Fixkosten, die dich bei deinem Vorhaben begleiten werden. Das können monatliche Beiträge zur Auslandskrankenversicherung sein oder auch Spritkosten, wenn du mit dem Campervan unterwegs bist.

Wenn du keine Ahnung hast, wie hoch deine jetzigen Fixkosten im Alltag sind, rate ich dir dringend dazu, diese einfach mal zusammenzustellen. Dabei helfen herkömmliche Haushaltsbücher, in denen du handschriftlich deine monatlichen Einnahmen und (wahrscheinlich hauptsächlich) Ausgaben einträgst. Es gibt jedoch auch zahlreiche Excel-Vorlagen im World Wide Web. Wenn du deine Fixkosten eher auf dem Smartphone tracken willst, empfehle ich dir kostenlose Apps wie Haushaltsbuch Money Manager, Monefy oder SayMoney. Wenn es etwas detaillierter haben willst, ist die App Finanzguru vielleicht etwas für dich. Bei den meisten Onlinebanking Portalen gibt es übrigens auch die Möglichkeit, deine monatlichen Ausgaben in Kategorien einzuteilen. Das hilft bei der Führung eines Haushaltsbuches ungemein!

Du findest, die Themen Fixkosten und Haushaltsbuch klingen öde? Mag sein, das gehört aber dazu, wenn du keine böse finanzielle Überraschung erleben willst, weil du aus Versehen die jährliche Abbuchung der KFZ-Steuer oder eines Versicherungsbeitrages vergessen hast. Es lohnt sich also!

Finde das passende Sabbatical-Modell

Die Auswahl des passenden Sabbatical-Modells hängt nicht nur damit zusammen, wie lange deine Auszeit dauern soll. Was du unternehmen möchtest, wie viel dich das kostet und wie du dir deine perfekte Auszeit finanzieren kannst, spielen ebenfalls eine wichtige Rolle. Du siehst, es hängt alles eng zusammen!

Während du beim Teilzeit-Modell davon ausgehen kannst, auch während deiner Freizeitphase monatlich Geld von deinem Arbeitgeber zu erhalten, bekommst du in 3 Monaten unbezahltem Sonderurlaub natürlich keinen Lohn. Sei ehrlich zu dir selbst und schätze deine finanziellen Möglichkeiten realistisch ein. Leider haben die wenigsten Menschen große finanzielle Rücklagen übrig, um mal eben eine Weltreise zu bezahlen.

Wähle das Modell, mit dem du deine Auszeit vom Job realisieren möchtest, mit Bedacht aus. Es bringt nichts, auf Teufel komm raus eine mehrere Monate andauernde Auszeit zu nehmen, in der du finanziell aber kaum über die Runden kommst. Für ein Sabbatical entscheidet man sich meistens nicht von heute auf morgen. Nimm‘ dir die Zeit, die du für die richtige Planung und vielleicht auf fürs Sparen benötigst.

Kannst du mit weiteren Einnahmen rechnen?

Wenn du weißt, wie hoch die Ausgaben für deine Vorhaben und deine Fixkosten sind, hast du schon einmal einen guten Überblick darüber, wie viel dein Sabbatical kostet. Du kennst also ungefähr die Summe, die du verfügbar haben oder noch ansparen musst, um dir deine perfekte Auszeit finanzieren zu können.

Nun gibt es Menschen, die schaffen es immer, irgendwie zu Geld zu kommen. Damit meine ich keine illegalen Tricks sondern Menschen, die einfach machen.

Du willst unbedingt nach Australien, aber dein Erspartes reicht gerade einmal für Hin- und Rückflug und für ca. 2 Wochen Aufenthalt? Dann mach‘ ein Work & Travel daraus! Du arbeitest während deines Auslandaufenthaltes, verdienst dir so dein Geld vor Ort und lernst die Kultur, Sprache und Leben der Menschen wahrscheinlich viel besser kennen als jede*r Tourist*in. Informiere dich im Netz über Möglichkeiten, in deinen Wunschländern für dein Reisegeld zu arbeiten, z. B. auf www.auslandsjob.de.

Wenn du generell nicht davon abgeneigt bist, während deines Sabbaticals nebenher etwas zu arbeiten, kommt vielleicht auch die Arbeit als Freelancer*in für dich in Frage, also als freie*r Mitarbeiter*in. Beliebt ist auch die Arbeit als Virtual Assistant, auch VA genannt. Davon hast du noch nie etwas gehört? Es handelt sich hierbei um Aufträge, die du als VA für andere Leute, Unternehmen, Firmen etc. ausführst, z. B. die Betreuung des Social Media Kanals, die Erstellung einer Webseite, das Schreiben von Texten oder das Schneiden von Videos und Podcasts. So kannst du bequem von überall aus arbeiten, entsprechende Kenntnisse, Talent, notwendige Technik und Internetzugang vorausgesetzt. Achtung! Du brauchst hierfür ggf. eine Gewerbeanmeldung und kannst diese Tätigkeit nicht einfach „schwarz“ ausführen. Wenn du mehr darüber erfahren willst, stöbere mal bei www.fernarbeit.net, www.virtual-assistant-woman.de oder www.freelance.de.

Wenn du während deiner Auszeit durch Arbeit zusätzlich Geld verdienst, eröffnen sich dir noch einmal ganz andere Möglichkeiten. Und das Wichtigste: du sammelst Erfahrungen und Erinnerungen, die dich am Ende reicher machen.

Fazit: Planung ist die halbe Miete!

Tja, wie viel kostet ein Sabbatical nun? Ich hoffe, du bist nicht enttäuscht, weil ich dir keine Tabelle aufgezeigt habe, in denen du sämtliche Sabbatical-Vorhaben und die exakten dazugehörigen Kosten aufgelistet findest. Das funktioniert so einfach nämlich nicht!

Vielleicht fällt es dir schwer, die genauen Kosten deines Sabbaticals aufzuschlüsseln. Klar, hinterher ist man immer schlauer. Mein Rat an dich lautet dennoch:

  • Mach dir genaue Gedanken dazu, was auf deiner Bucketlist steht
  • Informiere dich über die anzunehmenden Kosten
  • Wähle dein Sabbatical-Modell mit Bedacht aus
  • Beurteile deine finanziellen Möglichkeiten realistisch und ehrlich
  • Schau, ob du neben eventuell Erspartem oder Lohnauszahlung während deiner Freistellung noch andere Einnahmen erwarten kannst.

Gut vorbedacht, ist halb gemacht! Werde bei deiner Planung aber auch nicht zu kleinlich. Schätze Kosten lieber großzügiger als zu knapp. So erfreust du dich am Ende eher noch über Reserven als dass du in finanzielle Not gerätst. Lass dich von hohen Summen, die du erst noch ansparen musst, nicht entmutigen. Das richtige Mindset und Tricks, wie du deine Sparziele ganz sicher erreichen kannst, spielen hierbei eine wichtige Rolle.

Leg‘ los und plane deine Auszeit vom Job!

Deine Bea