Stellst du dir auch diese eine falsche Frage? – welche Frage du stattdessen stellen solltest

Viel zu oft fällt mir auf, dass Menschen der Meinung sind, ihren Traum vom Sabbatical nicht verwirklichen zu können, weil bestimmte Umstände nicht passen.

Was ich neulich in einer Facebook Gruppe dazu gelesen habe, ist nur ein Beispiel dafür, dass man sich zu oft die falsche eine Frage stellt. Welche Frage ich meine und welche Frage du dir stattdessen stellen solltest, erfährst du in dieser kurzen, knackigen, aber wichtigen Podcastfolge!

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Dranbleiben am Sabbatical – 3 wertvolle Tipps, wie du es wirklich durchziehst

Ich bekomme hin und wieder die Frage gestellt “Bea, wie schaffe ich es, am Sabbatical dranzubleiben und es wirklich durchzuziehen?”

Deshalb möchte ich mit dir über das Thema DRANBLEIBEN sprechen, Dranbleiben an der Verwirklichung deines Sabbaticals!

Ich gebe dir dazu 3 wertvolle Tipps mit auf den Weg, die es dir leicht machen, dein Sabbatical nicht aus den Augen zu verlieren, auch wenn der Weg dorthin manchmal ganz schön weit ist.

Du sperrst lieber die Sabbatical-Hasen-Lauscher auf statt zu lesen? Dann hör dir die Podcastfolge zu diesem Blogpost an:

Heute widmen wir uns einer weiteren Herausforderung auf der laaangen langen Liste der Herausforderungen bei der Sabbatical Planung, nämlich dem Thema DRANBLEIBEN! 

Dranbleiben am Sabbatical, Dranbleiben an der Planung, Dranbleiben am Umsetzen, Dranbleiben bis der erste Tag deiner Auszeit gekommen ist und darüber hinaus natürlich!

Warum fällt das Dranbleiben am Sabbatical so schwer?

Ich bekomme immer mal wieder Fragen wie “Bea, wie schaffe ich es, an der Planung meiner Auszeit dranzubleiben?!“ und ich könnte jetzt sagen “Einfach machen!” und das wars, aber ich verstehe diese Frage durchaus und weiß was dahinter steckt. Ein Sabbatical ist im Normalfall kein Husch-Husch-Ding. Der ganze Prozess von der Idee an eine Auszeit über den unterschriebenen Vertrag bis hin zum Sabbatical selbst wird sich wahrscheinlich über mehrere Woche, sicherlich auch mehrere Monate und manchmal auch über mehrere Jahre hinweg hinziehen.

Ich bin eine von den Ausdauernden, denn zwischen meinem Antrag für ein Sabbatical und dem Ende meiner Freistellung liegen sage und schreibe knapp 4 ½ Jahre, reine „Wartezeit“ für mein Sabbatical 3 Jahre.

Das ist’n Kracher oder? Aber für mich ist alles gut, ich wollte es so, ich habe nämlich dank Teilzeitmodell die Möglichkeit 3 Jahre für meine 9-monatige Auszeit anzusparen. Aber 4 ½ Jahre, lass dir das mal auf der Zunge zergehen…

Da kann man schon mal den Fokus, die Motivation, den Optimismus verlieren, oder? Vor allem wenn zwischendurch so ‘ne Pandemie ihren großen Auftritt feiert…und ab und zu fällt das Dranbleiben am Sabbatical einfach schwer.

Und daher schauen wir nun gemeinsam, wie schaffst DU es, über einen längeren Zeitraum dranzubleiben und ich gebe dir ganz konkrete Tipps an die Hand, die du einfach umsetzen kannst.

Was dahinter steckt

Zuerst einmal müssen wir verstehen, dass hinter der Befürchtung “Ich weiß nicht, ob und wie ich dranbleiben kann an meinem Ziel Sabbatical” eigentlich die Angst vor dem Misserfolg steckt. Nicht Misserfolg im Sinne von “Mein Chef sagt nein und ich kann kein Sabbatical machen” sondern Misserfolg im Sinne von “Ich hab’s mir vorgenommen und dann doch nicht durchgezogen. Ich bin doch nicht drangeblieben.“

Daher möchte ich dir einen Satz mit auf den Weg geben, der mir so richtig die Augen geöffnet hat:

Das Gegenteil von Erfolg ist nicht der Misserfolg. Das Gegenteil von Erfolg ist das Nichtanfangen.

Lies den Satz gleich noch einmal!!

Wat soll datnun bedeuten?!

Na ganz klar: wenn du losgehst und deine ersten Schritte in Richtung Sabbatical läufst, bist du schon auf Erfolgskurs. Du kannst nichts verlieren, du kannst nicht scheitern. Du kannst nur gewinnen, nämlich Erfahrungen.

Dranbleiben! – auch wenn es mal schwer fällt

Dranbleiben am Sabbatical – Tipp #1: Kenne dein Warum

Dein Warum ist dein Antrieb, deine Motivation, deine Schubkraft, um all die Herausforderungen, die auf dem Weg zum Sabbatical vor dir liegen, mit Schwung nehmen zu können.

Deswegen ist dies für mich auch der 1. Schritt der Sabbatical Planung. Wenn du wissen wilst, wie die drei ersten und wichtigsten Schritte der Sabbatical Planung aussehen, ist mein Mini Kurs genau das Richtige für dich:

Dein Sabbatical beginnt immer bei dir. Du interessierst dich ja wahrscheinlich nicht für das Thema, weil irgendeine Monika aus der Finanzabteilung gesagt hat “Hey, so’n Sabbatical, dass ist der neueste Shit, das musst du mal machen!”. Der Wunsch, das Bedürfnis nach einer Auszeit kommt aus DIR heraus. Sonst wärst du nicht hier und würdest das hier gerade lesen.

Nur du kennst dein Warum! Dein Warum erzählt dir ja keine:r von deinen, Schnarchnasen-Kolleg:innen, die sagen “Meine Träume lebe ich später, hab doch nur noch 25 Jahre bis zur Rente!”. Auf solche 9to5 Schnarchnasen wollen wir nicht hören.

Dein Warum für diese Auszeit kennst nur du! Also geh diese Extrameile und schau dorthin, schau, was du tun willst in deiner Auszeit und welche Bedürfnisse du hast, also WARUM du dieses Sabbatical willst.

Es lohnt sich, das kannst du mir glauben. Es fühlt sich befreiend und harmonisch an, ganz bei dir und deinem inneren Warum zu sein. Man nennt das auch intrinsische Motivation, also eine Motivation für etwas, die deinem tiefsten Inneren entspricht.

Also Dranbleiben-Tipp Nr. 1: mach ein Checkin, dass der Wunsch nach einem Sabbatical auch wirklich von dir kommt und kenne dein Warum. Schreib es dir auf, schau es dir immer wieder an, verinnerliche es.

Dranbleiben am Sabbaticl – Tipp #2: Schärfe deinen Fokus

Du kennst das bestimmt, wenn du dir etwas Neues vorgenommen hast, dann bist du ganz am Anfang erst mal FEUER UND FLAMME dafür! Ach ja, all diese SHINY NEW OBJECTS 🤩.

Ich kenne das. Ich entdecke ständig irgendwas Neues und recherchiere stundenlang danach, lese mich ein, will es haben, will es umsetzen! Und dann kickt der übliche Alltag rein und ich verliere nach und nach den Fokus und auf einmal denke ich mir “Och ja,… du wolltest doch eigentlich mal die neue Ernährungsweise probieren. Naja, egal…“

Tja, dann ich hab ganz einfach den Fokus verloren. Das ist auch völlig normal, schließlich kennt wohl kaum jemand von uns noch das Gefühl, nichts zu tun zu haben, ja sogar Langeweile zu haben! Wir sind ständig äußeren Reizen ausgesetzt. Wir fühlen uns im Alltag oft fremdbestimmt, haben dies zu tun und jenes zu erledigen. Es ist also völlig normal, dass wir einfach auch mal den Fokus für Themen verlieren, die gerade nicht so dringend sind.

Schärfe deinen Fokus und lenke ihn auf das, was dir wichtig ist!

Jetzt ist aber natürlich die Frage, wie bekommen wir den Fokus auf das gelenkt, was wir wollen?!

Mein Tipp dazu ist: indem wir eine neue Routine einführen, die es uns ermöglicht, den Fokus aufrecht zu erhalten. So eine Routine kannst du beliebig auf dich und deine Bedürfnisse anpassen, ganz so, wie es für dich und deinen Alltag passt.

Damit dir das Dranbleiben am Sabbatical leichter fällt, kannst du es dir zum Beispiel zur Gewohnheit machen, dir Zeit für dein Sabbatical zu nehmen.

  • Zeit, in der du zum Beispiel ganz bewusst nach einem Land recherchierst, in das du reisen willst
  • Zeit, in der du dir einfach mal eine Liste machst mit allen Dingen, die du im Sabbatical erleben willst
  • Zeit, in der du dich in arbeitsrechtliche Aspekte der Sabbatical Planung einliest
  • Zeit, in der du dir Dokus über Menschen ansiehst, die ähnliches gemacht haben, was du vorhast, z. B. Reisen
  • Zeit, in der du dich also ganz bewusst auf das Thema Sabbatical fokussierst

Plane dir also regelmäßig Zeit ein, in der du dich NUR mit der Sabbatical Planung beschäftigst, mach ein Date mit deinem Sabbatical aus.

Du willst eine schöne Beziehung zu deinem Sabbatical aufbauen, also behandle dein Sabbatical auch liebevoll und schenk ihm die nötige Aufmerksamkeit! Deinem Partner/deiner Partnerin sagst du ja auch nicht “Puh, ich wollte eigentlich mal wieder Zeit mit dir verbringen, aber ich hatte keine Zeit”.

„KEINE ZEIT“ ist eine Ausrede für „Es war nicht meine Priorität.“

Merk dir diesen Satz!

Das kannst du dir fürs Leben merken. “Keine Zeit” gibt es nicht. Alle Menschen auf diesem Planeten haben 24h an 7 Tagen der Woche Zeit. ALLE. Wenn du dich also das nächste Mal erwischst, wie du sagst “Ich hatte keine Zeit”, korrigierst du bitte ab sofort und sagst “Ich meine, es war keine Priorität für mich”.

DAS ist ehrlich und wahr, keine Zeit ist ne faule Ausrede.

Hör auf, deinem Sabbatical so zwischen Tür und Angel zu begegnen, dann landest du wieder bei “Ach, ich wollte doch eigentlich noch…”. Mach es dir und deinem Sabbatical richtig schön gemütlich, triff dich regelmäßig mit ihm, 1 mal die Woche, 1 mal alle zwei Wochen, was immer für dich passt. Auf diesem Wege erhältst du deinen Wunsch nach einem Sabbatical am Leben, du verlierst nicht den Anschluss und somit auch nicht den Fokus.

Du kannst dir auch von Date zu Date immer wieder selbst Hausaufgaben geben, z. B. wenn du dich an einer Checkliste für die Reisevorbereitung orientierst. Das kann eine Hausaufgabe sein wie “Bis zum nächsten Sabbatical Date in 2 Wochen will ich mich über das Projekt in Mexiko informieren und entscheiden, ob ich mich dort anmelde oder nicht” ODER “Bis zum nächsten Sabbatical Date will ich einen Termin beim Bürgeramt ausgemacht haben, um meinen Reisepass zu erneuern”. Whatever it is: mach es verbindlich und checke regelmäßig ein, ob du noch auf Kurs bist, z. B. mit einem Sabbatical Date!

Dranbleiben am Sabbatical – Tipp #3: Visualisiere deine Auszeit

Hast du dir schon einmal in einem Tagtraum ausgemalt, wie dein Sabbatical aussehen und sein wird? Was du unternehmen willst? Und wie du dich dabei fühlen willst?

Meditationen, z. B. in Form von Traumreisen und Visualisierungen können dir dabei helfen, dich emotional mit deinem Sabbatical zu verbinden. Du stellst dir für einige Minuten vor, du wärst schon im Sabbatical, du wärst schon da, wo du hin möchtest. Stell dir vor, wie du einem Menschen, der dir sehr nah steht, eine WhatsApp Nachricht schickst und was du da reinschreibst – so als wärst du JETZT gerade da!

Du findest auf Youtube unzählige Videos zu geführten Meditationen und Visualisierungen. Schau einfach mal, ob du etwas Passendes für dich findest.

Journaln und Manifestieren kannst du ebenfalls nutzen, um dein Sabbatical zu visualisieren. Dabei schaffst du dir eine Schreibroutine, in der du im Präsens formulierst, wie du an deinem Ziel bereits angekommen bist. Da ich ein Elefanten-Fangirl bin, manifestiere ich zum Beispiel regelmäßig folgenden Satz:

“Ich verbringe 4 aufregende Wochen in einem Elefantenprojekt in Namibia, lerne dabei tolle neue Menschen kennen und reise im Anschluss noch eine Woche an der Atlantikküste Namibias entlang”

Formuliere die Dinge, die du im Sabbatical unternehmen willst so, als wärst du gerade dabei und mittendrin!

Verbinde dich emotional mit deinem Sabbatical, z. B. mit einem Visionboard

Du kannst dir auch ein Visionboard basteln, ganz speziell nur für dein Sabbatical! Dazu suchst du dir aus Zeitschriften, Katalogen oder aus dem Internet, z. B. von Pinterest, Bilder aus, die du mit deinen Sabbatical Unternehmungen verbindest. Daraus stellst du ein Visionboard zusammen und hängst es dort in deiner Wohnung oder in deinem Haus auf, wo du es jeden Tag mehrfach siehst. Du musst gar nicht jeden Tag davor stehen und meditieren, du kannst darauf Vertrauen, dass dein Unterbewusstsein schon regelmäßig registriert, was dort auf den Bildern zu sehen ist.

Wenn du dein Sabbatical in Bilder gießt, kannst du dir richtig vorstellen, wie es sich anfühlt, all das zu erleben, was du dir vornimmst zu erleben! DIESES Gefühl wird dir beim Dranbleiben am Sabbatical helfen!

Wenn dir das alles zu spirituell ist, möchte ich dich trotzdem dazu ermutigen, es einfach mal auszuprobieren, vor allem dann, wenn der Job mal wieder so richtig richtig anstrengend ist und du dich einfach nur wegbeamen willst. Du kannst aber zum Visualisieren auch einfach mit jemandem über deine Auszeit sprechen. Erzähle, was du vorhast, was du machen möchtest und warum, was du dir davon erhoffst. Über das Sabbatical zu reden, macht dein Vorhaben realer und greifbarer. Es macht einen großen Unterschied, ob du nur über etwas nachdenkst oder es aussprichst. Außerdem bekommst du vielleicht sogar noch Tipps oder Denkanstöße, die dir weiterhelfen, wenn du mit anderen über dein Sabbatical sprichst.

Dranbleiben am Sabbatical – Fazit

Du weißt nun: es ist völlig normal auf dem teilweise doch recht langen Weg ins Sabbatical den Fokus auf die berufliche Auszeit zu verlieren. Das ist ok, du bist damit nicht allein!

ABER wir können auch aktiv etwas tun, damit uns das Dranbleiben am Sabbatical, an der Verwirklichung dieses Traums, leichter fällt.

Dranbleiben am Sabbatical – Tipp Nr. 1: Kenne dein Warum

Die Planung deines Sabbaticals beginnt ganz bei dir. Dein Warum ist dein Antrieb, dein Motivator, deine Schubkraft, die dir den Schwung für alle weiteren Hürden gibt.

Dranbleiben am Sabbatical – Tipp Nr. 2: Schärfe deinen Fokus

Mach dein Sabbatical zu einem Thema mit hoher Priorität! Schaff dir ein regelmäßiges Date mit deinem Sabbatical. Fokussiere dich auf die Schritte, die du nach und nach gehst, um am Ziel anzukommen.

Dranbleiben am Sabbatical – Tipp Nr. 3: Visualisiere deine Auszeit

Nutze die Macht der Emotionen und verknüpfe dein Ziel, dein Sabbatical, mit starken Emotionen! Dabei helfen Tools wie ein Visionboard oder Journaln oder auch Meditationen und Visualisierungen, um dich regelmäßig mit deinem Traum von einer Auszeit zu verbinden. Rede zumindest mit einer Vertrauensperson darüber, um aus dem Gedanken nun Taten zu machen!

Bleib dran an deinem Traum vom Sabbatical – es lohnt sich!

Die ersten und wichtigsten Schritte der Sabbatical Planung

Kommt dir das hier bekannt vor?:

Ganz am Anfang entsteht die Idee, eine berufliche Auszeit einzulegen. Du recherchierst zu dem Thema und stellst fest „Cool, es gibt tatsächlich die Möglichkeit, eine solche Auszeit in Form eines Sabbaticals umzusetzen.“

Der Gedanke nistet sich richtig ein in deinem Gehirn und der Wunsch nach so einer Auszeit wächst und festigt sich. Doch nahezu zeitgleich tauchen auch schon unzählige Fragen auf:

  • Wie kann ich ein Sabbatical machen?
  • Wie setze ich das um?
  • Wen informiere ich darüber?
  • Wohin will ich reisen?
  • Moment, will ich überhaupt reisen?
  • Wie viel kostet mich das alles?
  • Wie kann ich mir das leisten?
  • Und nicht zuletzt: WELCHE AUSLANDSKRANKENVERSICHERUNG IST DIE BESTE?!!1!elf!!?

Im schlimmsten Fall überrennen diese Fragen dein Gehirn und du hast das Gefühl hast, dir platzt gleich der Kopf. Du fühlst dich überwältigt und verlierst nach und nach den Mut. Und langsam schleicht sich ein neuer Gedanke ein, ein richtiger fieser Kerl, nämlich „Puh, ich weiß gar nicht, wo ich fangen soll…also fange ich am besten gar ni…“ STOPP!!! Das geht auch anders!

An dieser Stelle möchte ich gerne einspringen und dir helfen!

Um die Planung deines Sabbaticals strukturiert anzugehen und jeden einzelnen Schritt nach und nach umzusetzen, empfehle ich dir einen ganz anderen Ansatz.

In dieser Podcastfolge #13 erkläre ich dir die ersten und wichtigsten Schritte der Sabbatical Planung. Du erfährst:

  • wo du überhaupt anfängst, um die Auszeit ganz nach deinen Belieben und Bedürfnissen zu gestalten
  • wie du unter Berücksichtigung dieser Vorstellungen den Rahmen für dein Sabbatical skizzieren kannst
  • und wie du aus deinem Wunsch nun Realität machst, indem du mit deiner/deinem Vorgesetzten sprichst.

Dies sind die ersten und wichtigsten Schritte der Sabbatical Planung und ich sage dir, wenn du diese drei Schritte gegangen bist, wird sich alles Weitere leicht anfühlen!

Du willst die ersten und wichtigsten Schritte der Sabbatical Planung gehen?

Dann melde dich für meinen Mini Kurs „Dein Weg ins Sabbatical“ an und erhalte an 3 aufeinanderfolgenden Tagen 3 Emails, die dir jeden einzelnen Schritt genau erläutern. Mit Hilfe eines dazugehörigen Workbooks, das du dir gleich nach der Anmeldung herunterladen kannst, kommst du sofort in die Umsetzung und machst aus deinem Traum von der Auszeit Realität.

Willkommen 2022 – deshalb ist JETZT der richtige Zeitpunkt für dein Sabbatical

Ein Sabbatical steht schon länger auf deiner Agenda? Warum nutzt du nicht den Start ins Jahr 2022 dazu, deinen Traum von der beruflichen Auszeit endlich umzusetzen? In dieser knackigen Podcast-Episode erfährst du, warum JETZT der richtige Zeitpunkt ist – wenn du bereit bist, loszugehen und aus deinem Wunsch nun Wirklichkeit zu machen!

Also, worauf wartest du noch?

I’m ready when you are: wenn du soweit bist, dann geh die ersten drei wichtigsten Schritte der Sabbatical Planung mit mir und mit Hilfe meines dreitägigen Mini Kurses:

5 Buchtipps für dein Reise Sabbatical

Pünktlich zum Jahresende und vielleicht auch als Last-Minute-Weihnachtsgeschenk-Idee für dich oder für jemand anderen, habe ich dir heute einfach mal 5 Buchtipps mitgebracht, die dich bei der Planung deines Sabbaticals inspirieren können, vor allem, wenn das Thema Reisen für deine Auszeit relevant ist!

Also schnapp dir ein Heißgetränk deiner Wahl, lehn dich zurück und lass dich inspirieren!

Du hörst lieber zu statt selbst zu lesen? Dann hör dir direkt die dazugehörige Podcastfolge an:

Ich bin großer Bücherfan und lese sehr gerne. Dabei gebe ich zu, dass die Situation manchmal etwas eskaliert und ich mehrere Bücher gleichzeitig lese. Aber hey, es gibt einfach so viele spannende Themen und bei weitem mehr Bücher dazu als ich jemals Zeit habe, sie zu lesen…

In (guten!) Büchern finden sich immer tolle Tipps, hilfreiche Erfahrungsberichte und Inspirationen – kurz gesagt, vieles, was man für die eigene Sabbatical Planung mitnehmen kann!

Daher mögen dir diese 5 Buchtipps für deine Sabbatical Reise mit auf den Weg geben. Mögen sie auch dich für deine achtsame Auszeit inspirieren:

  1. „Achtsam reisen – kabellos glücklich oder wie dein Urlaub zur echten Auszeit wird“* von Sara Clemence
  2. „Take a break – startklar für Sabbatical, Weltreise oder Gap Year“* von Sara van Geloven
  3. „Solo unterwegs – die besten Tipps für die Reise allein“* von Lonely Planet
  4. „Mit Mut im Herzen und Angst im Gepäck – von der Freiheit, die Welt zu bereisen“* von Gabriele Finck
  5. „Die geilste Lücke im Lebenslauf – 6 Jahre Weltreisen“* von Nick Martin

Lass mich dir kurz erklären, was du von jedem einzelnen Buch erwarten kannst:

Sabbatical Buchtipp #1: „Achtsam reisen – kabellos glücklich oder wie dein Urlaub zur echten Auszeit wird“ von Sara Clemence

An 1. Stelle möchte ich dir ein wunderschönes Buch vorstellen. „Achtsam reisen“ von Sara Clemence* verbindet das Reisen mit meinem absoluten Herzensthema: Achtsamkeit. Das Zauberstichwort dazu heißt “Slow Travel”.

Das Buch eignet sich für alle Sabbaticalwilligen, die sich von ihrer Auszeit und ihrer Reise vor allem Entschleunigung erhoffen – fernab vom Checklisten-Sightseeing, welches wir so oft in Urlauben praktizieren, nur um nach dem Urlaub allen Daheimgebliebenen davon erzählen und die tausend Urlaubsfotos präsentieren zu können.

Daher finden sich in diesem Buch auch keine gängigen Reisetipps, Sightseeing Touren oder sonstiges Empfehlungen wie wir sie aus tausend austauschbaren Reiseführern kennen. Aber du erfährst, wie du deine Reise achtsam gestalten kannst, um wirklich in dem Moment sein zu können.

Sara Clemence emfpiehlt u. a. wieder mehr analog als digital unterwegs zu sein, vor allem fernab von Smartphone und Social Media. Statt eine Route durch eine fremde Gegend akribisch mit Google Maps und Co. zu planen und sich führen zu lassen, schlägt sie vor, sich einfach mal treiben zu lassen, ganz in die Umgebung einzutauchen, ohne immer einen Plan zu haben.

Ganz im Sinne der JOMOJoy of Missing Out, dt. die Freude, etwas zu verpassen – sollten wir auf Reisen nicht ein Highlight nach dem anderen jagen, sondern uns von unseren Bedürfnissen und unserer Neugier treiben lassen.

Das Buch ist neben dem überzeugenden Inhalt auch optisch total schön gestaltet, kein einziges Foto, dafür aber sehr schöne Zeichnungen, die einfach zum Stil und zur Sprache des Buches passen.

Viel Spaß beim achtsamen treiben lassen…

Sabbatical Buchtipp #2: „Take a break – startklar für Sabbatical, Weltreisen oder Gap Year“ von Sara van Geloven

Hinter Buchtipp Nr. 2 verbirgt sich der umfangreiche Guide „Take a break“ von Sara van Geloven*, der sich an alle richtet, die ein Sabbatical bzw. ein Gap Year in Form einer Weltreise planen. Der Fokus liegt hier ganz klar auf dem Thema Weltreise, genauer gesagt, beantwortet es die Frage: wie plane ich eine Weltreise innerhalb eines Jahres und wie bereite ich mich bestmöglich darauf vor?

Das Buch ist in insgesamt 4 Teile gegliedert: es geht zunächst um um die Frage, WAS du eigentlich tun möchtest. Im Anschluss kannst du überlegen, WO es genau hingehen soll. Dafür sind die 5 Kontinente als Reiseziele jeweils zusammengefasst mit zahlreichen Tipps. Teil 3 beschäftigt sich konkret mit den Planung und Vorbereitung deiner Reise inkl. Sparplänen, damit du auch deine Finanzen gut planen kannst. Dieser Teil des Guides beinhaltet auch hilfreiche Pack- und Checklisten.

Im letzten Teil des Buches dreht sich alles um ein wichtiges Thema, das oftmals in der Planung vorab vergessen wird: die Rückkehr nach Hause und das Wiederankommen im gewohnten Umfeld. Das kann nämlich ganz schnell zu einer richtigen Herausforderung werden.

Das Buch richtet sich Sara van Geloven an alle Träumer, die noch diesen einen Schubser benötigen und eine Inspiration für die Gestaltung ihrer Weltreise suchen. Interviews und Erfahrungsberichte runden den informativen Teil ab und wecken die Reisesehnsucht in dir!

Ein überzeugender Sabbatical-Begleiter mit tollen Fotos, guten Ideen und Anleitungen. Für alle Checklisten-Fans bestens geeignet!

Sabbatical Buchtipp #3: „Solo unterwegs – die besten Tipps für die Reise allein“ von lonely planet

Alleinereisen ist seit vielen Jahren schon ein Trend und eine spannende Möglichkeit fürs Sabbatical. Auch für mich! Allen Einsteiger*innen in dieses Thema hat lonely planet das Buch „Solo unterwegs“* gewidmet.

Hauptthema des Ratgebers ist vor allem das Langzeitreisen, er ist also ideal für die Reise-Auszeit geeignet! Von der Aufmachung her spricht meiner Einschätzung nach eher die jüngeren unter uns Sabbatical-Willigen an, zu denen ich mich mit Anfang 30 allerdings auch großzügig zähle 😉

Bereits auf den ersten Seiten wird jedoch schon ausdrücklich darauf hingewiesen, dass man nie zu alt für seine erste Soloreise ist. Also ist auch jede*r Alleinreisende jeden Alters angesprochen.

Das Buch greift auch negative Gedanken und Zweifel hinsichtlich dem Alleinereisen auf und macht Mut, den Schritt dennoch oder gerade deswegen zu wagen. Weiter geht’s dann mit der Reiseplanung selbst und jeder Menge Tipps und Tricks für die Reise auf eigene Faust. Das Buch bietet zudem tolle Hacks, auf die man als unerfahrener Reisender*r wohl nicht von allein kommen würde. 10 Trip-Empfehlungen für Soloreisende und Erfahrungsberichte machen dann erst recht richtig Lust darauf, die eigene Soloreise zu planen!

Lonely planet hat damit ein absolut hilfreiches Buch herausgebracht für alle, die über eine längere Soloreise nachdenken. So wird aus dem Gedanken und dem Traum schnurstracks Realität.

Sabbatical Buchtipp #4: „Mit Mut im Herzen und Angst im Gepäck – von der Freiheit, die Welt zu bereisen“ von Gabriele Finck

Vom Cover des Buches „Mit Mut im Herzen und Angst im Gepäck“* strahlt Autorin Gabriele Finck einen direkt vom Rücken eines Elefanten an. Was soll ich sagen, I’m a simple Girl und ein riesen Elefantenfan. Das Buch landete also zielstrebig in meinen Händen.

Dabei ist Gabriele Finck nicht unbedingt eine klassische reiseaffine Abenteuerin, denn sie leidet an einer Angsstörung. Das Buch widmet sie den mutigen Angsthasen und spricht damit sowohl Menschen an, die ebenfalls an Angst- und Panikattacken leiden als auch die, die ohne Erkrankung dennoch immer mal wieder Angst vor Neuem und vor ungewohnten Herausforderungen haben.

In ihrem Buch erzählt Gabriele Finck von ihren eigenen Erfahrungen mit der Angsterkrankung, aber auch, und daher teile ich es hier mit dir, von den tollen Erlebnissen und Entdeckungen die Autorin auf ihrer Reise.

Denn obwohl die Angsterkrankung sie jahrelang in einen kleinen Radius und eine eng gesteckte Komfortzone gezwungen hat, spürte Gabriele in manchen Momenten dennoch eine immer wieder aufkommende Reiselust. Letztendlich gelingt es ihr, genug Mut aufzubringen, um sich mit ihrer Angst im Schlepptau auf die langersehnte Reise zu begeben. Im Buch gibt sie auch immer wieder Tipps, z. B. wie man mit Zweifeln, Sorgen und Ängsten umgehen kann, aber auch was im konkreten Fall einer Panikattacke helfen kann.

Letztendlich steht das Buch natürlich ganz im Zeichen vom Aufbrechen, vom Reisen und mutig sein – trotz der Angst! Denn wie heißt es so schön? Mutig sein, bedeutet nicht, keine Angst zu haben. Mutig sein, bedeutet, Angst zu haben und es trotzdem zu tun.

Das Buch ist sehr einfühlsam geschrieben und auch die Checklisten für die Reisevorbereitung sind praktisch. Ein Muss für alle Reisewilligen, die noch etwas vor der Herausforderung einer längeren Reisen zurückschrecken und daran etwas ändern wollen.

Sabbatical Buchtipp #5: „Die geilste Lücke im Lebenslauf – 6 Jahre Weltreisen“ von Nick Martin

Der einzige Reisebericht, der es in meine Top 5 Buchtipps für das Reise Sabbatical geschafft hat, ist tatsächlich der Bestseller „Die geilste Lücke im Lebenslauf“* von Nick Martin.

Meiner Erfahrung nach spalten Reiseberichte von Weltenbummlern gerne mal die Leserschaft in begeisterte und genervte Gemüter. Ich weiß zwar nicht, zu welchem Teil der Leserschaft du dich zählen würdest, aber ich lese gerne ab und zu mal einen guten (!) Reisebericht. Vor allem natürlich jetzt in Vorbereitung auf mein eigenes Sabbatical 2023, um ein bisschen Inspiration zu sammeln und um das Fernweh herauszukitzeln.

Die Geschichte von Nick ist auf jeden Fall sehr spannend, denn aus einem geplanten Jahr Weltreise wurden ganz schnell auf einmal sechs Jahre und das verdeutlicht sehr schön, wie das Leben so spielen kann, wenn man sich erst einmal für eine Auszeit entschieden hat.

Nick war vor seiner Weltreise nach eigenen Angaben im typischen Angestellten-Hamsterrad gefangen, ging Montag bis Freitag brav seiner Arbeit nach, versuchte sich davon am Wochenende in Eile zu erholen und schon ging es wieder von vorne los. Nach einem dreiwöchigen Australien-Urlaub, mit dem er gleichzeitig dem tristen Winter in Deutschland entflohen ist, fiel ihm die Rückkehr in den Arbeitsalltag so schwer, dass er schließlich kurzerhand beschloss, seinen Vorgesetzten nach einem Sabbatical zu fragen. Trotz schriftlicher Begründung lehnte dieser aber Nicks Bitte um eine berufliche Auszeit ab. Begründung: Nick galt als unverzichtbarer Mitarbeiter, auf den das Unternehmen keinesfalls verzichten könne.

Bis in jede Faser seines Körpers von der Idee einer Weltreise überzeugt, kündigt Nick sofort im Anschluss und unter Tränen seinen Job, der über die vergangenen Jahre seinen Alltag bestimmt hatte.

Kleiner Reminder an alle Vorgesetzten: wer gute und angeblich unverzichtbare Mitarbeiter*innen wertschätzen und behalten möchte, sollte ihnen gerade deswegen den Wunsch nach einer beruflichen Auszeit ermöglichen. Merken!

Nicks Weltreise beginnt schließlich kurze Zeit später in Mexiko und von da aus treibt es ihn um den ganzen Globus. Mit sympathischem Erzählstil, Spannung und Witz berichtet er in seinem Buch von sämtlichen Abenteuer, atemberaubenden, aber auch skurrilen Moment seiner Weltreise. Die Kapitel sind recht kurz gehalten, so dass man immer wieder schnell ins Geschehen einsteigen kann.

Wer also noch etwas Inspiration in Form eines Reiseberichts braucht, wird in “Die geilste Lücke im Lebenslauf”* definitiv fündig werden!

Jetzt bist du dran! Hast du selbst einen richtig guten Buchtipp für die Vorbereitung auf ein Sabbatical? Dann teile es gerne in den Kommentaren!

* Diese Links sind sog. Affiliate Links, das bedeutet, dass ich eine kleine Provision erhalte, wenn du über einen dieser Links bestellst. Für dich bleibt der Preis gleich, egal ob du über diesen Link bestellst oder woanders. Für deine Unterstützung danke ich dir sehr!

Sylkes Sabbatical Story: „Wenn die Entscheidung klar ist, gibt es kein Hindernis mehr!“

Willkommen zur zweiten Sabbatical Story im Podcast!

In den Sabbatical Stories unterhalte ich mich mit Menschen, die bereits ein Sabbatical absolviert haben oder den Vertrag schon in der Tasche haben, zu ihrem ganz persönlichen Weg in die berufliche Auszeit. Ein Sabbatical Erfahrungsbericht sozusagen.

Meine heutige Gästin ist Sylke aus Berlin. Als Schuldirektorin hat sie die Entscheidung für ein Sabbatical lange mit sich herum getragen, ehe sie den Mut und die innere Überzeugung gefunden hat, den entsprechenden Antrag einzureichen. Wir sprechen über ihren Weg dorthin, was sie Lehrer*innen mit auf den Weg geben will, die sich für eine berufliche Auszeit interessieren und was Sylke für ihre einjährige Auszeit ab Sommer 2022 plant.

Hör dir die Podcastfolge an und lass dich inspirieren:

Wir sprechen im Podcast kurz über das Finanz Mentoring von Madame Moneypenny aka Natascha Wegelin. Mehr dazu erfährst du hier: https://madamemoneypenny.de/mentoring/

Du willst Sylke kontaktieren und dich mit ihr austauschen? Dann schreibe ihr eine Email an sylke.rohloff@web.de

Du willst auch einmal im Podcast von deiner persönlichen Sabbatical Story erzählen? Dann schreib mir doch gerne an hallo@ichmussmalraus.de und dem Betreff „Sabbatical Story“. Ich freue mich auf deine Geschichte!

5 Sabbatical Glaubenssätze, die du ab sofort hinter dir lassen kannst

Als ich anfangen habe, mich mit einem Sabbatical als Möglichkeit für eine berufliche Auszeit zu beschäftigen, sind mir natürlich auch sofort ein paar Sätze eingefallen, warum das Ganze sowieso nichts wird und vor allem nichts für mich ist.

Heute weiß ich, dass es sich hierbei eigentlich nur um negative Glaubenssätze handelte und sie auf keinen Fall der Wahrheit entsprechen müssen. Für den Fall, dass auch dich diese negativen Gedanken, Zweifel und Unsicherheiten zu Beginn plagen, habe ich dir heute mal 5 der typischen Sabbatical Glaubenssätze mitgebracht und vor allem, wie du dich ab sofort von ihnen lösen und endgültig verabschieden kannst.

Du hörst lieber zu statt selbst zu lesen? Dann hör dir die Podcastfolge zum Blogbeitrag:

Was sind eigentlich Glaubenssätze?

Zu Beginn möchte ich dir den Begriff „Glaubenssatz“ erst einmal erläutern – für den Fall, dass du dich bisher noch nicht so intensiv mit ihnen beschäftigt hast.

Glaubenssätze sind nichts anderes, als tiefe, innere Überzeugungen, die wir so mit uns herumtragen. Das können positive Überzeugungen sein, wie z. B. “Ich bin sehr sportlich” oder auch “Neue Bekanntschaften zu machen, fällt mir leicht”. Glaubenssätze können aber auch negative Überzeugungen sein, wie z. B. “Ich bin total unsportlich” oder “Ich bin nicht gut darin, neue Bekanntschaften zu machen”. Und schon wenn du diese beiden unterschiedlichen Varianten liest, positiv und negativ, fällt dir vielleicht schon auf, wie unterschiedlich sie sich auf dich und dein Befinden auswirken. Stimmst du eher dem positiven oder eher dem negativen Glaubenssatz zu?

Glaubenssätze jeglicher Art, positive wie negative, kommen durch unsere eigenen Erfahrungen zustande. So führen positive Erfahrungen und Verknüpfungen in unserem Gehirn eben oft zu positiven Glaubenssätzen und negative Erlebnisse festigen sich als negative Überzeugungen.

Dazu kommt, dass wir als Kind vor allem viele “Weisheiten” (mehr oder weniger…) von unserem unmittelbaren Umfeld (Eltern, Großeltern, Lehrer*innen, Erzieher*innen und andere Bezugspersonen) übernehmen, vielleicht sogar auch die Glaubenssätze von ihnen.

Leider schleppen die meisten von uns einen ganzen Batzen an negativen Glaubenssätzen mit uns herum, ohne dass wir uns ihrer Präsenz bewusst sind. Das Problem daran ist, dass diese negativen Überzeugungen uns mit Angst, Unsicherheiten und Zweifel zurücklassen, uns also entsprechend handeln lassen bzw. hindern sie uns daran, überhaupt ins Handeln zu kommen.

Genau so gibt es beim Thema Sabbatical immer wieder Vorbehalte und Glaubenssätze, die viele davon abhalten, sich näher mit dem Thema zu beschäftigen. Das Ergebnis? Sie gehen gar nicht erst los und nehmen die Chancen, die sich ihnen bieten überhaupt nicht wahr!

Und das darf sich ab sofort ändern!

Glaubenssatz #1 – „Ein Sabbatical zu machen bedeutet, eine Weltreise oder zumindest eine längere Reise zu unternehmen!

Diese allgemeine Überzeugung scheint weit verbreitet zu sein, denn auch ich wurde sofort nach Bekanntgabe meiner beruflichen Auszeit gefragt “Wo solls denn hingehen in deinem Sabbatical? Machst du eine Weltreise?”. Meine Antwort lautete stets: „Ich werde auch verreisen, aber nicht nur!“.

Es ist natürlich Quatsch anzunehmen, dass ein Sabbatical ausschließlich dazu da ist, um auf eine Weltreise zu gehen. Ich sage immer gerne: ein Sabbatical kann mehr sein als nur ein langer, teurer Urlaub 😉

Nur weil sehr viele Menschen ihre berufliche Auszeit mit Reisen verbringen, musst du das nicht auch tun. Und du musst ein Sabbatical schon gar nicht für dich abschreiben, wenn du nicht verreisen willst!

Stattdessen solltest du dir bewusst machen: du allein bestimmst darüber, wie du deine Auszeit verbringen möchtest. Mach dir daher zu Beginn deiner Sabbatical Planung klar, was du für dich brauchst, was du machen willst. Die Planung deiner beruflichen Auszeit beginnt daher ganz bei dir und deinen Bedürfnissen. Lass dich nicht stressen von den Erwartungen anderer Menschen und der allseits bekannten FOMO (Fear of missing out, dt. die Angst, etwas zu verpassen). You do you, that’s it.

Glaubenssatz #2 – „Ein Sabbatical ist nur was für risikofreudige Abenteurer und Draufgänger.“

Zugegeben: diese Überzeugung schließt ein bisschen an an Glaubenssatz #1 an, oder? Aber ich wiederhole es gerne noch mal: du musst keine riesigen Abenteuer planen in deiner Auszeit!

Aber wenn wir uns diesen Glaubenssatz mal genauer anschauen, bringt er auch noch eine andere Überzeugung mit sich: nämlich den Zweifel daran, ob man selbst so abenteuerlustig ist, ein Sabbatical einzulegen. Fühlst du es?

Mich haben am Anfang dieser Idee so Sätze verfolgt wie „Das ist nichts für dich! Das traust du dich eh nicht!“ und andere. Ich hatte schlichtweg Angst vor diesem Schritt, raus aus dem sicheren Alltagstrott. Jammern ist immer einfach, Veränderung immer schwer.

Dabei besteht in vielerlei Hinsicht heutzutage überhaupt kein Risiko mehr, mit Hilfe eines Sabbatical Modells, also eines Arbeitszeitmodells, eine berufliche Auszeit umzusetzen. Ein Sabbatical ist sogar relativ safe, also genau das Richtige für Sicherheitsbedürftige wie ich es bin und du vielleicht auch. Denn immerhin triffst du mit deinem Arbeitgeber ja bewusst die Vereinbarung, nach deiner Auszeit wieder in den Job zurückzukehren. Das verschafft nicht nur deinem Arbeitgeber die Versicherung, dass er dich als Mitarbeiter*in nicht verliert und es verschafft DIR die Sicherheit, dass du deinen Job und damit deine Haupteinnahmequelle nicht verlierst. Sicherer geht’s doch kaum, oder?

Also, glaubst du immer noch, dass ein Sabbatical nur was für risikofreudige Abenteurer ist oder ob es auch etwas für dich sein kann?

Glaubenssatz #3 – „Die weltweite Lage ist mir aktuell zu unsicher, also ist es unsinnig jetzt ein Sabbatical zu planen.“

Die Corona-Pandemie hat unsere Welt und unseren Alltag gehörig durcheinander gebracht und auch heute, im November 2021 ist unser Leben von sämtlichen Maßnahmen und Regelungen eingeschränkt. Natürlich hat es im Frühjahr 2020 und seitdem auch zahlreiche Sabbatical-Anwärter getroffen: sie konnten ihre Reise nicht antreten, vielleicht drohte sogar auf einmal der Jobverlust. Corona hat viele (Reise-) Pläne völlig zunichte gemacht!

Hat das jemand kommen sehen? Natürlich nicht. Können wir ausschließen, dass so etwas in den nächsten Jahren nicht noch einmal geschieht? Natürlich nicht.

Et kütt, wie et kütt sacht der Kölner so schön und so ist es!

Ganz ehrlich: es kann immer was schiefgehen, immer was passieren und dazwischen kommen, ob es nun eine Pandemie ist oder eine Krankheit oder irgendein anderes einschneidendes Lebensereignis.

Wie so oft im Leben heißt es dann, sich darauf zu konzentrieren, was wir selbst ändern und kontrollieren können. Du kannst manche Umstände bei deiner Sabbatical Planung bewusst beeinflussen, wie z. B. welchen Zeitraum du dir dafür aussuchst, wie lange deine Auszeit andauern soll oder natürlich, was du unternehmen möchtest.

Andere Einflüsse, wie eine Pandemie oder irgendeine andere (globale oder regionale) Katastrophe, kannst du nicht vorhersehen oder beeinflussen. Also verabschiede dich von dem Gedanken, dass du alle Details vorab planen kannst. 

Sei dir stattdessen sicher: sollte etwas deinen Plan durchkreuzen, wirst du trotzdem eine Lösung finden. Ich glaube daran, dass DU das kannst. Daraus besteht doch schließlich das Leben, oder? Finde Lösungen, handele proaktiv und konzentriere dich auf das, worauf du einen Einfluss hast. Alles andere kommt eben wie es kommt.

Glaubenssatz #4 – „Ein Sabbatical ist teuer.“ oder „Ein Sabbatical kann ich mir nicht leisten.“

Auch dieser Glaubenssatz bezieht sich im Grunde darauf, dass viele Menschen mit einem Sabbatical eine längere Reise oder gar eine Weltreise verbinden.

Aber auch andere Faktoren spielen beim Thema Kosten und Finanzierung eine Rolle: z. B. der Gedanke daran, dass du je nach Arbeitszeitmodell zwar recht hohe Ausgaben hast, z. B. durchs Reisen oder weil du in deiner Auszeit an einem Coaching teilnehmen möchtest, aber ggf. nur ein reduziertes oder sogar gar kein Gehalt bekommst.

Um dir hiervor die Angst zu nehmen, möchte ich dir erst einmal sagen, dass du den Faktor Kosten super vorab planen kannst! Es lohnt sich, hier wirklich genau hinzusehen und im Voraus zu planen, vor allem auch rechtzeitig. Das fängt schon dabei an, dich für das passende Sabbatical Modell zu entscheiden: frag dich, ob du während deiner Auszeit auf Einkommen verzichten kannst oder nicht.

Zusätzlich hängen die Kosten natürlich davon ab, was du eigentlich vorhast in deinem Sabbatical. Wenn du weißt, wo der Schuh drückt und was du machen möchtest, planst du eben auch die Kosten realistisch vorab. Du merkst also schon, ein Sabbatical muss nicht zwangsläufig teuer sein. DU hast es ja in der Hand: nirgendwo steht geschrieben, wie viel Geld du für deine Auszeit ausgeben musst!

Mehr zum Thema Kosten eines Sabbaticals und wie du dir diese easy leisten kannst, findest ebenfalls hier auf dem Blog.

Glaubenssatz #5 – „Ein Sabbatical ist nur was für Singles.“ oder auch „Es ist schwer, als Paar ein Sabbatical ermöglicht zu bekommen.“

Dieser Glaubenssatz beschäftigt wahrscheinlich alle Paare da draußen bzw. dich, wenn du in einer Beziehung bist und über eine Auszeit für dich nachdenkst.

Es ist natürlich rational betrachtet völliger Unsinn, dass nur Singles ein Sabbatical ohne Probleme planen können. Als Gegenargument könntest du hier anführen “Alleine verreisen ist blöd, also mache ich alleine kein Sabbatical.“ Merkste?

Im Prinzip kannst du diese beiden Glaubenssätze wie folgt auflösen: Zum Einen kannst du natürlich auch allein ein Sabbatical machen, einfach nur für dich! Das tue ich übrigens auch, obwohl ich verheiratet bin. Der Grund ist, dass ich mir selbst als individueller Mensch ein paar Lebensträume verwirklichen will, die absolut und ganz allein meine Lebensträume sind. Zum anderen können Paare bestmöglich versuchen, eine gemeinsame Auszeit organisiert zu bekommen, auch wenn sie unterschiedliche Arbeitgeber haben.

In beiden Fällen ist die Kommunikation das A und O. Sprich rechtzeitig mit deinem Partner/deiner Partnerin über deinen Traum von einer Auszeit. Besprecht die Möglichkeiten. Vielleicht findet ihr sogar auch einen Zwischenweg: Zeit für sich selbst und Zeit für gemeinsame Unternehmungen.

Fazit:

Bei allen Zweifeln, Unsicherheiten und Ängsten, die dich bisher von der Planung deines Sabbaticals in Form von negativen Glaubenssätzen zurückgehalten haben, gilt: du kannst sie hinter dir lassen.

  1. Tu, was du tun willst und löse dich von dem Glauben, dass ein Sabbatical aus einer langen, teuren Reise bestehen muss.
  2. Sei mutig und wage den Schritt in die berufliche Auszeit, denn du wirst nicht tief fallen können. Du hast ja vor, in deinen Job zurückzukehren.
  3. Befreie dich von der Vorstellung, dass du alle kleinen und großen Katastrophen vorhersehen kannst und denke stets lösungsorieniert, nicht problemorientiert.
  4. Plane deine Auszeit und was sie insgesamt kosten soll rechtzeitig und realistisch.
  5. Sprich mit deinem Partner/deiner Partnerin über deinen Traum vom Sabbatical. Kommuniziere, ob du allein unterwegs sein willst oder ob ihr etwas zusammen unternehmen möchtet.

Dir fallen noch weitere (negative) Glaubenssätze zum Thema Sabbatical ein? Dann schreib sie mir doch gerne in Form eines Kommentars oder per Email an hallo@ichmussmalraus.de.

Wenn du jetzt Lust hast, mit der Planung deiner ganz persönlichen achtsamen Auszeit loszulegen, dann sichere dir die kostenlose Teilnahme am GRATIS MINI KURS „Dein Weg ins Sabbatical“ und melde dich kostenlos dafür an.

Monis Sabbatical Story: „Ich wäre bereit gewesen für die Kündigung!“

Willkommen zur allerersten Sabbatical Story im Podcast!

In den Sabbatical Stories unterhalte ich mich mit Menschen, die bereits ein Sabbatical absolviert haben oder den Vertrag schon in der Tasche haben, zu ihrem ganz persönlichen Weg in die berufliche Auszeit. Ein Sabbatical Erfahrungsbericht sozusagen.

Endlich erwartet dich nun meine allererste Gästin im Ich muss mal raus Podcast: Moni ist ebenfalls Sabbatical Expertin und informiert auf ihrem liebevoll gestalteten Instagram Account @sabbaticalfemales vor allem über die Themen Alleine reisen als Frau sowie Fernreisen. Dabei teilt sie unglaublich viele inspirierende und hilfreiche Tipps, also schau unbedingt einmal bei ihr vorbei, wenn dich das näher interessiert!

In diesem Interview quatschen wir über ihre Beweggründe, eine Auszeit einzulegen, über die Macht des Prinzips “Einfach loslegen” und über eines von Monis Lieblingsthemen: das Alleinereisen. Viel Spaß beim Anhören!

Du willst auch einmal im Podcast von deiner persönlichen Sabbatical Story erzählen? Dann schreib mir doch gerne an hallo@ichmussmalraus.de und dem Betreff „Sabbatical Story“. Ich freue mich auf deine Geschichte!

Der perfekte Zeitpunkt für ein Sabbatical – gibt es ihn überhaupt?

Menschen, die über eine Auszeit vom Job nachdenken und sich bereits mit den ersten Grundlagen dazu beschäftigt haben, stellen sich häufig die Frage, wann genau

eigentlich der richtige Zeitpunkt für ein Sabbatical ist. Also lass uns gemeinsam schauen, ob wir diesen perfekten Zeitpunkt finden, wie er sich bemerkbar macht und ob es ihn tatsächlich gibt.

Du hörst lieber zu anstatt selbst zu lesen? Dann hör dir die Podcastfolge zum Blogbeitrag an:

Ein Sabbatical kennt kein Alter

Du ahnst es vielleicht schon: die Frage nach dem perfekten Zeitpunkt kann man wohl kaum pauschal beantworten. Jeder Mensch und jede Biografie sieht anders aus: manchen ist eine freie Zeit nach der Schule, Ausbildung oder dem Studium sehr wichtig, um erst einmal „etwas fürs Leben zu lernen“, wie man so schön sagt. Andere sagen, sie wollen erst einmal den Einstieg ins Berufsleben meistern, berufliche Erfahrungen sammeln und das erste richtige Geld verdienen. Wieder andere geben ihr Leben lang Vollgas, um dann gemächlich in den Ruhestand zu segeln und langsam die Zügel locker zu lassen.

Genauer betrachtet, gibt es die unterschiedlichsten Möglichkeiten je nach Alter eine Auszeit im weitesten Sinne zu machen. Für alle zwischen 18 und 30 Jahre eignet sich zum Beispiel ein sogenanntes Work-Holiday-Visum perfekt, um nach Ausbildung oder Studium erst einmal eine Art Auszeit einzulegen. Wie der Name schon andeutet, handelt es sich hierbei um eine Kombination von Arbeiten und Urlaub, um ferne Länder zu bereisen. Alle Details zum Working-Holiday-Visum findest du bei den Experten zum Thema unter working-holiday-visum.de.

Auch ein Austauschjahr, Freisemester oder Auslandssemester bieten dir Möglichkeiten, den Traum von einer Auszeit nicht auf später verschieben zu müssen.

Wer bereits seit einigen Jahren in Festabstellung arbeitet und gerade eine Familie gründen will, nutzt gerne auch die Elternzeit als perfekten Zeitpunkt für eine gemeinsame Auszeit. Dass die Elternzeit tatsächlich ein bewährtes Sabbatical-Modell ist, habe ich bereits im Blogbeitrag Welche Sabbatical-Modelle gibt es? näher beleuchetet.

Viele Arbeitnehmer*innen entscheiden sich nach einigen Jahren Berufserfahrung und mit einer gesicherten, unbefristeten Festanstellung in der Tasche für eine Auszeit vom Job. Sie sind vielleicht die klassischen Sabbatical-Nehmer*innen.

Angestellte im Alter ab 60 Jahren nutzen die Möglichkeit eines Sabbaticals gerne als früheren Einstieg in den Ruhestand. Das Prinzip der Altersteilzeit ähnelt beispielsweise sehr dem Teilzeit-Modell, für das sich viele Sabbaticalanwärter*innen entscheiden, so übrigens auch ich.

Du siehst: das Sabbatical kennt kein Alter. Möglichkeiten eine Auszeit zu machen, ergeben sich in jeder Lebenslage und im jedem Alter! Aber wenn es am Zeitpunkt also nicht liegt, woran kann ich dann bemessen, ob die Zeit reif ist für eine Auszeit?

Der Moment, in dem eine Auszeit eine echte Option wird

Bestimmt kennst du diese Situation aus deinem eigenen Leben, aus dem Bekanntenkreis oder sogar aus Filmen und TV-Serien: jemand trifft eine wirklich einschneidende Entscheidung, z. B. seinen Job hinzuschmeißen, um die sieben Weltmeere mit einem Segelboot zu erkunden. Es gibt ziemlich genau zwei Reaktionen anderer Menschen auf solche Entscheidungen:

  1. Wow, total krass und verrückt! Sowas könnte ICH ja nie machen…
  2. Wow, total krass und verrückt! Das mache ich jetzt auch!

Der amerikanische Schriftsteller und Philosoph Henry David Thoreau hat einmal gesagt:

„Nur der Tag bricht an, für den wir wach sind.“

Henry David Thoreau, Autor von „Walden“ u. a.

Ich denke, seine Worte sind absolut zutreffend: wir sehen nur die Möglichkeiten, die wir bereit sind, zu sehen. Ich denke auch, dass Menschen, die auf die 1. Weise reagieren, einfach (noch) nicht sehen, dass auch sie die Verwirklichung ihrer Träume vor ihre beruflichen Verpflichtungen stellen könnten. Sie sehen es nicht, also scheint es für sie auch nicht möglich zu sein. Sie verlieren sich in Ausreden und Rechtfertigungen, warum sie das nie könnten. Viele tun dies übrigens ganz unbewusst. Es ist vielmehr ihr antrainiertes Muster.

Menschen, die auf die 2. Weise reagieren und sagen „Klasse, das mache ich jetzt auch!“ sind bereit, den gleichen Weg einzuschlagen und eine einschneidende Entscheidung zu treffen. Sie sehen die Chance und nehmen ihre Möglichkeiten wahr. Das macht sie nicht besser als die erste Gruppe, aber es macht sie zu Menschen, die bereit für Veränderungen sind. Was heißt das nun für unsere Suche nach dem perfekten Zeitpunkt für ein Sabbatical?

Nun ja, Menschen, die erkennen, dass sie bereit für eine Veränderung, reif für eine Auszeit vom Arbeitsalltag sind, sind meistens auch bereit ins Handeln zu kommen. Sie sind gewillt, ungemütliche Hürden und Herausforderungen zu meistern, um ihrem Traum von einer Auszeit näherzukommen. Man könnte auch sagen, sie sind sich ihrer Lage bewusst, erkennen eine gewisse Unzufriedenheit in ihrem Leben. Sie wissen auch, dass sie selbst etwas an ihrer Lage ändern können. Sie kennen ihre Schmerzpunkte. Im Blogbeitrag 9 triftige Gründe für ein Sabbatical habe ich bereits einige dieser Schmerzpunkte aufgezählt. Vielleicht erkennst du auch dich in einem oder mehreren Punkten wieder?

Eine 2016 in Deutschland durchgeführte Studie kam zu dem Schluss, dass vor allem das Bedürfnis nach Zeit für sich selbst, Reisen und die Selbstfindung Gründe für Arbeitnehmer*innen sind, um ein Sabbatical einzulegen. Ich habe dir die TOP 6 Beweggründe noch einmal veranschaulicht:

Wenn du dir die genannten Gründe anschaust, dürfte dir eins auffallen: ihnen allen liegt eine Unzufriedenheit oder ein dringendes Bedürfnis zu Grunde.

Der Wunsch nach einer Rückkehr zu sich selbst, zum eigenen Lebenssinn und der Befriedigung der eigenen Bedürfnisse, z. B. nach einer längeren Reise, stehen eindeutig hoch im Kurs! Ein akutes Zeichen, dass eine Auszeit bitter nötig ist, ist übrigens auch eine angeschlagene mentale Gesundheit. Nicht verwunderlich also, dass die Überwindung bzw. das Abwenden eines Burnouts, einem Gefühl des Ausgebranntseins, unter den TOP 6 Beweggründen zu finden ist.

Gibt es ihn denn nun: den perfekten Zeitpunkt für ein Sabbatical?

Ich sage: Nein, es gibt keinen perfekten Zeitpunkt für ein Sabbatical. Der perfekte Zeitpunkt für ein Sabbatical, lässt sich nicht an Zeit bemessen. Es gibt kein perfektes Alter, keine perfekte Station im Arbeitsleben, keine perfekte Lebensplanung. Der perfekte Zeitpunkt ist gekommen, wenn du dich bereit dazu fühlst und dein Herz, Körper und Verstand sich nach einer Auszeit sehnen. Die unterschiedlichen Gründe, die wir uns bereits angeschaut haben, sind perfekte Wegweiser zur Beantwortung deiner Frage nach dem perfekten Zeitpunkt.

Wie du vielleicht aus eigener Erfahrung schon weißt, gibt es für nichts einen „perfekt geplanten Zeitpunkt“. Das höre ich auch oft von Freunden und Bekannten, die eine Familie gründen, ein Haus kaufen oder einen großen Umzug planen wollen. Das Leben hält sich an keinen Plan, denn:

„Leben ist das, was passiert, während du damit beschäftigt bist, andere Pläne zu machen.“

John Lennon

Daher meine Herzensempfehlung für dich: wenn DU dich reif fühlst für eine Auszeit vom Alltag, dann ist genau JETZT der richtige Zeitpunkt für dich. Egal, wo du in deinem Leben stehst und welches Alter du hast.

Die Frage ist doch viel eher: bist du bereit loszugehen und deinen Traum vom Sabbatical wahrzumachen? Falls du diese Frage schon mit einem lauten JA beantworten kannst, lege ich dir meinen Mini Kurs „Dein Weg ins Sabbatical“ ans Herz:

Wie viel kostet ein Sabbatical?

Die Idee, eine Pause vom Alltag einzulegen, klingt toll, oder? Wahrscheinlich fallen dir früher oder später auch jede Menge Sachen ein, die du eigentlich schon immer mal machen wolltest. Und vielleicht stellst du dir nach

einem gehörigen Brainstorming die Frage aller Fragen…“Wie viel kostet ein Sabbatical eigentlich?!“ Es ist super wichtig, sich darüber bereits in der Planungsphase Gedanken zu machen! Also lass uns einen Blick auf die Kosten für deine Auszeit werfen.

Du hörst lieber zu statt selbst zu lesen? Dann hör dir die Podcastfolge zur Frage nach den Sabbatical Kosten an:

Da wir Menschen beim Thema Geld oftmals etwas emotionaler werden, als wir es eigentlich müssten, habe ich noch eine wichtige Message für dich:

Eventuell wirst du beim Weiterlesen gleich über größere Summen an Kosten stolpern. Lass‘ dich davon bitte nicht abschrecken. Die Erinnerungen und die Erfahrungen, die du während deines Sabbaticals sammeln wirst, sind unbezahlbar. Unbezahlbar.

Was steht auf deiner Bucketlist?

Wenn wir uns anschauen wollen, wie viel Geld du für dein Sabbatical einplanen musst, sollte dir zumindest im Groben klar sein, was du eigentlich alles unternehmen und erleben willst. Also, was steht auf deiner Bucketlist? Denn eine Weltreise erfordert eine ganz andere Rücklagensumme als eine 3-monatige Ausbildung oder 6 Monate Auszeit, um eine Nebentätigkeit aufzubauen.

Mach‘ dir also klar: wofür will ich meine freie Zeit nutzen? Wenn du den Grund für dein Sabbatical weißt, hast du immerhin schon eine ungefähre Ahnung, was dich auch finanziell erwartet. So kannst du die Kosten für dein Sabbatical schon genauer auflisten.

Wie viel kostet ein Sabbatical? – Das hängt ganz davon ab, was du vorhast!

Wie viel kostet eine Weltreise?

Für die Lieblingsbeschäftigung der Auszeitnehmer, nämlich das Bereisen sämtlicher Länder dieser Erde, habe ich mal ein wenig Recherche betrieben. Das Ergebnis: für 1 Jahr Weltreise musst du 10.000 € bis 15.000 € einplanen.

Woher ich diese Zahlen nehme? Von Erfahrungen anderer Blogger, vornehmlich von Reisebloggern. Wichtig ist hierbei natürlich der Reisestandard, mit dem du dich identifizieren kannst. Muss es für dich immer ein 3-Sterne-Hotel sein oder schläfst du lieber im Schlafsack und Zelt? Bist du lieber als Backpacker größtenteils zu Fuß, mit dem Rad oder gar mit einem Campervan unterwegs? Wie viel Geld willst du pro Monat, Woche, Tag ausgeben? Das klingt alles viel zu abstrakt und schwer kalkulierbar? Das ist es auch. Schließlich hat jede*r andere Bedürfnisse und Vorlieben. Dennoch gibt es zahlreiche, hilfreiche Blogs, die dir dabei helfen, deine Reisefinanzierung zu kalkulieren. Die meisten Infos zum Thema Weltreise habe ich hier gefunden:

www.geh-mal-reisen.deHier gibt es eine Übersicht über die Kosten einer Weltreise sowie Tools & Tipps für die finanzielle Planung.
www.wetraveltheworld.de11 Reiseblogger verraten dir in einem Beitrag, wie teuer ihre jeweilige Reise war. Super, um eine ungefähre Einschätzung deiner persönlichen Vorhaben zu erhalten, da jede*r Blogger*in auf andere Art und Weise unterwegs war.

Beim Thema Reisen kann es keine festen Kosten geben, die für alle gleich zutreffen. Plane deine Reise, mach dir Gedanken, worauf du auch verzichten und wo du sparen könntest, aber auch was du dir unbedingt selbst ermöglichen willst. Die Kunst hierbei ist wahrscheinlich, nicht zu kleinlich zu werden. Denn du weißt ja, das Leben geschieht, während wir dabei sind, Pläne zu schmieden.

Vergiss deine Fixkosten nicht!

Bei aller Vorfreude auf deine Auszeit und auf das, was du vorhast, solltest du auf keinen Fall deine Fixkosten vergessen. Dazu zählen nicht nur deine Fixkosten, die eventuell weiterhin zu Hause anfallen, wie Miete, Versicherungsbeiträge, Kreditraten usw., sondern auch die Fixkosten, die dich bei deinem Vorhaben begleiten werden. Das können monatliche Beiträge zur Auslandskrankenversicherung sein oder auch Spritkosten, wenn du mit dem Campervan unterwegs bist.

Wenn du keine Ahnung hast, wie hoch deine jetzigen Fixkosten im Alltag sind, rate ich dir dringend dazu, diese einfach mal zusammenzustellen. Dabei helfen herkömmliche Haushaltsbücher, in denen du handschriftlich deine monatlichen Einnahmen und (wahrscheinlich hauptsächlich) Ausgaben einträgst. Es gibt jedoch auch zahlreiche Excel-Vorlagen im World Wide Web. Wenn du deine Fixkosten eher auf dem Smartphone tracken willst, empfehle ich dir kostenlose Apps wie Haushaltsbuch Money Manager, Monefy oder SayMoney. Wenn es etwas detaillierter haben willst, ist die App Finanzguru vielleicht etwas für dich. Bei den meisten Onlinebanking Portalen gibt es übrigens auch die Möglichkeit, deine monatlichen Ausgaben in Kategorien einzuteilen. Das hilft bei der Führung eines Haushaltsbuches ungemein!

Du findest, die Themen Fixkosten und Haushaltsbuch klingen öde? Mag sein, das gehört aber dazu, wenn du keine böse finanzielle Überraschung erleben willst, weil du aus Versehen die jährliche Abbuchung der KFZ-Steuer oder eines Versicherungsbeitrages vergessen hast. Es lohnt sich also!

Finde das passende Sabbatical-Modell

Die Auswahl des passenden Sabbatical-Modells hängt nicht nur damit zusammen, wie lange deine Auszeit dauern soll. Was du unternehmen möchtest, wie viel dich das kostet und wie du dir deine perfekte Auszeit finanzieren kannst, spielen ebenfalls eine wichtige Rolle. Du siehst, es hängt alles eng zusammen!

Während du beim Teilzeit-Modell davon ausgehen kannst, auch während deiner Freizeitphase monatlich Geld von deinem Arbeitgeber zu erhalten, bekommst du in 3 Monaten unbezahltem Sonderurlaub natürlich keinen Lohn. Sei ehrlich zu dir selbst und schätze deine finanziellen Möglichkeiten realistisch ein. Leider haben die wenigsten Menschen große finanzielle Rücklagen übrig, um mal eben eine Weltreise zu bezahlen.

Wähle das Modell, mit dem du deine Auszeit vom Job realisieren möchtest, mit Bedacht aus. Es bringt nichts, auf Teufel komm raus eine mehrere Monate andauernde Auszeit zu nehmen, in der du finanziell aber kaum über die Runden kommst. Für ein Sabbatical entscheidet man sich meistens nicht von heute auf morgen. Nimm‘ dir die Zeit, die du für die richtige Planung und vielleicht auf fürs Sparen benötigst.

Kannst du mit weiteren Einnahmen rechnen?

Wenn du weißt, wie hoch die Ausgaben für deine Vorhaben und deine Fixkosten sind, hast du schon einmal einen guten Überblick darüber, wie viel dein Sabbatical kostet. Du kennst also ungefähr die Summe, die du verfügbar haben oder noch ansparen musst, um dir deine perfekte Auszeit finanzieren zu können.

Nun gibt es Menschen, die schaffen es immer, irgendwie zu Geld zu kommen. Damit meine ich keine illegalen Tricks sondern Menschen, die einfach machen.

Du willst unbedingt nach Australien, aber dein Erspartes reicht gerade einmal für Hin- und Rückflug und für ca. 2 Wochen Aufenthalt? Dann mach‘ ein Work & Travel daraus! Du arbeitest während deines Auslandaufenthaltes, verdienst dir so dein Geld vor Ort und lernst die Kultur, Sprache und Leben der Menschen wahrscheinlich viel besser kennen als jede*r Tourist*in. Informiere dich im Netz über Möglichkeiten, in deinen Wunschländern für dein Reisegeld zu arbeiten, z. B. auf www.auslandsjob.de oder workaway.info.

Wie viel kostet ein Sabbatical? – deutlich weniger, wenn du dir Kost & Logi erarbeitest

Wenn du generell nicht davon abgeneigt bist, während deines Sabbaticals nebenher etwas zu arbeiten, kommt vielleicht auch die Arbeit als Freelancer*in für dich in Frage, also als freie*r Mitarbeiter*in. Beliebt ist auch die Arbeit als Virtual Assistant, auch VA genannt. Davon hast du noch nie etwas gehört? Es handelt sich hierbei um Aufträge, die du als VA für andere Leute, Unternehmen, Firmen etc. ausführst, z. B. die Betreuung des Social Media Kanals, die Erstellung einer Webseite, das Schreiben von Texten oder das Schneiden von Videos und Podcasts. So kannst du bequem von überall aus arbeiten, entsprechende Kenntnisse, Talent, notwendige Technik und Internetzugang vorausgesetzt. Achtung! Du brauchst hierfür ggf. eine Gewerbeanmeldung und kannst diese Tätigkeit nicht einfach „schwarz“ ausführen. Wenn du mehr darüber erfahren willst, stöbere mal bei www.fernarbeit.net, www.virtual-assistant-woman.de oder www.freelance.de.

Wenn du während deiner Auszeit durch Arbeit zusätzlich Geld verdienst, eröffnen sich dir noch einmal ganz andere Möglichkeiten. Und das Wichtigste: du sammelst Erfahrungen und Erinnerungen, die dich am Ende reicher machen.

Fazit: Planung ist die halbe Miete!

Tja, die Frage „Wie viel kostet ein Sabbatical?“ kann natürlich nicht pauschal für jeden Menschen beantwortet werden. Ich hoffe, du bist nicht enttäuscht, weil ich dir keine Tabelle aufgezeigt habe, in denen du sämtliche Sabbatical-Vorhaben und die exakten dazugehörigen Kosten aufgelistet findest. Das funktioniert so einfach nämlich nicht!

Vielleicht fällt es dir schwer, die genauen Sabbatical Kosten aufzuschlüsseln. Klar, hinterher ist man immer schlauer. Mein Rat an dich lautet dennoch:

  • Mach dir genaue Gedanken dazu, was auf deiner Bucketlist steht
  • Informiere dich über die anzunehmenden Kosten
  • Wähle dein Sabbatical-Modell mit Bedacht aus
  • Beurteile deine finanziellen Möglichkeiten realistisch und ehrlich
  • Schau, ob du neben eventuell Erspartem oder Lohnauszahlung während deiner Freistellung noch andere Einnahmen erwarten kannst.

Gut vorbedacht, ist halb gemacht! Werde bei deiner Planung aber auch nicht zu kleinlich. Schätze Kosten lieber großzügiger als zu knapp. So erfreust du dich am Ende eher noch über Reserven als dass du in finanzielle Not gerätst. Lass dich von hohen Summen, die du erst noch ansparen musst, nicht entmutigen. Das richtige Mindset und Tricks, wie du deine Sparziele ganz sicher erreichen kannst, spielen hierbei eine wichtige Rolle. 5 Tipps, wie du dein Sabbatical locker finanzieren kannst, findest du zum Beispiel in diesem Blogpost.

Leg‘ los und plane deine Auszeit vom Job!

Deine Bea

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